Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Espiritu Santo
Espiritu Santo

Besuch bei Einsiedlern und dem Christo

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Manchmal fahren wir mit unseren G├Ąsten an H├╝geln vorbei auf denen Statuen oder kleine Kapellen tronen. Auch sonst gibt es vielleicht etwas versteckt noch weitere Einsiedeleien. Der heutige Karsamstag k├Ânnte ja der ideale Anlass sein, diese mal etwas n├Ąher zu betrachten. Allerdings reichte die Zeit heute nicht, um auch den gr├Âssten und vielleicht auch weitherum bekanntesten Ort, den Puerto de la Virgen, zu besuchen.

Mit einer Gruppe von abreisenden G├Ąsten und Guides fuhr ich mit ins Hinterland. In El Real trennte ich mich von dieser Gruppe und machte mich auf den Weg zur „Cabezo de Maria“. Eine kleine Kapelle, auf einem etwa 200 Meter hohen H├╝gel.

Cabezo de Maria

Cabezo de Maria

Ein Hirte soll hier mal eine Erscheinung gehabt haben und hat dann zu Ehren von Maria eine Einsiedelei bauen lassen. Heute ist es eine kleine Kapelle f├╝r vielleicht 10 Personen. Die Aussicht ├╝ber die Ebene reicht bis an die n├Ąchsten Gebirge und nat├╝rlich auf das Meer hinaus.

Cabezo de Maria

Cabezo de Maria

W├Ąhrend der Fahrt weiter nach Vera hatte ich auch endlich einmal Gelegenheit, einen der neuerdings bl├╝henden farbigen B├╝sche zu fotografieren. Noch ist zwar Gelb und Gr├╝n die vorherrschende Farbe, doch langsam mischt sich auch Violett und Rot in das Blumenmeer.

Es wird farbiger

Es wird farbiger

Es k├╝ndete sich auf der Strasse schon l├Ąngere Zeit an. Die Strasse war ├╝bers├Ąht mit frischem Ziegenkot. Hinter dem Geb├╝sch in der sch├Ânen Abfahrt entlang der Orangenb├Ąume, und kurz vor der steilen Auffahrt auf die andere Seite des Bachbettes, da standen sie.

Ziegenherde unterwegs

Ziegenherde unterwegs

Ich schaute einen Moment zu, wie der begleitende Hund (links aussen, das fast einzige weisse Tier), seine Herde um die Ecke trieb, auch die letzten Ziegen aus dem Geb├╝sch trieb und einer abtr├╝nnigen Ziege wohl etwas zu Nahe geriet. Denn das laute Meckern der Ziege veranlasste den Hirten zu einem lauten Ruf. Der Hund liess von der Ziege ab, die Ziege reihte sich wieder in die Herde ein.

Nach diesem kleinen Unterbruch gelangte ich nach Vera. Da steht die Christo-Figur auf einem grossen H├╝gel. Auch hier fahren wir ziemlich regelm├Ąssig mit unseren G├Ąsten daran vorbei.

Christo von Vera

Christo von Vera

Ein Weg mit einigen Schautafeln f├╝hrt von Vera hinauf auf den H├╝gel. Leider ist alles nur in spanischer Sprache, mit ein paar Bildern, dargestellt. So weit ich das verstanden habe, f├╝hrte hier im 9. Jahrhundert eine gr├Âssere Handelsroute nach Granada vorbei. Um 1243 bildete sich um den Rio Almanzora, der hier ganz in der N├Ąhe sein Bachbett hat, eine Grenze. M├Âglicherweise in Zusammenhang mit der Christianisierung, also ein Glaubenskrieg. 1488 m├╝ssen gr├Âssere K├Ąmpfe an dieser Grenze stattgefunden haben. 1518 zerst├Ârte ein Erdbeben die Burganlage vollst├Ąndig.

Auf dem Weg zum Gipfel werden an verschiedenen Tafeln die Wohneinheiten dieser Burgbewohner dargestellt. Mindestens teilweise waren diese in den sandigen H├╝gel hineingebaut worden. Auch eine arabische Einsiedelei geh├Ârte dazu. Es wird auch dargestellt, wie man sich Wasser beschaffte und speicherte (auf diesem einsamen, freistehenden, sandigen H├╝gel).

F├╝r mich als Radfahrer, der sein Rad nicht gerne alleine stehen l├Ąsst, bedeuteten diese beiden Aufstiege zur Cabezo de Maria und zu diesem Christo von Vera, mehrere dutzend Treppenstufen in br├╝tender Hitze mit geschultertem Rad. Hinauf und Hinunter. Aber es hat sich gelohnt. So lernte ich wieder ein kleines bisschen Geschichte aus einer kleinen Ecke von Andalusien kennen.

Um es doch noch genau zu nehmen: es ist nicht der Christo, sondern „nur“ Espiritu Santo, also der Heilige Geist.

Zur Cabezo und dem Cristo

Mojacar-Garrucha-Gartenstr├Ąsschen-Vera-El Real-Antas-Vera-Palomares-Garrucha-Mojacar


 

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Autor: Urs

W├╝rde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher f├╝r lange Ausfl├╝ge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein f├╝r dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelm├Ąssig ├╝ber meine Fahrten.

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