Windig, warme Runde

Unterwegs im Bünztal

Eine Runde für die Statistik. Phantasielos, ohne grosse Motivation, einfach unter einer grauen Wolkendecke gegen den Wind hin und wieder zurück. Das GPS registrierte 70.1 KM und 558 Höhenmeter.

Es war irgendwie schwierig, die Lufttemperatur abzuschätzen. Wohl zeigte das Thermometer eine tiefe, zweistellige Zahl an, doch der Wind im Quartier schien kühl zu sein. Sonnenschein war nicht zu erwarten, sogar ein paar Tropfen Regen fielen. Was tun?

Aus dem Quartier hinaus rollte ich in die Richtung mit dem hellsten Himmel. So gelangte ich wieder ins Reusstal. Der Wind als Gegenwind kühlte zwar, es war aber zum Aushalten. In der Ferne leuchteten die Alpen, aber über dem Kopf hing die graue Wolkendecke. 

Ich rollte ohne Plan, irgendwie phantasielos, mit wenig Motivation, das Reusstal hinauf.

caption id=““ align=“aligncenter“ width=“800″Storch im Reusstal Storch im Reusstal/caption

Da kam mir dieser Storch gerade recht. Kurze Pause, fotografieren. Irgendwo im Reusstal soll es eine Storchenkolonie geben, da bleiben dann die Tiere jeweils im Winter bei uns. Er pickte irgendwelche Viecher aus der Wiese zusammen. Kaum einmal gefror diesen Winter diese Wiese. Ich denke nicht, dass die Tiere längere Zeit auf ihre Leckerbissen verzichten mussten. Diesen Winter sollen wir ja seit der Aufzeichnung der Wetterdaten den wärmsten Winter gehabt haben. 

Während ich so dahin sinniere, bekomme ich langsam den „Kragen voll“ von diesem ewigen Gegenwind. 

caption id=““ align=“aligncenter“ width=“800″Unterwegs im Reusstal Unterwegs im Reusstal/caption

In Birri gebe ich es auf. Verlasse das Reusstal über einen Hügel hinauf nach Muri und gelange so ins Bünztal. Am Bahnhof in Muri genehmige ich mir eine kleine Stärkung, beginne aber bald zu frösteln. Die Wärme der arbeitenden Beine fehlt.

Ich mache mich auf den Heimweg. Das Bünztal hinunter. 

caption id=““ align=“aligncenter“ width=“800″Unterwegs im Bünztal Unterwegs im Bünztal/caption

Gleiche Stimmung, gleicher Himmel, gleicher Wind. Zwar nicht mehr ganz von vorne, aber immerhin von der Seite. Teils auch recht heftig. 

In glossary slug=’gemeinde-wohlen’Wohlen/glossary schaffe ich es gerade noch, durch die Stadt zu fahren, bevor der Fasnachtsumzug beginnt. Jedenfalls schlendern Herscharen von Eltern mit Kindern und Jugendliche kreuz und quer über die Strassen in Richtung Zentrum. 

caption id=““ align=“aligncenter“ width=“800″über das Birrfeld über das Birrfeld/caption

Auch die letzten Kilometer weiterhin die selbe Stimmung, die gleiche Beleuchtung, der gleiche Wind. 

Das war eine Fahrt für die Statistik. Es war auch kein Hungerast, der sich bei mir manchmal auf diese Art und Weise zeigt. Es war vielleicht einfach der „Verleider“, von einem Winter, der nicht wirklich stattgefunden hat. Gefühlt meist zu warm, ausser während der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Oft trocken, oder dann derart heftige Regenfälle und Stürme, dass Radfahren draussen kaum Freude bereiten konnte. Ein Winter mit nur einem einzigen Bildchen einer halbwegs verschneiten Wiese (Staffelegg-Passhöhe).  

Frust? Schon möglich, sogar die Wattmessung an meinem Rad bemerkte meine miese, phantasielose Stimmung und Fahrweise. Sie beurteilte meinen Leistungszustand konstant mit „Minus“ während den ganzen drei Stunden Fahrzeit. Sogar nach dem Zwischenhalt in Muri, stieg dieser Leistungszustand nicht an. Das dürfte seit der Montage der Wattmessung im letzten Sommer ein Novum sein.

Und doch erreichte ich bis am Schluss eine Durchschnittsgeschwindigkeit mir der ich eigentlich zufrieden sein.

caption id=““ align=“aligncenter“ width=“800″Windig, warme Runde Brugg-Windisch-Hausen-Birrfeld-Birrhard-Mellingen-Tägerig-Nesselbach-Niederwil- Fischbach-Göslikon -Bremgarten-Hermetschwil-Besenbüren-Rottenschwil-Birri-Muri-Boswil-Bünzen-Waltenschwil-Wohlen-Hendschiken-Othmarsingen-Mägenwil-Birrhard-Hausen-Windisch-Brugg/caption

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