Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Interessanter Nachmittag

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Von „Muggels“, einem ebenfalls an Geocaches sehr interessierten MitbĂĽrger, wurde ich kĂĽrzlich mal auf die ziemlich häufig vorhandene Art von Wherigo-Caches aufmerksam gemacht. Wir wussten beide nicht wirklich Bescheid. Das wollten wir heute ändern und haben uns einen Geocaching-Nachmittag organisiert.

Wherigo soll anscheinend aus dem Begriff „Where you go“ entstammen. Es ist vergleichbar mit einem Multicache, spielt aber auf rein elektronischer Basis. Während man beim Multicache meist ĂĽber mehrere Stationen, Beobachtungen, Berechnungen, Resultate aus dem Zählen von Gegenständen usw notieren muss, mĂĽssen zwar beim Wherigo auch diverse Aufgaben erfĂĽllt werden, die dann aber elektronisch im Gerät gespeichert werden. Teilweise kann da scheinbar ziemlich viel Dynamik ins Spiel gebracht werden. Der Schlusspunkt, das Logbuch, wird einem aber erst bekannt gegeben, wenn man die ganze PrĂĽfung bestanden hat. Das Loggen kann dann wieder normal bei Geocaching.com erfolgen.

Um das Spiel spielen zu können, musste ich vorgängig die Applikation Wherigo auf mein Handy laden, plus zusätzlich noch das Spiel selber.

Als Anfänger haben wir uns heute mal ein paar einfache Wherigo’s auf den Wunschzettel geschrieben.

Zuerst versuchten wir uns am Wherigo „Fit genug fĂĽr diesen?“ Vom Spiel wurden wir in die Startzone geleitet. Wir durften auswählen, ob wir unseren Fitnesstest per Rad oder zu Fuss machen wollten und wie hoch wir unseren eigenen Fitnesslevel einstufen wĂĽrden. Danach waren 3 kurze Läufe zu absolvieren. Die Sache war relativ einfach. Auf einem Spazierweg wurden wir etwa 100 Meter hin und her geschickt. Die zu erfĂĽllenden Zeiten wurden aber immer kĂĽrzer vorgegeben. Da wir die Sache nicht allzu Ernst nahmen, bestanden wir diesen ersten Test nicht. Also hiess es da capo, nochmals von vorne.

Wir rannten uns zwar nicht gerade das Herz aus dem Leib, bestanden die Test’s aber sehr gut, legten noch zwei zusätzliche Sprints hin und wurden von der Applikation schon als begeisterte Sportler gefeiert. Erst jetzt erhielten wir die Schlusskoordinaten mit dem Logbuch. Diese befanden sich, wie war es anders zu erwarten, am andere Ende der Laufstrecke. Wir schienen das Prinzip begriffen zu haben das Handling der Applikation war jetzt auch kein Problem mehr. Wir wagten uns an das zweite Wherigo.

Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich das „Fang mich doch…“. Es geht darum, eine Baumelfe einzufangen. Ebenfalls auf einem Spazierweg. Nur, wenn wir uns der Elfe zu schnell näherten, erschrak sie und rannte vor uns weiter. Waren wir zu langsam, begann sie uns zu vertrauen, blieb stehen, oder kam sogar näher. Die Zeitintervalle, während denen wir die Elfe einfangen konnten wurden immer um ein paar Sekunden länger. Es lag an uns, irgend einmal, wenn die Distanz zur Elfe so lang oder kurz war, dass wir sie in der vorgegebenen Zeit erwischen könnten, loszurennen.

Auch hier, erst als wir sie eingefangen hatten, wurden uns die Schlusskoordinaten des Logbuches bekannt gegeben.

Gerade bei der zweiten Variante, mit den vielen Variablen von schnellem und langsamen weitergehen, der stetig länger werdenden Zeit, den Erholungsräumen die zur Verfügung gestellt sind, dürfte doch einiger Programmieraufwand in einem solchen Spiel drinstecken.

Ich denke mit diesen beiden Spielen haben wir vielleicht zwei sportlich eher Intensive erwischt. Sie waren aber eine gute Ăśbung um das Prinzip des Ablaufes und das Handling der Applikation kennen zu lernen.

Auf ein drittes Spiel mussten wir wegen der mittlerweile schon recht fortgeschrittenen Zeit verzichten. Statt dessen haben wir noch ein paar zufällig vorhandene traditionelle Büchslein gehoben und uns in die Logbücher eingetragen.

Persönlich habe ich nicht nur die Wherigo’s kennen gelernt. Weil sich das zweite Spiel im Wehntal, als direkt auf meinem Heimweg vom nördlichen Ende der Stadt ZĂĽrich abspielte, kam ich auch endlich hinter die Bedeutung des Quartierweges mit dem Namen Mammutweg.

In Niederweningen gibt es sogar noch ein Museum zum Mammut. Die Erklärung ist einfach: Im Gebiet des Mammutweges fand man bei den Bauarbeiten für das Quartier einen Stosszahn, Teile eines Kiefers, Backenzähne, ein paar Wirbel und Rippen, die dem Mammut zugeordnet werden konnten.

Ein sehr schöner, sonniger und abwechslungsreicher Nachmittag, bei schönstem Herbstwetter. Solche sollte es noch ein paar geben. 🙂

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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