Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

JahresrĂŒckblick 2007

 

Auch dieses Jahr möchte ich nicht darauf verzichten, einen kleinen RĂŒckblick, manche sagen dem auch Rundflug, zu meiner Velofahrerei zusammenzustellen. So soll in wenigen SĂ€tzen, eine Zusammenfassung, vielleicht auch ein Eindruck meiner Erlebnisse und meiner Fahrten, meist mit dem Renner, entstehen. Dies im Bewusstsein, dass das Velofahren, so wie ich es betreibe, immer noch als NebenbeschĂ€ftigung, als Hobby, angeschaut werden soll.

Es macht mir Spass, neue Ecken der nĂ€heren und weiteren Umgebung zu erkunden oder einfach zu befahren. Es macht mir aber trotz aller MĂŒhe und Anstrengung auch immer wieder Spass ĂŒber HĂŒgel und PĂ€sse zu fahren. Sei es um WĂ€rme zu generieren (im Winter) oder sei es einfach, ein paar GlĂŒckshormone aufsteigen zu spĂŒren (im Sommer).

In diesem Jahr habe ich zudem versucht, Fotografieren, Velofahren, Weblog und GoogleMap miteinander zu verschmelzen.


Januar
Passhöhe StaffeleggVon meiner Leistenbruchoperation habe ich mich ziemlich schnell erholt. Bereits anfang des Monats und im zweiten Versuch, gelingt mir eine lĂ€ngere Fahrt draussen auf den Strassen. Die Temperaturen in diesem Januar sind weit ĂŒber dem Durchschnitt der letzten Jahre.In diesem Weblog entspannt sich eine Diskussion ĂŒber PĂ€sse im Aargau. Ob es ĂŒberhaupt welche gibt usw. Daraus wird dann auch eine erste kleine Serie ĂŒber BeitrĂ€ge mit rein „aargauischem“ Inhalt.

 

 


Februar
KantonsgrenzeDer Februar steht im Zeichen weiterer Fahrten ĂŒber PĂ€sse im Aargau. Sogar meine erste Fahrt ĂŒber 100-Kilometer in diesem Jahr fĂ€llt ebenfalls in diesen Monat. Der Webtracker, die Möglichkeit GoogleMaps mit diesem Weblog zu verschmelzen und darauf in fast „real-time“ meine aktuelle Position auf dem Renner oder dem Mountainbike anzuzeigen, hat mich sehr stark beschĂ€ftigt. Die Suche nach der richtigen Hardware, dann aber auch die Einbindung der GoogleMap in dieses Weblog forderte meine Hirnzellen zeitweise mehr, als die Velofahrerei die Oberschenkel.

 


MĂ€rz
RegensbergEnde MÀrz schneite es nochmals. So krÀftig dass sogar Skifahren und Skilifte im Aargau hier zum Thema wurden.Vom Webtracker gelingt mir erstmals die Entgegennahme der Koordinaten, Geschwindigkeit und der Höhenmeter, sowie deren Umsetzung auf eine GoogleMap. Das Thema der Aargauer PÀsse schloss ich jetzt.

 

 

 


April
IbergereggNach dem ich im MĂ€rz den höchsten Punkt im Aargau gesucht hatte, war es jetzt der tiefste Punkt. Eine schöne Blustfahrt, teils dem Rhein entlang und ĂŒber den Hauenstein wieder zurĂŒck.Ein erster Ausflug nach Deutschland bis nach St. Blasien, einfach um zu testen wie sich der Webtracker im Ausland und teils in engen Schluchten verhĂ€lt musste gefahren werden.

Aber das Highlight des Monats war die Fahrt ĂŒber die Ibergeregg und den Raten. Beides ganzjĂ€hrig geöffnete PĂ€sse. Das GPS zeigte am Abend fĂŒr diese Rundfahrt immerhin 190 Km an.

 

 


Mai
Im SchĂ€chentalDer sehr warme Jahresanfang hinterlĂ€sst Spuren. Viele unserer grossen PĂ€sse sind bereits offen. Am 19. Mai fahre deshalb auch ich meinen ersten Pass in diesem Jahr. Von FlĂŒelen ĂŒber den Klausenpass zurĂŒck nach ZĂŒrich. Das alles bei strahlendem Sonnenschein, einer viel zu warmen Bekleidung und viel zu wenig Wasser und GetrĂ€nke in den Bidons.

 

 

 


JuniCol de la BonetteAm 22. Juni beginnt die Fahrt von Paris ĂŒber Nizza nach Rom. Bei teilweise kĂŒhlem und regnerischem Wetter im Tal der Loire, wurde es erst östlich der Rhone richtig warm. Den schönsten Tag dieser Fahrt, vielleicht sogar dieses Jahres, erlebte ich, als wir bei wolkenlosem Himmel und einer richtig guten Temperatur, die 2802 Meter hohe Cime de la Bonette, die höchste geteerte Passstrasse in Europa, hinaufgekurbelt waren. Die Aussicht dort oben bei diesem Wetter war ĂŒberwĂ€ltigend. Die ganze Alpenwelt scheint einem zu FĂŒssen zu liegen.

