Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Marmor-Abbau
Marmor-Abbau

Königsetappe mitten durch die Gewitterfront

Es war die Runde über den Virgen, den nächsten Pass in unserer Nähe mit einer Höhe von 1070 Metern über Meer. Es begann alles ganz normal. Hinfahrt im Sonnenschein, bergauf im Schatten der Wolken, das war ja noch angenehm.

Passhöhe Virgen

Passhöhe Virgen

Der Schatten über der Passhöhe blieb uns auch während der Abfahrt noch erhalten. Er wurde sogar immer grösser, erste Regentropfen vielen bereits während der Abfahrt zum Mittagslunch in Albanchez.

Marmorabbruch

Marmorabbruch

Nach dem ersten richtigen Regen machten wir uns auf die Weiterfahrt. Raus aus dem Tal, hinunter nach Albox. Hinter Albox hingen die grauen Fäden des Regens an den Wolken. Wir schafften es noch davor zu wenden und in Richtung Meer zurükzufahren. Wenigstens bis Zurgena, etwa die Hälfte zum Meer, schafften wir halbwegs trockenen Rades.

Hinter uns rückte der graue Vorhang immer näher. Ich wählte einen möglichst flachen Weg zwischen den Hügeln hindurch. Doch mit einem Mal realisierten wir, dass wir von Gewitterherden umzingelt waren. Seitlich und von vorne regnete es. Erste Blitze zuckten.

Es gibt keine Wälder um unterstehen zu können, höchstens einzelne Bäume. Es blitzte und krachte zeitgleich, mehrmals. Zum Regen mischten sich die Graupel. Wir hatten insofern ein bisschen Glück, als wir einen Unterstand unter der nahen Autobahnbrücke fanden. Wir warteten bis das Gröbste vorbei war.

Auch während der Weiterfahrt: das Wasser läuft kaum von den Strassen ab. Immer wieder queren richtige Bäche die Strasse. Auf der Strasse liegt vom Wind herangewehtes Gras, und halbe Büsche, weiterer Unrat aller Art. Die vielen Schwellen auf der Strasse haben sich zu Staudämmen geoutet. Mehrmals kommt das stehende Wasser bis fast an die Pedale hinauf. Es ist zuviel Wasser, aber es fühlt sich warm an. Es macht schon fast Spass, durch diese Riesenpfützen zu fahren. Wo kann man denn das sonst noch machen.

Der Himmel hat sich wieder aufgehellt, wir erreichen das Meer, die HĂĽgel liegen jetzt hinter uns, den letzten Schauer haben wir vorbeiziehen sehen.

Bis wir im Hotel sind, sind sogar die Strassen grösstenteils wieder trocken. Die ersten Gäste wagen sich schon wieder auf Liegestühle am Pool. Nur aus den Schuhen, da tropft es noch.

Königsetappe über den Virgen

Mojacar-Turre-Los Gallardos-Sorbas-Uleila-Virgen-Albanchez-Albox-Arboleas-Zurgena-Cuevas del Amanzora-Palomares-Garrucha-Mojacar


 

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Rennrad

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Nachmittags
bewoelkt_mit_einzelnen_Sonnenabschnitten

Grad

gewitterhaft_teilweise_Sonne

18 Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

2 Kommentare

  1. Mano Hefti

    Hatten wir das nicht schon mal vor einigen Wochen…plus 2x Plattfuss!!…im Regen!!

    • Urs Himmelrich

      Ja, ganz ähnlich. Diesmal kamen wir wenigstens ohne Plattfuss durch, dafĂĽr gab’s Graupel, Blitz, Donner und Badewannen auf der Strasse. Letztmal war es höchstens Vorspiel. 🙂


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