Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Monatsfoto 2014

Ende der Silvesterfahrt unter Palmen

Ende der Silvesterfahrt unter Palmen

Dezember

Seit Oktober ist die Frage nach dem 20’000. Kilometer in einem Jahr auf dem Rad so langsam zum neuen, noch unerfĂĽllten Jahresziel herangewachsen.

Keine Frage deshalb, dass ich keine Möglichkeit auslasse um Kilometer zu fahren. Arbeitsweg sowieso, sogar ergänzt mit einer grösseren Schlaufe meist im Aaretal, so dass ich nun täglich auf über 80KM Arbeitsweg komme.

Im Rahmen von Festive 500 (einem Wettbewerb bei Strava zwischen Weihnachten und Neujahr) fahre ich auch diesmal wieder Strecken weit ĂĽber 100 Kilometer, nur um den 20’000 rasch näher zu kommen.

Der Wintereinbruch, mit kräftig viel Schnee und Eis auf den Strassen, machte meinem Vorhaben beinahe einen zu frühen Abbruch. Ich sah keine andere Möglichkeit mehr, als kurzfristig im Tessin für zwei Tage eine Hotelunterkunft zu beziehen, um die noch fehlenden 180KM unter einigermassen vernünftigen Bedingungen zurücklegen zu können. Das Bild, von der Palme am Bahnhof in Locarno, mag zwar Wärme ausstrahlen, doch in Realität war es im Tessin zwar sonnig, bei knapp positiven Temperaturen und dank dem kräftigen kühlenden Wind gefühlten Minusgraden.

Das Ziel von 20’000 KM konnte ich aber erreichen.


 

Passwang, Passhöhe

Passwang, Passhöhe

November

Bereits am Monatsanfang gelingt mir eine längere Fahrt über die Jurazüge. Gestartet im Nebel, komme ich beim Aufstieg zum Passwang an die wärmende Sonne. Es folgt eine Abfahrt durch herbstlich leuchtende Farben.

Doch bereits Tage später zeigt sich die Schneefallgrenze an unseren Hausbergen zum ersten Mal.

In diesem Monat lerne ich auch einen Rennradler kennen, der ebenfalls auf den Wegen aus dem Aargau nach Zürich unterwegs ist. Er zeigt mir ein paar weitere Wege und Möglichkeiten, um den Arbeitsweg / Heimweg etwas abwechslungsreicher zu gestalten. Wenn es sich gut trifft, sind wir manchmal zu zweit unterwegs.

Traditionsmässig ist es auch der Monat, in dem der Winterpokal beginnt.


 

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Oktober

Es trifft sich so, dass meine Kamera am Lenker jeweils im Oktober während der Fahrten auf dem Arbeitsweg schöne Fotos von Sonnenauf- und Untergängen machen kann. Diesmal schien mir das Glück besonders freundlich gestimmt zu sein.

Auch ein paar “Suchfahrten” nach schönen KĂĽrbisauslagen waren von Erfolg gekrönt.

Weniger freundlich zeigte sich der Herbstbeginn. Nach einem wunderbaren und warmen Auftakt im September, funkte bereits der Winter mit stĂĽrmischen, eiskalten Winden und eiskaltem Regen dazwischen.

Einen wunderbaren Herbsttag nutzten wir in der Familie für einen Ausflug an den Thunersee in die Beatushöhlen.

Beim Betrachten meiner Kilometerstatistik kommen erstmals Gedanken zu einem weiteren möglichen Jahresziel auf. Könnte ich 20’000 KM dieses Jahr ĂĽberrollen?


 

Kurz vor der Passhöhe

Kurz vor der Passhöhe

September

Es ist das erste Mal, dass ich meine Sommerferien derart spät antrete. Etwas gemischte Gefühle hatte ich schon, als es auf dem Arlbergpass schneite. Diese Passhöhe war bei weitem nicht die höchste meiner diesjährigen Sommerferien. Nach viel Regen und Wolken, konnte ich dann ein paar Tage später meinen höchsten Punkt der Reise, die Grossglockner Hochalpenstrasse bei fast sommerlichen Temperaturen (16 Grad auf 2504 Meter über Meer) überqueren.

Die Hochalpenstrasse des Grossglockners stellte diesmal so eine Art Wettergrenze dar. Es wurde laufend schöner und wärmer. Erst nach der Rückkehr über den Flüelapass in die Schweiz, waren auch Nebel und Bewölkung wieder da.

Auch ausserhalb des Radfahrens war noch einiges los. Ein Ausflug auf den Titlis bei schönstem Wetter und eine Besichtigung eines alten Erzbergwerkes mit seinem zu einem Wohnhaus umgebauten Silo in unserer Gegend, rundeten den Monat ab.


 

Belchen Aussichtspunkt

Belchen Aussichtspunkt

August

Wettermässig auch eher ein schlechter Monat. Manche Beiträge schreiben von Gegenwind, Wetterglück und kühler Morgenluft.

