Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

weisse MandelblĂĽten
weisse MandelblĂĽten

Triple AAA, mein Top-Erlebnis 2017

| 2 Kommentare

Der Sommer ist vorbei, der Herbst steht vor der Türe. Sicher könnte noch das eine oder andere grössere oder schönere Erlebnis dazu kommen. Doch ich glaube, mein persönliches Top-Erlebnis durfte ich dieses Jahr bereits in der ersten Hälfte des Jahres erleben.

Aargau - Andalusien

Aargau – Andalusien – Aargau

Zwei mal 2000 Kilometer auf dem Rad. Einmal vom Winter in den Frühling und das zweite mal vom südlichen Sommer in den nördlichen Sommer.

Einmal bei Regen und Schneefall gestartet, …

Wie angekĂĽndigt: es schneit

Wie angekĂĽndigt: es schneit

… ab den Pyrenäen dann gelegentlich auch mal Sonne und etwas Wärmer. Das zweite Mal bei hochsommerlichen Temperaturen im SĂĽden gestartet, …

Auf dem Heimweg

Auf dem Heimweg

… gekurbelt, gelitten und gefahren bei andauernder Hitze und im Norden im Sommer angekommen.

Einmal auf dem direktesten Weg, manchmal dem Meer entlang, eher flach, eher in den Tälern nach Süden. Zurück über die Pyrenäen, durch das Zentralmassiv, endlos viele Hügel, ein paar Pässe.

Beide Fahrten hatten aber trotzdem viel Gemeinsames:

  • beide hatte ich selber geplant
  • beide fĂĽhrten durch Gegenden welche ich entweder ĂĽberhaupt nicht kannte, oder allenfalls sehr flĂĽchtig.
  • beide hatten fast täglich eine Ăśberraschung bereit, forderten fast täglich meine ImprovisationskĂĽnste heraus.
  • bei beiden bin ich jeweils einmal an den Rand meiner eigenen Leistungsfähgikeit gestossen. Beide Male war das Wetter der Herausforderer.

Bei der Hinfahrt:

Immer wieder schwarzer Himmel

Immer wieder schwarzer Himmel

die Fahrt mitten durch die Lagunen. Es regnet, es ist kalt, es windet, seitlich, von vorne, grau ist der Himmel, grau ist das Meer. Meer ist rundherum. Sichtweite vielleicht 500 Meter. Nur der violette Strich auf dem Navi zeigte mir den Weg und gibt mir Vertrauen, dass da vorne schon noch irgendwo ein Weg durch das Grau ist. Es wurde langsam Nacht. Die letzten Kilometer auf der „rue des Cols“. Ich kam im Regen in der Dunkelheit im Hotel an.

Auf dem Heimweg war es die Hitze.

HĂĽgel so weit das Auge reicht

HĂĽgel so weit das Auge reicht

Nach Tagen im Zentralmassiv, tausende von Höhenmetern, das Thermometer schon die längste Zeit weit über 30 Grad. Selbst im Schatten unter den Bäumen lief mir der Schweiss wie Bäche aus den Poren. Mein Wasservorrat war beängstigend klein geworden. Es warteten heute noch über 1000 Höhenmeter und es war schon weit im Nachmittag. In der nächsten grösseren Stadt machte ich Schluss, wenigstens für diesen Tag.

  • während beiden Fahrten lernte ich immer wieder nette Leute, interessierte Leute, kennen.
  • keine Pannen, weder am oder mit dem Rad oder Anhänger, kein Unfall, keine unlösbaren Probleme mit der Navigation.
  • beide Fahrten endeten in einem GlĂĽcksgefĂĽhl, so in der Art von „Wow, das mache ich wieder einmal“.
  • bei beiden Fahrten kam ich frĂĽher als geplant am Ziel an.
  • während beiden Fahrten erhielt ich immer wieder aufmunternde, lobende Worte. Nicht nur aus meinem privaten Umkreis, sondern auch sehr viel aus der Social World.

Dazwischen elf Wochen Radfahren in Andalusien.

Blick ĂĽber Lubrin zum Marmorabbau

Blick ĂĽber Lubrin zum Marmorabbau

Fast von Anfang an Sommer pur. 6000 Kilometer durch blühende Küstenlandschaft. Es blühte immer wieder Neues. Am Anfang vor allem die Orangenbäume, später viele gelbe Blüten, ganze Hänge voll gelber Blüten, Teppiche aus rotem Mohn ohne Ende, violette Blüten, zum Schluss Oleanderbüsche in allen Farben.

In der Via Verde

In der Via Verde

 

BlĂĽhende Artischocken

BlĂĽhende Artischocken

Viel intensiver als im Vorjahr. Ab Mitte April dann auch Blumen in den privaten Gärten, an den Häusern, süss duftende Rosen, richtig schöne Farben.

Agua Amarga

Agua Amarga

Tolles Wetter, sogar weniger Wind als im Vorjahr. Nur gerade eine Woche fiel ins Wasser, doch selbst dann wurde noch gefahren.

Ob ich das wieder einmal machen würde? Ja, ich glaube schon. Vielleicht nicht mehr mit Rennrad und Anhänger, sondern eher mit Rennrad und Bepackung auf dem Rad. Vielleicht so ähnlich wie die Teilnehmer an einem Transcontinental-Race.

Aber eben, wie im Titel schon erwähnt: Triple AAA, (Aargau – Andalusien – Aargau), oder mehr Erlebnis geht einfach nicht.

Dieses Weblog am 19.09.

JahrTitel
2017Triple AAA, mein Top-Erlebnis 2017
2016Impressionen vom heutigen Besuch in Ballenberg
2014Frisch gestrichen
2013Fast wie automatisch
2010Nordic-Walking am Herbstanfang
2009Jahrestreffen Club 55
2008MerkwĂĽrdiges ...
2007Wenn der Arbeitsweg zu kurz ist
2006Samedan
2006nummer zwei
2006Bormio
2006Stilfserjoch
2005Farbenspiele
2004Musik zum Wochenende (oder zum Herbstanfang)


 

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

2 Kommentare

  1. Hey Urs
    Cooler Bericht, spannender gehts nicht.
    Dein Triple AAA-Erlebnis im 2017 ist schon so eine Sache…, bravo. Ich hoffe natĂĽrlich dich in Andalusien 2018 wieder zu sehen…, sodass wir an den freien Tagen wieder gemeinsame Ausfahrten durchfĂĽhren können.

    Bis bald
    Fredy und Ursula

  2. Hoi Urs
    das ist sicher ein wahnsinnig nachhaltiges Erlebnis. Bis bald in Brugg und hoffentlich auch wieder im 2018 in Mojacar.
    Viel VergnĂĽgen bei den Herbst Touren.

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