Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

GPS auf dem Velo – fĂŒnfter Teil; Grundlagenforschung

Bei GPS auf dem Velo – dritter Teil hatte ich mal ĂŒber die Möglichkeit sinniert, die eigene Position wĂ€hrend der Fahrt im Internet anzeigen zu lassen. Dass dies, nebst weiteren Angaben wie zum Beispiel aktuelle Geschwindigkeit, aktuelle Herzfrequenz, aktuelle Temperatur usw, möglich ist, hat uns ja die Tour de France letzten Sommer vorgefĂŒhrt.

Die Frage lĂ€sst mir je lĂ€nger desto mehr keine Ruhe mehr. Immer öfter google ich mit Begriffen wie „GPS realtime“, „GPS log echtzeit“ „GPS position“ oder Ă€hnlichem im Internet herum.

Meine ersten Erfahrungen dazu:

Um es vorwegzunehmen: Das Thema ist uralt, beziehungsweise mit der Betriebsaufnahme des GPS im Sommer 1995 entstanden. Es wurde schon viel ĂŒber das Thema gebrĂŒtet und geschrieben. Analysen und Möglichkeiten dazu gibt es fast in jeder Menge. Und, man erhĂ€lt den Eindruck, dass das Thema im heutigen Zeitalter der allgemeinen Verunsicherung, immer wichtiger wird. Mir scheint, dass wir vor dem Durchbruch in einen grossen Markt stehen.

AnfĂ€nglich bin ich vor allem ĂŒber Angebote zur Flotten-Bewirtschaftung, oder zur Überwachung von wertvollen GegenstĂ€nden wie Boote, Automobile, Containern, Baumaschinen und dergleichen gestolpert. Meistens sind diese GerĂ€te allerdings sehr gross und zusammen mit ganzen Softwarelösungen erhĂ€ltlich. Entsprechend sind die GebĂŒhren. JĂ€hrliche FreischaltgebĂŒhr, nebst monatlich anfallenden GebĂŒhren, in der Höhe von meist mehreren dutzend Dollar pro Monat.

Mit der Zeit begann ich nach GerĂ€ten zu suchen, die zum Beispiel in der Beobachtung von Wildtieren eingesetzt werden. Gemsen, Luchse, Störche, Steinböcke selbst FĂŒchse und Elefanten tragen da solche GerĂ€te mich sich herum. Vielfach stehen dabei Vereine oder Lehranstalten dahinter, die in der Regel mit einer der grossen Telefongesellschaften ein solches Beobachtungsprogramm unterhalten. Selbst Hunde werden mittels GPS gesucht. Namen ĂŒber GerĂ€te und Hersteller, oder die Höhe von anfallenden Kosten sind da merkwĂŒrdigerweise nur sehr selten ausfindig zu machen.

Auch die Technik selber wird immer mehr verfeinert. Selbst implantierbare Mikro-Chips sind im Angebot, die zum Beispiel Jagdhunden oder sogar Menschen zur stĂ€ndigen Überwachung eingepflanzt werden können. Der neueste Gag scheint allerdings die GPS-Uhr zu sein. Sie besteht aber erst auf dem Reissbrett.

Glaube deshalb, dass die Grösse und das Gewicht, selbst die Lebensdauer am Akku eines solchen GerÀtes heute kein wirkliches Problem mehr ist.

