Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Mainau im Oktober

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Oder vielleicht auch „Mainau ohne Besucherstrom“. Schon bei der Ăśberfahrt von Kreuzlingen Hafen mit dem Motorschiff ZĂĽrich (warum heisst ĂĽberhaupt ein Motorschiff auf dem Bodensee „ZĂĽrich“?) zur Insel Mainau waren wir fast die einzigen Fahrgäste. Dieser menschenleere Eindruck setzte sich auch auf der Insel fort. Nicht dass wir einzigen gewesen wären, nein. Aber ĂĽberall, sei es im Restaurant, oder auf den vielen schmalen Wegen zwischen den Blumen, auf dem Kinderspielplatz, oder sogar im Schmetterlingshaus: man konnte sich alles in aller Ruhe anschauen. Ob sich da eventuell viele von der schlechten Wetterprognose abhalten liessen? Tatsächlich war das Wetter bis weit in den Nachmittag ziemlich sonnig, hie und da ein kĂĽhler Windstoss, aber eigentlich ein weiterer, schöner, farbenfroher Herbsttag.

Farbenfroh präsentierte sich auch die Insel. Als erstes statteten wir dem riesigen Rosengarten einen kurzen Besuch ab. Etwas länger hielten wir uns im Palmenhaus auf. Dort wird zur Zeit eine Sonderausstellung über den Weg der Weintraube bis in die Flasche präsentiert. An verschiedenen Stationen kann man auch seinen Geschmacks-Sinn wieder neu einstellen. Es gilt diverse Blumen, Früchte und weitere, meist sehr gut und angenehm riechende Düfte zu erraten. Nach dem Mittagessen, nahmen wir uns das Schmetterlingshaus vor.

Ein Gebäude mit tropischem Klima, äusserst engen Platzverhältnissen und sehr vielen, herumflatternden Schmetterlingen. Einer der Grössten soll eine Spannweite von 30 Zentimetern erreichen. Vom ganz schwarzen Exemplar bis zum ganz bunten Exemplar, waren vermutlich alle Farbkombinationen zu finden. Die Schmetterlinge werden zum Teil mit Bananenstückchen oder Orangenschnitzen in Publikumsnähe zur Verpflegung gelockt. Man kann sie dort aus nächster Nähe bestaunen. Einer, leider ein etwas Kamerascheuer, schien fast ganz aus durchsichtigen Flügeln zu bestehen. Die Anlage ist mit einem fliessenden Gewässer der Natur nachempfunden. Darin schwimmen nebst Wasserschildkröten auch teils recht grosse Fische.

Weitere interessante Stellen fanden wir im Kaktushaus, bei den Blumentieren und im Herbst bei der schon fast obligaten KĂĽrbispyramide.

Ein kurzes Ausruhen und Beinestrecken auf einem Bänkchen in Ufernähe musste auch sein. Dabei genossen wir nebst der schönen Aussicht auf das nahe Festland auch ein paar weitere Minuten wärmende Sonnenstrahlen, bevor wir uns in einem letzten „Showblock“ noch die Dahlienschau vornahmen. Ich habe die Anzahl der Sorten nicht gezählt. Eine unĂĽberschaubare Vielfalt von Blumen und Farben strahlte uns vom HĂĽgel entgegen.

Zum Schluss des Rundganges warfen wir noch einen Blick auf die Blumentreppe. Eine Art von Wasserfall über eine Treppe zwischen Zypressen. Links und rechts neben der Treppe sind auch hier wieder viele unterschiedliche Blumensorten gepflanzt. Entsprechend der Jahreszeit, halt nicht ganz so farbenprächtig wie ich dies von anderen Besuchen im Frühling oder Sommer in Erinnerung hatte.

Es wurde schon bald wieder Zeit, diesmal mit dem Motorschiff Thurgau nach Kreuzlingen Hafen zurückzufahren. Ein schöner Tag, an einem schönen Ort unter einem immer noch herbstlichen Himmel neigt sich während unserer Zugfahrt nach Hause langsam dem Ende entgegen.

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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