Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Doch noch ein Hunderter

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Bei Strava, der Community fĂĽr Rennradsportler stand wieder einmal eine Challenge an. Es galt, innerhalb eines Zeitfensters von drei Tagen, in einem Anlauf 79 Meilen, oder gut 128 KM, zu fahren. Es musste dieses Wochenende sein.

Da mir für meine Jahresziele weder Kilometer noch Höhenmeter fehlen, ich aber dennoch im Winterpokal ein paar Punkte abliefern wollte, war das Motivation genug. Ich suchte mir eine Strecke, möglichst flach und möglichst einfach zu fahren. Da bot sich eine Rundfahrt um den Zürichsee geradezu an. Und falls mir zu kalt sein würde, wusste ich von anderen Fahrten her, dass es etwa in der Hälfte der Strecke, beim Bahnhof Pfäffikon, einen Take-away hat. Im Sommer jedenfalls hätte man dort heisse Wienerli beziehen können. 🙂

Ich startete die Fahrt heute Morgen, kurz vor zehn Uhr. Ich machte mich auf eine Nebelfahrt gefasst. Um nicht die gleichen Strassen wie auf dem Arbeitsweg zu fahren, wählte ich heute eine etwas anderer Route nach Zürich. Bereits nach Würenlos zeigte sich am Horizont ein heller Streifen unter dem Nebel. Nach Geroldswil machte ich mir Hoffnungen auf eine sonnige Fahrt. Schon vor Zürich schien tatsächlich die Sonne. Zwar kraftlos, kaum wärmespendend, durch eine sehr dunstige Luft. Aber immerhin kein Nebel.

Die Strassen um den Zürichsee weisen kaum Höhenmeter auf, ein paar Baustellen, aber ansonsten meist gut ausgebaut, viele Kilometer sind mit Radstreifen versehen. Ich komme zügig voran. Kurz nach Meilen, ein guter Drittel der Strecke ist gefahren, mache ich meinen ersten Bananenhalt, schiesse ein paar Fotos.

am Zürichsee, Blick nach Rapperswilauf dem Seedamm am ZürichseeIn der Hälfte der Strecke, auf dem Seedamm zwischen Rapperswil und Pfäffikon, nochmals ein Halt für den Fotoapparat. Ein Blick an den Alpenrand. Es ist dies auch der Moment, an dem ich mich entschliesse, beim Take-away in Pfäffikon vorbeizufahren. Mir ist nicht kalt, fühle mich gerade richtig, um auch die zweite Hälfte der Fahrt zügig durchradeln zu können. Ich versuche weiterhin, mit ziemlich hoher Trittfrequenz durchzukommen. In Zürich, auf der Hauptverkehrsachse, ein Gnusch wegen einer Baustelle. Der Verkehr wird jedenfalls umgeleitet, hinauf in Richtung zu meinem Arbeitgeber. Da kenne ich mich aus und kann nun auch abschätzen, dass ich die 128KM ohne Zusatzrunde werde fahren können.

Zwischen Altstetten und Schlieren dann ein zweiter Bananenhalt in der Nähe des Gaswerks. Ich befürchtete, anschliessend wieder unter den Nebel tauchen zu müssen, und wollte nochmals ein paar Sonnenstrahlen, unter herbstlich farbigen Bäumen geniessen. Doch die Sonne blieb bis zum Schluss der Fahrt da. Bis auf wenige Stellen, an denen sie halt einfach um diese Jahreszeit nicht mehr über die Hügel steigt.

Es war eine schöne, herbstliche Fahrt. Nach dem Nebel, konnte ich doch noch ein paar schöne EindrĂĽcke von farbigen Bäumen und farbigen Rebbergen, vor allem entlang der GoldkĂĽste am ZĂĽrichsee mitnehmen. Die schön flache und gut ausgebaute Strasse könnte sich vielleicht auch mal gegen Ende des Winters, als Grundlagen-Training oder einfach fĂĽr den ersten 100er im Jahr eignen. Landschaftlich finde ich die Seite der GoldkĂĽste, die östliche Seite, die schönere. Man sieht dort ab und zu bis zu den Alpen hinĂĽber und zudem ist es die Seite, die von der Sonne länger beschienen wird. Die andere Seite, die westliche Seite, ist stärker ĂĽberbaut, gibt aber mindestens „gefĂĽhlt“, öfter den Blick auf den See. Auch das hat natĂĽrlich seinen Reiz.

Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Rennrad

136KM

626 HM
05:03 H

Nachmittag
dunstig

Grad

dunstig

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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