Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

9. Etappe; ein Ruhetag mit wenig Kilometern und Höhenmetern?

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Die morgendliche Abfahrt ist schon längst zum Ritual geworden. So auch heute: die letzten ermunternden Worte von Gusti und wir machten uns auf die Fahrt. Von Sisteron schön gemütlich dem Tal der Sasse entlang Richtung Col Sarraut. Nach etwa 20 Kilometern Fahrt kamen uns die ersten Gruppen schon entgegen: es sei kein Durchkommen, wegen einer Felssprengung. Also kehrten wir wieder um und fuhren bis fast nach Sisteron zurück. Thomas, unser Leiter, suchte sich einen anderen Weg. Wir fuhren durch unzählige Dörfer und über fast so viele unzählige Hügel. Vorbei an riesigen Kornfeldern, gepflügten Äckern, Plantagen von Fruchtbäumen (vermutlich Birnen), zwischen riesigen Schafherden auf den Col du Sarraut. Später wieder tief ins Tal der Durance hinunter und dann wieder auf den Staudamm des Lac de Serre Poncon.

Auf die gemütliche Fahrt entlang des Stausees mussten wir noch etwas warten. Galt es doch zuvor nochmals eine Bergkette von mehreren hundert Höhenmetern zu überwinden.

Nach dem Mittagessen ging es dann endlich wieder an den See, und in rasantem Tempo an sein oberes Ende. Von da an fuhren wir eine zeitlang direkt am Ufer der Durance entlang. Später, erklommen wir nochmals die Höhe und fuhren durch unzählige „bäuerliche“ Weiler in einem stetigen Auf und Ab unserem Ziel Guillestre entgegen. Dann in Guillestre der letzte Schock: Unser Hotel liegt ĂĽber dem Dorf, am Ende einer 18%-Steigung.

Zum Wetter: Weiterhin sehr sonnig und warm. Morgens um neun ist es zwar noch recht kühl, doch mit den Höhenmetern zusammen reichts. Spätestens nach dem ersten Bidonfüllen (Col de Sarraut), haben wir auch temperaturmässig den schönsten Sommertag.

Zur Landschaft: Irgendwo las ich das Schild „route des fruites et des vins“ und so ist es auch: es scheint eine sehr fruchtbare Gegend zu sein. Vor allem scheint auch wieder genĂĽgend Wasser vorhanden zu sein. Ăśberall wird bewässert und gesprĂĽht. Ansonsten befinden wir uns hier mitten in einer Voralpen-Vegetation.

Die gesamte Strecke bot auch heute wieder sehr abweichslungsreiche Ein- und Ausblicke.

Stichworte zum Tag:

Strassenverhältnisse:
Weiterhin benĂĽtzen wir recht gut ausgebaute, fast menschenleere Strassen. Allerdings kann bei vielen Abfahrten eben doch nicht mit „Vollgas“ gefahren werden, weil immer wieder Flicks, oder feines Gestein rumliegt.

Besondere Erlebnisse:
Hier in Guillestre sehen wir schon ab und zu was uns morgen auf der Königsetappe erwartet. Nicht dass ich die Pässe im einzelnen gesehen hätte, aber die Bergriesen sind da und tragen ihre Schneekappe.

Fun:
Die sehr abwechslungsreiche Landschaft. Alleine das Tal der Durance, betrachtet von weit oben herab ist schon eine SehenswĂĽrdigkeit.

Statistik:
Heute sind wir während 6 Stunden und 26 Minuten 131,7 KM gefahren. Entspricht einem Durchschnitt von 20.4 KM/h. Maximale Geschwindigkeit: 64 Km. Höhenmeter nach innofiziellen Angaben: über 2000

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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