Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Wenn die V├Âgel r├╝ckw├Ąrts fliegen

Am fr├╝hen Morgen war der letzte Schauer gerade eben noch ├╝ber die D├Ącher gerauscht, als der Wecker mich aus dem Halbschlaf holte. Bis ich fahrbereit auf der Strasse stand, war diese bei der heutigen angenehmen Temperatur bereits wieder etwas angetrocknet.

Ab und zu ein k├╝hler Spritzer an die Beine, im Furttal ein blendendes Licht der aufgehenden Sonne auf der regennassen Strasse, verspr├╝hten noch Hoffnungen auf einen Sommertag nach einem morgendlichen Gewitterregen.

Am Nachmittag zeichnete es sich langsam ab. Der Wind pfiff um unser Hochhaus und die kantigen Ecken herum. Die B├Ąume bogen sich wie gespannte Pfeilbogen. Wenigstens solange bis die ersten Regentropfen fielen. Die Schauer waren jeweils nur kurz, man konnte ihnen anschliessend zuschauen, wie sie sich langsam in Richtung S├Ąntisgebiet verzogen.

Als ich mich auf den Heimweg machen wollte, war es gerade einen Moment lang windstill. Wohl sah ich die dunklen Wolken ├╝ber dem Wehntal, doch vielleicht ist ja alles gar nicht so schlimm und ich komme wieder trocken nach Hause.

Nach Dielsdorf und S├╝nikon, dort wo ich in der Regel auf das offene Feld des Wehntals abzweige, war es ganz klar. Es war unausweichlich geworden. Die Maispflanzen wogten im Takt des Windes hin und her. Holzst├╝cke und Bl├Ątter wurden aus den B├Ąumen geschleudert. Die paar wenigen V├Âgel am Himmel schienen r├╝ckw├Ąrts zu fliegen, die graue, undurchsichtige Wand, war jetzt vielleicht noch 3 oder 4 Kilometer vor mir. Die ersten Regentropfen fielen.

Ich fuhr in den Windschatten eines Schopfes, zog mir die Regenkleider ├╝ber, verpackte den Rucksack in seine H├╝lle und wartete mal die erste Regenwelle ab. Der Regen war nicht mal so heftig. Vielleicht ein paar kleine Hagelk├Ârner dabei. Aber der Wind. Der riss weiterhin an den Maispflanzen und den B├Ąumen. Er schepperte ├╝ber das Wellblech “meines Schopfes”, r├╝ttelte an der Schiebet├╝re und den Holzlatten, als wollte er den Schopf jetzt dann gleich in seine Einzelteile zerlegen.

Irgendwann fuhr ich dann doch weiter. Wollte ja auch mal nach Hause kommen. Es dauerte durch das ganze Wehntal. Auf der Strecke, welche ich normalerweise mit gut 30km/h zur├╝cklege, musste ich mir heute ein 20km/h – Tempo richtig erk├Ąmpfen und dabei erst noch froh sein, vom Wind nicht noch ganz umgestossen zu werden.

Doch ├╝ber dem Hertenstein lachte schon wieder eine Sonne ├╝ber die klatschnasse Strasse. Die Regenkleider behielt dann noch bis nach Hause an. Einerseits waren die Strassen weiterhin ziemlich nass und andererseits war es merklich k├╝hler geworden. Sommer ade?

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Heute auf dem Rad
am fr├╝hen Morgen
Fahrrad

Rennrad

71.3KM

548 HM
02:41 H

am sp├Ąten Abend
bewoelkt_mit_einzelnen_Sonnenabschnitten

Grad

gewitterhaft_teilweise_Sonne

Grad

Autor: Urs

W├╝rde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher f├╝r lange Ausfl├╝ge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein f├╝r dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelm├Ąssig ├╝ber meine Fahrten.

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