Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Radrouten
Radrouten

77 – 9 – 3 – 8

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Nein, es ist kein Geheimcode. Es sind die Radwanderrouten welche ich heute in dieser Reihenfolge befahren habe. Bei anderen Gelegenheiten hätte ich vielleicht geschrieben; das Reusstal hinauf und das Suhrental hinunter. 

Radwanderroute 77

Radwanderroute 77

Heute war aber meine Absicht, auf der Radroute 77, offizielle Bezeichnung „Rigi-Reuss-Klettgau“, das Reusstal hinauf zu fahren, wenigstens bis nach Rotkreuz. Die Route fĂĽhrt hier ganz in der Nähe vorbei. Das Reusstal bin ich schon ein paar Mal hinauf und hinunter gefahren, teils gewollt, teils zufällig auf dieser Radroute 77. Ich habe schon in den letzten Tagen immer wieder Radrouten befahren, sei es entlang dem Rhein oder der Aare. Meistens waren es nur kurze StĂĽcke. Doch heute sollten das 52 Kilometer werden. 

Ich bin ĂĽberrascht, wie gut die Strecke markiert ist. Kaum einmal, dass ich unsicher war an Abzweigungen. In der Regel gibt es vor der Abzweigung einen Hinweis ĂĽber eine allfällige Richtungsänderung. Ausser wegen einer Baustelle, glaube ich, habe ich die Strecke nie verloren gehabt. Ein paar Kilometer waren Kiesstrasse, der Rest recht gute und asphaltierte Radwege. Kaum Dorfdurchfahrten, ausser vielleicht ein paar historisch relevante Dorfkerne wie Mellingen und Bremgarten. 

Das Wetter war heute nicht besonders gut. Schwarze Wolken hingen tief und je näher ich in die Innerschweiz kam, desto dunkler wurde es. Vielleicht deshalb, habe ich heute kaum andere Personen auf diesen Wegen getroffen. Autos, ausser dort wo die Radroute auf einer „richtigen“ Strasse fĂĽhrt, hatte es natĂĽrlich nicht, weil die meisten Wege ja mit Fahrverboten fĂĽr die Autos und Motorräder belegt sind.

In Rotkreuz angekommen, fand ich zufällig die Radroute Nummer 9 (Seen-Route) für die Richtung nach Luzern. Warum nicht die auch noch?

Rotkreuz

In der Nähe von Rotkreuz

Nach dem Ăśberwinden eines HĂĽgels, fĂĽhrte sie bei Gisikon schon bald an die Reuss hinunter. Vieles war diesmal loser Strassenbelag. Vieles fĂĽhrte durch den Wald. Oftmals in Sichtweite der Reuss. Es scheint, als ob es hier in den letzten Tagen ziemlich heftig regnete und / oder windete. Ăśberall lag abgebrochenes Holz oder grĂĽnes Laub auf dem Boden herum. Aber auch hier, traf ich ausser ein paar Hundebesitzern und einigen Radfahrern niemanden sonst an. Ich konnte ziemlich zĂĽgig durch den Wald brettern.

Radwanderroute Nummer 9

Radwanderroute Nummer 9

Es war kurz vor Luzern, als ich die Abzweigung der Radroute Nummer 3 (Nord-SĂĽd-Route) beinahe ĂĽbersehen hätte. Als nächste Ziele waren darauf Sempach und Aarau angegeben. So langsam wollte ich ohnehin den Heimweg antreten. Auch hier sollten es nochmals 50 KM Radroute werden, bis ich im Aaretal ankommen wĂĽrde. 

Schweiz Mobil

Abzweigung der Radroute 3 in Emmen-Dorf

Dieser Streckenabschnitt war deutlich abwechslungsreicher als die letzten gut acht Kilometer seit Rotkreuz.

Zuerst musste ich kurz nach Emmen den einzigen nennenswerten HĂĽgel fĂĽr heute hinauf fahren.  Durch Wohnquartiere, entlang einer Bahnlinie, ĂĽber die Autobahn. Ich hatte eigentlich keine Ahnung, wo ich mich befand, habe mich alleine auf die roten Täfelchen der Radweg-Markierungen am Strassenrand, an Kandelabern, an Pfosten aller Art, manchmal weit ĂĽber der Augenhöhe verlassen und konzentriert. In der Nähe von Sempach kamen mir dann aber wieder Gegend und Strassen von anderen Radfahrten bekannt vor.

Auch dieser Radweg führte eigentlich meist um die Dörfer herum, kaum auf Hauptstrassen. Ausser bei touristisch, kulturell oder geschichtlich interessanten Ortschaften, da ging es meist mitten durch das Zentrum. Wie zum Beispiel in Sempach, Sursee oder auch Aarau selber.

Sursee

Sursee

Während der 50 KM von Emmen-Dorf nach Aarau, bin ich gefĂĽhlt etwa 20 Kilometer auf nicht asphaltierten Strassen gefahren. Das längste StĂĽck war wohl der Teil kurz nach Sursee entlang der Suhre. Mit meinem Adventure-Bike allerdings war das gar kein Problem. Um Schöftland herum habe ich die Radroute Nummer 3 wohl fĂĽr ein paar Kilometer verloren. Trotz der meist gut sichtbar angebrachten Markierungen, kann es halt schon mal vorkommen, dass wegen einer Baustelle oder parkierten Autos oder aus anderen GrĂĽnden ein Täfelchen nicht mehr sichtbar ist. Ich fand die Nummer 3 wieder, als ich einem anderen Radweg nach Muhen folgte. 

Ab Aarau benützte ich die Radroute Nummer 8 (Aare-Route) bis nach Hause. Ich habe mich hier ja kürzlich schon einmal über diesen Teil geäussert.

Ich bin ĂĽberrascht, wie dicht und gut vernetzt die Radwege und die Radrouten hier sind. Ich bin auch sehr ĂĽberrascht, dass man ohne Kartenmaterial, mit nur groben geographischen Kenntnissen eigentlich durchkommt. Ich glaube SchweizMobil hat einen neuen ĂĽberzeugten Fan gefunden. Nicht alleine die heutige Fahrt, auch die Fahrten der letzten Tage, haben mich von der Qualität dieser Radwege und Radrouten ĂĽberzeugt. Wesentlich dabei ist natĂĽrlich auch das richtige Rad. Mit dem Rennrad ist es sicher viel heikler auf den unasphaltierten Strecken zu fahren, als mit den relativ breiten Reifen eines Adventure-Bikes.  

Auch wenn mir die heutige Rundfahrt, fast vollständig auf Radrouten gelungen ist, heisst das nicht, dass ich künftig nur noch auf Radwegen unterwegs sein werde. 🙂

77 - 9 - 3 - 8

Brugg-Radroute 77 (Rigi-Reuss-Klettgau)-Rotkreuz-Radroute 9 (Seen-Route: Montreux-Rorschach)-Emmen Dorf-Radroute 3 (Nord-SĂĽd-Route: Basel-Chiasso)-Aarau-Radroute 8 (Aare-Route: Oberwald-Koblenz)-Brugg


 

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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