Eine längere Fahrt gelang mir aber dennoch. Im nahen Schwarzwald gibt es ebenfalls einen “Belchen”. Da wollte ich einmal hinauf und erlebte dabei so meine Ăśberraschungen. Man glaubt der Weg sei zu Ende, doch das GPS ist anderer Meinung. Erst nach der nächsten Hausecke und ein paar Metern Schotterweg geht es dann tatsächlich auf einer schön geteerten Strasse die letzten Höhenmeter hinauf.

Am letzten Tag des Monats kann ich dann endlich zu meiner längst geplanten Fahrt über die Hochalpenstrasse des Grossglockners starten. Im Regen, wie schon so mancher Kilometer dieses Jahres.


 

Regenwetter

Regenwetter

Juli

Ein merkwürdiger Monat. Nach einer Woche Ferien mit der Familie fand ich kaum mehr meinen sportlichen Rhythmus. Es war wettermässig ein Durcheinander. Sehr heissen Tagen folgten wieder kühle, regnerische. Auch im Geschäft war einiges los. Kaum ein Tag, an dem ich zur Zeit nach Hause kam. So ist es denn nicht verwunderlich, dass ich diesmal sogar mitten im Sommer zu einer Nachtfahrt mit dem Rennrad gezwungen war, um nach Hause zu gelangen. Obwohl, so eine Fahrt, durch die sommerliche Wärme, hatte auch ihren bestimmten Reiz.

Ansonsten war ich fast nur auf dem Arbeitsweg unterwegs.

 


 

am Vierwaldstättersee bei Vitznau

am Vierwaldstättersee bei Vitznau

Juni

Der Juni ist seit Jahren DER Monat des “Biketoworks”. Unternehmen fordern ihre Mitarbeiter auf, hier mitzumachen. Auch in unserem Betrieb werden in dieser Zeit, Garderobe und Duschmöglichkeit spĂĽrbar häufiger auch von Radlern benutzt. Mich nahm wunder, ob sich täglich mindestens ein vermuteter “Biketoworker” oder auch “Biketoworkerin” vor meine Kamera am Lenker verirren wĂĽrde. Ja, mit einer einzigen Ausnahme: an jenem Tag, an dem es bereits am Morgen regnete, fuhr niemand vor meiner Kamera. Teilweise war es aber ein sehr heisser Monat. Andere Tage waren aber auch sehr kĂĽhl und ab und zu auch heftig windig. Am Ende des Monats war ich jedenfalls ĂĽberrascht, dass mir dieses kleine Experiment so gut gelungen war.

Hatte ich im Mai noch geschrieben, dass jetzt die Saison der längeren Ausflüge angefangen habe, so gelangen mir im Verlaufe des Juni, gleich zwei sehr lange Tagesausflüge: Der eine über gut 200 KM durch das Zürcher Oberland, über den Zürichsee und weiter bis ins Reusstal und das Freiamt hinunter wieder nach Hause. Der zweite Ausflug, 260KM, entlang des Vierwaldstättersees, über den Klausenpass, an den Zürichsee und wieder nach Hause, stellte aber das unbestrittene Highlight des Monats dar.

Nach mehreren längeren Ausflügen in diesem Jahr, teils bis 180 KM an einem Tag, wollte ich es einfach einmal wissen, ob ich auch die 200KM-Grenze knacken kann. Fazit: Ja ich kann. Da ich am Tag darauf wieder mit dem Rad zur Arbeit fuhr, könnte ja vielleicht noch etwas mehr drin liegen. 300KM vielleicht?


Stute mit Fohlen

Stute mit Fohlen

Mai
Die Saison der längeren Ausflüge beginnt.

In diesem Mai konnte ich nebst der täglichen Fahrerei auf dem Arbeitsweg gleich auch noch drei längere Fahrten durchführen. Das eine Mal fuhr ich etwas wellig über unsere Jurahügel nach Westen bis zum unteren Hauenstein. Ab dann hinaus ins Mittelland und schlussendlich dem Hallwilersee entlang wieder nach Hause. Die zweite Fahrt unternahm ich in die nördliche Richtung bis ans nördliche Ende des Schluchsees im Schwarzwald.

Die längste Fahrt aber war die Rückkehr von Genf durch den Jura bis nach Oensingen. Während drei Tagen war ich unterwegs. Mal auf der französischen Seite, dann wieder fast am Jurasüdfuss. Ich habe viele der Pässe im Jura überquert, aber auch viele tiefe Schluchten gesehen. Am Anfang war es in der Höhe recht kühl, gegen den Schluss wurde es immer heisser. Manchmals fuhr ich unter dunklen Regenwolken herum, manchmal unter der prallen Sonne. Ich sah die richtigen Tourismusgegenden wie Vallée de Joux, Val de Travers, das Quellgebiet des Doubs. Ich genoss steile Abfahrten und litt an steilen Auffahrten. (Mehr zu diesem Ausflug gibt es hier)

Wen wundert es da, dass der Monat mit 2000 Km auf dem Rad auch gleich der kilometerreichste Monat seit Jahren wurde.


