Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Ehemalige BahnbrĂĽcke vor Inden
Ehemalige BahnbrĂĽcke vor Inden

Zuerst nochmals Bahntrasse dann die Höhenmeter

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Es liess mir keine Ruhe, dass ich gestern bei der Bergfahrt von Leuk nach Leukerbad das Bahntrasse „verloren“ habe. Ich blätterte noch eine Weile im Internet, wurde bei „eingestellte Bahnen“ fĂĽndig und machte mich heute Morgen mit den neuen Erkenntnissen nochmals auf den Weg, diesmal von Leukerbad das Tal hinunter. Ich startete beim ehemaligen Bahnhofsgebäude. Dort ist heute ein BĂĽro der Schweizer Schneesportschule untergebracht.

Bahnhof Leukerbad

ehemaliger Bahnhof Leukerbad

Die ZĂĽge haben hier ausserhalb des Perrondaches, an einem sogenannten Hoch-Perron angehalten. Die Passagiere konnten also „ebenerdig“ ohne Klettern auf den steilen Treppen die ZĂĽge verlassen oder besteigen. Die Geleise mĂĽssten sich etwa da befunden haben, wo heute die Bauabschrankung linkerhand steht. Zoomt man das Bild näher heran, so kann man auch gut die Bahnhofsuhr erkennen. Sie zeigt nach nun mittlerweile 50 Jahren immer noch 12 Uhr an. Der Brunnen rechts am Gebäude ist nicht mehr in Betrieb, ebenfalls die WC-TĂĽren ganz rechts unter dem Baum sind auch verschlossen. Ein Bild dieses Bahnhofgebäudes ist ebenfalls in der recht guten Dokumentation rund um die ehemalige Station in Inden ersichtlich. Im gestrigen Posting, auf dem Foto der Wandzeichnung, wird dieses Gebäude dargestellt.

In den 50 Jahren seit der Stillegung (1967) hat sich natürlich baulich sehr viel verändert. Grösstenteils lässt sich nur noch erahnen, wo das ehemalige Bahntrasse in die Tiefe führte. Ich fahre deshalb heute links der Dala das Tal hinunter, finde dort die ehemalige Eisenbahnbrücke und ein Tunnel. Während die Strasse etwas breiter als das Bahntrasse gemacht wurde, lässt das Tunnel nur einspurigen Verkehr passieren. Strasse und Tunnel sollen aber lediglich nur noch dann benutzt werden, wenn die etwas höher gelegene Kantonsstrasse von Lawinen bedroht ist.

Weitere Trassestücke finde ich entlang der Kantonsstrasse. Sogar ein paar Halterungen für die damals wohl runden, hölzernen Stangen der elektrischen Fahrleitung sind noch da. Über eine Brücke gelange ich dann wieder hinunter nach Inden (Titelbild dieses Postings). Irgendwo sollte sich noch ein gut erhaltener Kehrtunnel befinden. Doch sei der nur über Flur und Wanderwege erreichbar. Als letztes Stück zu diesem Thema schiesse ich das Foto der Brücke über die Dala. Damals wurde sie vom Autoverkehr und der Bahn gemeinsam benutzt. Heute fährt der ganze Verkehr zwischen Leuk und Leukerbad darüber.

Bahn- und StrassenbrĂĽcke nach Leukerbad

Bahn- und StrassenbrĂĽcke nach Leukerbad

Danach trete  ich den Rückweg an. Ich kurble eine steile Strasse hinauf nach Albinen. In der Regel 10% und mehr. Die paar Spitzkehren sind etwas flacher.

Heute Morgen war das Tal bis weit hinunter mit Nebel verhangen. Während ich nun am Südhang zum Walliser Haupttal in die Höhe kurble, scheint sich der Nebel langsam aufzulösen. Albinen liegt bereits an der Sonne. Leukerbad noch im Nebel. Ich entscheide mich noch weiterhin am Südhang in die Höhe zu kurbeln.

Bergauf am SĂĽdhang

Bergauf am SĂĽdhang

Bis auf ein eher flacheres Stück auf einer Kiesstrasse, treffe ich meist auf asphaltierte Strassen. Die Steigung ist meist um 10% herum. Ich komme schön regelmässig voran. Doch bei der Chermignon-Alp, knapp an der Waldgrenze scheint es vorerst Schluss zu sein. Ein Wanderweg führt auf die Torrentalp hinüber. Die angegebenen 20 Minuten Fussmarsch kann ich aber mit Balancierkünsten über Stock und Stein und durch kleine Bächlein, sowie einer vorsichtigen Fahrweise auf dem Cyclecrosser etwas verkürzen.

Die Abfahrt von der Torrentalp nach Leukerbad hinunter kenne ich noch vom Donnerstag. Die sechshundert Höhenmeter auf der asphaltierten Strasse sind rasch vernichtet. Bei der Ankunft im Hotel hat sich der Nebel nun auch hier schon seit einiger Zeit aufgelöst.

Zuerst nochmals Bahntrasse dann die Höhenmeter

Leukerbad-Inden-Albinen-Torrentalp-Leukerbad


 

Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Rennrad

35.69KM

1263 HM
3:03 H

Nachmittags
Nebel

Grad

etwas_Wolken

9 Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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