Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Ăśber die Habsburg zum Ochsenherz

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Heute lockte die Sonne und ein blauer Himmel wieder einmal fĂĽr eine Fahrt draussen. Ich hatte mir aus frĂĽheren Fahrten noch zwei Geocaches vorgemerkt, die ich irgendeinmal aufsuchen wollte. Das eine war bezeichnet als „gewichtiger Brocken“ und das andere trug den Namen „Ochsenherz“. Beim Ochsenherz dachte ich spontan an eine Verbindung mit der Weihnacht. Stand da nicht ein Ochse im Stall von Bethlehem?

Manchmal, so auch heute, stelle ich mein GPS so ein, dass die zu erreichenden Ziele in der Luftlinie angezeigt werden, also keine Navigation auf Strassen und Wegen. Das ist vielleicht nicht der effizienteste Weg etwas zu finden, aber dafür kommt man fast regelmässig an vielen Ecken vorbei, die man sonst wohl nie aufsuchen würde. Der gefahrene Weg hingegen zeigt sich dann auf der Aufzeichnung als ein wildes hin und her und ab und zu auch mal ein Stumpen, wo es einfach nicht mehr weiterging. Dafür bin ich ja mit dem Mountainbike unterwegs.

Oft ging es heute durch den Wald, „Ungeschickterweise“ auch oftmals auf der schattigen Seite der HĂĽgel entlang. Dort mochte es zwar kälter sein, als an der Sonne, dafĂĽr war dann der Boden gerade so an der Grenze vom Gefrieren. Der Morast der letzten Tage verwandelte sich in eine trittfeste, kaum mehr nasse Oberfläche, so kam ich dann auch einigermassen trocken durch.

Von zu Hause aus, wählte ich den kĂĽrzesten Weg ĂĽber die Habsburg. Kurz danach, entlang eines Waldrandes, war dann der „gewichtige Brocken“ anzutreffen. Allerdings war das nicht nur einer, sondern eine ganze Serie, vielleicht zwanzig, schön aufgereiht in Zweierkolonne. Wie einer Informationstafel zu entnehmen ist, alles Findlinge aus der Gletscherzeit. Hier, im Aaretal und ganz nahe am Reusstal, kamen die drei Gletscher der Rhone(!), der Aargletscher und der Reuss zusammen. Alle drei transportierten ihre Findlinge bis in unsere Gegend, teils also mehrere hundert Kilometer weit. Die Steine kamen alle zum Vorschein, als ganz in der Nähe die A3 aus dem Reusstal unter der Habsburg durch, ĂĽber das Aaretal und unter dem Bözberg hindurch gebaut wurde. Hier lag Geologie-Geschichte von 11 bis 300 Millionen Jahren zum Anschauen bereit. Wieder einmal ein Geocache, bei dem es sich auf jeden Fall lohnt, mal vorbeizuschauen. Das Cache selber fand ich ĂĽberraschend schnell.

Die Fahrt ging bald weiter, in Richtung Schloss Wildegg. Vieles unbekannte Wege. Wegen der kahlen Bäume aber immer wieder ein schöner Blick ins Aaretal hinunter. Entlang von Waldrändern, oder manchmal auch an Waldhütten vorbei. Bei einer der Hätten, hielten gerade ein paar Familien eine kleine Weihnachtsfeier ab. Ein geschmücktes Christbäumchen diente vorerst noch als Mittelpunkt, während daneben auf dem Grill bereits der Weihnachtsbraten brutzelte.

Das zweite Geocache, das „Ochsenherz“, musste ich längere Zeit suchen. Ich kam von der falschen Seite und war viel zu hoch. Eine steile Felswand trennte mich vom Versteck. So musste ich einen grösseren Umweg fahren, bis ich schlussendlich mein Mountainbike fĂĽr die letzten paar Schritte der Suche regelrecht auf dem Geocache an einen Baum lehnte. Somit hatte ich auch „Ochsenherz“ geöffnet. Doch, was hat es mit dem Ochsenherz auf sich?

Vielen dĂĽrfte das Schloss Wildegg wegen des Nutzgartens bekannt sein. Alljährlich am ersten Maiwochenende findet dort ein ProSpecieRara-Setzlingsmarkt statt. An diesem Markt können Setzlinge von ĂĽber 500 alten GemĂĽsesorten gekauft werden. Zudem werden an diesem Wochenende gratis FĂĽhrungen durch den Sortengarten angeboten. Ochsenherz ist der Name einer sehr schmackhaften Fleischtomate, die aussieht wie ein Ochsenherz und bei der eine einzelne Frucht schon mal 500 Gramm schwer werden kann. Selbstverständlich gibt’s auch die als Setzling am Markt zu kaufen.

Schon wieder ein Geocache der eher bereichernden Art. Danke,

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Heute auf dem Rad
Fahrrad

Mountainbike

27.9KM

771 HM
02:27 H

Nachmittag
einzelne_Wolken

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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