EindrĂĽcke aus dem Rundgang durch die Vatikanischen Garten

EindrĂĽcke aus dem Rundgang durch die Vatikanischen Garten

April
Ein zweiteiliger Monat in zweierlei Hinsicht.

Zum einen waren die Ferien. Eine Woche Aufenthalt in Rom. Eine Woche lang mit einer Römerin als Reiseleiterin Rom besuchen. Wir waren das erste Mal für eine längere Zeit in Rom. So war es natürlich einfach, uns nur neue Sachen zu zeigen. Am Eindrücklichsten dürfte aber schon der Tag in den Vatikanischen Gärten, mit dem Besuch des vatikanischen Museums gewesen sein. Am Tag darauf dann noch die Generalaudienz mit dem Papst.

Titusbogen

Titusbogen

Wobei auch das geschichtliche Rom, das römische Rom, auf keinen Fall zu kurz kam. Besuche im Colosseum, Forum Romanum, Katakomben und den diversen imposanten Bauwerken aus der Römerzeit sicher noch lange in der Erinnerung haften bleiben. Den Besuch in Rom schlossen wir mit einem Besuch der Schweizergarde ab.

Sissach, Fahrräder als Dekoration

Sissach, Fahrräder als Dekoration

Zum anderen war die Fahrerei auf dem Rennrad. Nebst dem wiederum täglichen und lückenlosen hin und her auf dem Arbeitsweg, waren da noch diverse Ausflüge am Wochenende. In (kalter) Erinnerung bleibt hier die Rundfahrt um den nördlichen Teil des Aargaus. Die Fahrt über den Hauenstein führte mich an diesem Tag wohl ganz knapp nochmals an die Nullgradgrenze.

Womit ich bei der zweiten Art der Zweiteilung des Monats angelangt bin. Nach einem wundervollen, schönen und warmen Monatsbeginn, nicht nur in Rom, sondern auch nördlich der Alpen, kippte das Wetter nochmals in eine Schlechtwetterperiode zurück. Es war viel nass, und zudem manchmal auch empfindlich kühl.


Sonnenaufgang im Furttal

Sonnenaufgang im Furttal

März
Der Winter schien kampflos dem Frühling die Szene überlassen zu wollen. Durch die früheren Sonnenaufgänge konnte ich reihenweise schöne Stimmungsbilder von der aufgehenden Sonne schiessen. Der 21. März brachte dann tatsächlich auch schon 20 Grad auf die Quecksilbersäule. Doch dann schaute der Winter doch nochmals kurz zurück. Schneefall bis weit hinunter, kalt und bisig die Arbeitswege.

Pontoniere im StrassenkreiselStatistisch gesehen geht dieser Monat in die Geschichte ein. Sämtliche Arbeitswege bin ich mit dem Rennrad gefahren. Zu dem eine erste Rundfahrt über 160 Km bei schönstem Wetter und einen weiteren kleinen Ausflug. Das ergab dann immerhin gut 1750 KM im Monat März.


Regenwetter

Regenwetter

Februar
Im Februar bin ich nur auf dem Arbeitsweg hin und her gefahren. Etwa ab der Hälfte des Monates traf es sich so, dass sich die Dämmerungsphase zwischen Tag und Nacht jeweils während meinem Arbeits- oder Heimweg abspielte. Es ist schön, aus der Dunkelheit in den aufsteigenden Tag zu fahren. Leider wurde dieses Erlebnis ein paar Mal mit Regen und einmal sogar mit vereisender Strasse etwas beeinträchtigt.

Ansonsten habe ich mich in diesem Monat vor allem um den Umbau dieses Weblogs und das Transferieren aller Daten von Expression Engine auf WordPress gekĂĽmmert. Kurz nach Mitte Februar war es dann geschafft, dass ich dieses Weblog aus meiner eigenen Cloud, aus einem Server von zu Hause aus laufen lassen kann.


Shopping-BrĂĽcke

Shopping-BrĂĽcke

Januar
Vermutlich ist der Januar viel zu warm. Kaum mal Temperaturen im Minusbereich. Ich fahre fast ausschliesslich auf dem Arbeitsweg hin und her.

Eine Rundfahrt bei der ich von Kaiserstuhl, ganz im Osten des Aargaus bis nach Stein-Säckingen hinunter fahre. Eine schöne Radlerstrecke entlang des Rheins, bei allerdings eher mässigem Wetter. Beim Heimweg ĂĽber die Saalhöhe steigt dann mein GPS aus. Es reicht aber immerhin fĂĽr den “Beweis”, dass ich bereits im Januar den ersten 100er gefahren bin. Ohne diese GPS-Panne hätte es immerhin 140KM gegeben.

Der Zufall will es auch, dass meist an den Wochenenden kein Wetter fĂĽr sonnige oder gar nur winterliche Fahrten herrscht. Viel Regen macht die Winterstimmung zu nichte. So bleibt wenigstens Zeit, meine Arbeiten am Umbau dieses Weblogs entscheidend weiter zu treiben.

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