Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

6. Etappe: Luz St. Saveur nach Eaux Bonnes

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Die Sonne hatte gerade den Kampf gegen Wolken und Nebel gewonnen, als wir uns nach dem Morgen gegen neun Uhr auf unsere Renner setzten. Die erste Abfahrt fĂĽhrte durch den noch sehr kĂĽhlen und felsigen Taleinschnitt des Gave de Pau in Richtung Lourdes.

Bei wolkenlosem Himmel und angenehmer Temperatur zweigten wir nach der Durchfahrt des Taleinschnittes des Gave de Pau nach Villelongue in Richtung unserers ersten Passes, dem Borderes ab. Durch ein lieblich anmutendes Tal, entlang eines kleinen Sees und des zugehörigen Bächleins, kamen wir auf einer zwar schlechten aber auch wenig befahrenen Strasse bis nach Arcizans. Von da an noch ein paar wenige Spitzkehren und eine steile Auffahrt auf den Borderes und der erste Pass (1156 MüM) war geschafft. Anschliessend eine Abfahrt hinunter nach Aucun auf schlechter, schmaler und geflickter Strasse. Man merkte richtig, dass hier die Tour de France wohl noch niemals durchgekommen ist.

In Aucun teilten wir die Gruppe auf. Die schnelleren und stärkeren Gäste nahmen den Spandellas unter die Räder. Ich entschied mich für den Col du Soulor. Nach wenigen Kilometern auf wiederum einer sehr guten Strasse, allerdings mit mehreren giftigen Rampen darin, kamen wir auf dem Col de Soulor an. Ein kleines Pässchen auf 1474 Meter über Meer, mit einem wunderbaren Panorama auf die Pyrenäenberge der näheren Umgebung. Unter anderem auch auf den Aubisque, unserem letzten Pass für heute. Auf dem Col du Soulor genossen wir die Sonne, asssen von dem wunderbaren Brombeerkuchen vom Kiosk und tranken Kaffee und Mineralwasser bis die Kollegen vom Spandellas eintrafen.

Als sich auch die verpflegt hatten, fuhren wir dann gemeinsam hinĂĽber auf den Aubisque.

Vom Col du Soulor nach dem Aubisque führt die Strasse zuerst ein kleines Stück hinunter um dann auf den Aubisque zu steigen. Das Gefälle nichts besonderes ausser vielleicht einer gröberen Rampe im Aufstieg, dafür ein wunderbares Panorama durch das ganze Tal. Die Strasse selber schlängelt sich auf einem schmalen Felsband hinüber auf die andere Talseite. Wahrscheinlich erlebten wir heute zum ersten Mal auf unserer Tour, wie schön die Pyrenäen sein könnten, würde man mehr sehen. Denn auch auf dem Aubisque herrschte heute eine wunderbare Aussicht. Gemäss unserem Leiter, Beat Gfeller, soll zum ersten Mal schönes Wetter auf dem Aubisque herrschen. Da sich der Aubisque in einer ersten grösseren Bergkette der westlichen Pyrenäen befindet, staut sich hier ständig das regnerische Wetter vom Atlantik.

Anschliessend eine zĂĽgige Fahrt vom Aubisque direkt in unser Hotel in Eaux Bonnes. Auch hier eine Neuheit fĂĽr mich: 13 Kilometer Talfahrt bei schönstem Sonnenschein, angenehmer Temperatur. Man spĂĽrt bei der Ankunft noch die FĂĽsse und auch die Finger brauchen keine Wiederbelebungsversuche. Das einzige hinderliche fĂĽr grosse Tempi: die geflickte Strasse und die „Animaux en libertĂ©“, was soviel bedeutet wie KĂĽhe und Pferde auf der Strasse. Selbstverständlich liegen vor den entscheidenden Kurveneingängen mächtige Kuhfladen auf der Strasse, welche in der Regel ein zĂĽgiges Bremsen verhindern.

Details zur heutigen Fahrt:
64.11 KM
64.0 KM/h Maximale Geschwindigkeit
1700 Höhenmeter
3:30 Stunden Fahrzeit
18.3 KM/h Durchschnitt
Kartenausschnitt 6. Etappe:Pyrenäenrundfahrt 2005
Fotoalbum: Foto/Fotoalbum

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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