 

 

 

 

 


Juli
Dolce VitaIm Juli ging unsere Fahrt bis nach Rom weiter und leider schon ihrem Ende entgegen. Im Vergleich zum ersten Teil, der französischen Strecke, hatten wir hier weit weniger PĂ€sse zu bewĂ€ltigen. Es gab aber immer noch genĂŒgend „giftige“ Steigungen.Im weiteren scheint der Monat jetzt im RĂŒckblick eher einer fĂŒr die Erholung gewesen zu sein. Besuche von Zirkus, Theatern, Wasserspielen usw hĂ€uften sich.

 

 

 


August
Aargauer KarteEin weiteres Highlight ist die Aargauer Rundfahrt. Zum ersten Mal in meinem Leben fahre ich 250 Km am StĂŒck. NatĂŒrlich gibt es dazwischen ein Mittagessen und diverse Zwischenverpflegungen, aber die Zeit ist beschrĂ€nkt.Ebenfalls im August mache ich meine ersten Erfahrungen mit der elektronischen Schnitzeljagd, dem Auffinden von Geocaches mit dem GPS.

Im August auch, schliesse ich das Aufsuchen der Aargauer ExtremitÀten ab.

 

 

 


SeptemberBlick zum MorteratschAnfang des Monats unternehme ich eine zweitĂ€gige Rundfahrt ĂŒber einige grosse PĂ€sse. Ab Thusis geht es ĂŒber den SplĂŒgen hinunter nach Italien. Dann das Veltlin hinauf bis zur Übernachtung in Tirano. Am zweiten Tag dann die Bernina, mit einer „ewig“ langen Anfahrt durch das Puschlav hinauf, bevor es ins Engadin hinunter geht. Nach dem Mittagessen noch ĂŒber den Julier und in einer rasanten Fahrt wieder zurĂŒck nach Thusis.In diesem Monat beginne ich auch mit dem Aufsuchen unserer zahlreichen Burgen und Schlösser im Aargau.

Gegen Ende des Monats, suche ich wĂ€hrend den Ferien auf Mallorca mit einem gemieteten Mountainbike ein paar Geocaches zusammen. Unter anderem jenes mit der wundervollen Bezeichnung „Traumsuche“, das sich aber beinahe zum Alptraum entwickelte.


Oktober
mit dem Renner am SustenIm zweiten Anlauf gelingt mir die Herbstfahrt ĂŒber den Susten. Der erste Anlauf ist im regnerischen Wetter regelrecht untergegangen. Im zweiten Anlauf hatte ich wenigstens eine wunderbare Auffahrt auf den Pass und spĂ€ter auch ĂŒber den BrĂŒnig, bevor dann der Rest der Strecke, immerhin etwa 100 Kilometer, unter einer dicken Nebeldecke verschwand.

 

 

 


November
die neue RolleBereits bei einer der ersten Fahrten auf meiner zugegebenermassen alten Rolle, flog diese buchstĂ€blich auseinander. Ich kaufte mir eine Neue und die Kilometer flogen nur so vorbei. Über 800 Kilometer im November, hatte ich in all den letzten Jahren noch nie erreicht. Einerseits konnte ich dank des ziemlich warmen Wetters weitere Schlösser und Burgen besuchen und andererseits „half“ die neue Rolle auch bei trĂŒbem Wetter mal ein paar Kilometer zu bewĂ€ltigen. Trotz den vielen Rollenfahrten, konnte ich das Jahresziel von 100’000 Höhenmetern bereits in diesem Monat erreichen.

 

 

 


Dezember
Winter auf dem BözbergTagelang blies uns eine giftig kalte Biese ins Gesicht. Tagelang war es frostig, kalt, neblig, kurz unfreundlich. Da war ich dankbar fĂŒr die Rolle. Jetzt wo die Höhenmeter erreicht waren, ging es ja nur noch um die Kilometer. Ich benĂŒtzte aber dennoch jede halbwegs mögliche Gelegenheit draussen, oftmals auch mit dem Mountainbike zu fahren. Auch ein weiteres Ziel, 10’000 KM innert einem Jahr zu fahren, erreichte ich in den ersten Tagen des Dezembers.

 

 

 


Aus meiner Sicht, habe ich ein weiteres Super-Jahr auf zwei RĂ€dern verbringen dĂŒrfen. Nebst all den schönen EindrĂŒcken (die anderen vergisst man ja sowieso bald wieder) die ich erleben und mitnehmen konnte, durfte ich auch unfallfrei ĂŒber all die Strassen und Wege kurven. Einerseits schĂ€tze ich mich als wenig risikofreudigen Verkehrsteilnehmer ein, andererseits geht es aber nicht ohne die RĂŒcksicht von all den Motorradfahrern, Automobilisten, Lastwagenchauffeuren, Bus- und Carchauffeuren, ja selbst den anderen Velofahrern.

Zur Feier, zum Dank und auf ein hoffentlich weiteres gutes und unfallfreies Jahr, habe ich schon mal den Schaumwein in die KĂŒhle gestellt.

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