Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

SBB Knigge

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FrĂĽh Morgens, der Zug kommt von Basel und fährt bis zum Flughafen ZĂĽrich-Kloten. Bekannt ist er allgemein unter dem Namen „Flugzug“. Ein Interregio, der ein paar Mal mehr anhält als andere ZĂĽge. DafĂĽr ist er gut besetzt, vor allem mit Ferien-Reisenden und viel Gepäck. Schon bei uns, auf der ZĂĽrcherseite des Bözbergs. Dabei zieht es die arbeitende Bevölkerung diesseits des Bözbergs ohnehin eher nach ZĂĽrich als nach Basel. Nebst einigen Baslern, die sich auch noch nach ZĂĽrich, beziehungsweise wenigstens nach Altstetten, verirrt haben. Um es klarer zu sagen: eigentlich kommt der Zug schon fast voll hier an und hat noch die grossen Agglomerationen wie Baden und Dietikon vor sich.

Diese Ausgangslage hat heute wohl den begleitenden Zugchef veranlasst, persönlich zum Mikrofon im Zug zu greifen.

„Hier spricht der Zugchef“ waren seine ersten Worte. Normalerweise folgen nach einem solchen Auftakt keine angenehmen Meldungen. Verspätungen, technische Defekte, Anschlussprobleme von oder auf andere ZĂĽge werden da mitgeteilt, durch die Lautsprecher geknattert. Meist und mindestens in Deutsch, Französisch und Englisch, vielleicht auch mal in Italienisch, jedenfalls kann dann fĂĽr längere Zeit die Zeitung beiseite gelegt werden.

Doch heute war das anders. Es folgte der Hinweis, dass das Gepäck in die Gepäckablage gehöre. Grössere Stücke können auch zwischen den Rücklehnen der Sitzbänke verstaut werden oder auch auf den Knien der Passagiere habe es noch Platz. Die neuen Gäste der nächsten Stationen wären auch froh um einen Sitzplatz. Es folgten noch ein paar motivierende Ergänzungen. Nach der deutschen Durchsage war Schluss mit Belehrung. Schluss bis zum nächsten Bahnhof jedenfalls.

Alles verständlich und nachvollziehbar. Doch die ausländischen Feriengäste, die vielleicht in noch dösender oder wenigstens vorgetäuschter Schlafstellung auf die englische, französische oder italienische Durchsage warteten, liessen sich jedenfalls mal sicherheitshalber nichts anmerken. Ich wage sogar zu behaupten, dass die Durchsage rein gar nichts bewirkt hatte, jedenfalls nicht in meiner näheren Umgebung. Das Platzproblem lösen die Passagiere ohnehin unter sich.

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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