BezĂŒglich der Ortung oder der Meldung der eigenen Position gibt es ebenfalls verschiedene Typen. Die einen speichern die eigene Position laufend und sekĂŒndlich, wĂ€hrend sie sich in Bewegung befinden. Die Daten können dann via GSM-Netz / Handy-Netz in Form von SMS’s oder dann ĂŒber GPRS abgefragt oder auch gesendet werden. Andere GerĂ€te melden aktiv die eigene Position zum Beispiel wenn der Motor des bewachten Autos gestartet wird, sich der Gegenstand, zum Beispiel Container, bewegt, oder wenn der beobachtete Gegenstand einen bestimmten Rayon verlĂ€sst. Wieder andere GerĂ€te melden sich einfach alle 15 Minuten einmal und die letzte Kategorie meldet sich nur dann, wenn sie eine SMS Meldung erhĂ€lt. Neuerdings kommen nun auch GerĂ€te in den Handel, die eine Ortung nur auf Grund des GSM (Handy-Netzes) vornehmen können, ohne auf die GPS-Satelliten zurĂŒckgreifen zu mĂŒssen. Diese GerĂ€te scheinen deutlich gĂŒnstiger (und ungenauer) zu sein.

Die GerĂ€te schicken ihre Positionsdaten in der Regel per SMS an eine bestimmte Telefonnummer, die sozusagen das Eingangstor zur Softwarelösung darstellt. Dahinter wird dann die SMS analysiert und schlussendlich zu einem Punkt, im Falle von mehreren Punkten vielleicht sogar zu einem Track auf einer Karte abgebildet. Es gibt Softwarelösungen fĂŒr die Darstellung auf dem PC oder zur Darstellung im Internet.

Zusammenfassung:
Bei all dem Studium von Internetseiten, Verkaufsargumenten, Projektbeschreibungen usw habe ich eine Menge ĂŒber das GPS-Netz gelernt. Einiges ist mir jetzt deutlich klarer als vorher, nur zum Beispiel das kleine Detail, warum mein eigenes GPS-GerĂ€t noch nie nach einer aktuellen Zeit gefragt hat und doch, selbst den Wechsel auf die Winterzeit, genau richtig anzeigte. Aber auch sonst sind mir bezĂŒglich GSM und GPRS ein paar weisse Flecken eingefĂ€rbt worden. Nur: ich weiss immer noch nicht, welches GerĂ€t ich da allenfalls kaufen wĂŒrde und die Vorahnung, dass die ganze Sache am Schluss eine Preisfrage sein wird, verdichtet sich langsam zur Gewissheit.

Um nicht vollends in der UnĂŒbersichtlichkeit zu versinken, habe ich meine Kriterienliste fĂŒr eine allfĂ€llige Realisierung der „aktuellen Position, angezeigt im Internet“ wieder einmal ergĂ€nzt und etwas verfeinert. Sie dĂŒrfte allerdings noch nicht vollstĂ€ndig sein:

Meine vorlĂ€ufigen Kriterien fĂŒr eine eventuelle Evaluation:

(Sie sind absichtlich noch nicht so genau formuliert, da ich ja immer noch am ausloten der Möglichkeiten bin)

  • möglichst leicht
  • möglichst klein
  • outdoor-fĂ€hig, Wetter und Temperaturen, sowie Vibrationen sollten keine Probleme machen
  • mehrere Tage ohne Akkuwechsel
  • wenn möglich kombinierbar mit meinem Garmin GPSmap 60CSx und meinem Handy, oder dann mindestens zusammen mit einem bluetooth oder infrarotfĂ€higen Handy oder ĂŒber die RS232-Schnittstelle
  • SelbstĂ€ndiges Senden der eigenen Position in einem einstellbaren Interval (vermutlich im Viertelstundentakt)
  • Softwarelösung oder Softwareangebot, entweder als PHP-Skripte auf dem eigenen Server, oder dann bei einem entsprechenden Hoster
  • Anschaffungspreis: möglichst gĂŒnstig, jedenfalls sind mir mehrere Hundert $ zu teuer
  • Übertragungskosten: im Rahmen von normalen SMS

Aus der Flut von bisher angesammelten Links und Informationen, werde ich in nÀchster Zukunft wohl mal die hier geschilderten Lösungsideen und Varianten etwas genauer anschauen:

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Autor: Urs

WĂŒrde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher fĂŒr lange AusflĂŒge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein fĂŒr dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmĂ€ssig ĂŒber meine Fahrten.

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