Rheinroute, Teil 2

Rheinschlucht

Nach einem sehr ruppigen und anspruchsvollen Einstieg in den neuen Tag, wurde es ab Ilanz viel angenehmer. Wäre da nicht der Wind im Rheintal gewesen. Das GPS registrierte 159.6 KM und 862 Höhenmeter.

Der Start in den zweiten Tag war tatsächlich sehr ruppig und anspruchsvoll. Vom Hotel in Disentis direkt in eine steile Abfahrt auf Kieswegen bis an den Rhein hinunter und auf der anderen Seite gleich wieder steil hoch. Vorbei an Baustellen. Schieben war mehrmals angesagt. 

caption id=““ align=“aligncenter“ width=“800″Ruppiger Start in den neuen Tag Ruppiger Start in den neuen Tag/caption

Laut Beschreibung sollen es 20 Kilometer unasphaltierte Strassen bis Ilanz gewesen sein. Teilweise traurigste Strassenqualität mit Schlaglöchern und einer kaum zu übertreffenden Steilheit. Einmal auch nur Felsbrocken und ein andermal wenigistens ein Pfad auf Wiese. Aber irgend einmal war auch das überstanden.

caption id=““ align=“aligncenter“ width=“800″Als der Rhein noch klein war Als der Rhein noch klein war/caption

Die Kiesstrassen wurden kurz vor Ilanz sogar richtig befahrbar. 

Ich erfreute mich ab Ilanz viel lieber an den teils spektakulären Ausblicken hinunter in die Rheinschlucht. 

caption id=““ align=“aligncenter“ width=“800″In der Rheinschlucht In der Rheinschlucht/caption

Ob die Teilnehmer von 333d1 (333 KM an einem Tag), welche von Zürich gestartet sind und über die Oberalp wieder zurückfuhren, denen ich in der Rheinschlucht begegnet bin, auch soviel gesehen haben?

caption id=““ align=“aligncenter“ width=“800″In der Rheinschlucht In der Rheinschlucht/caption

Ich denke, so wie die um Sekunden und Abstände gekämpft haben, blieb nicht mehr viel Zeit für einen Blick neben die Strasse.

Die Strasse über Versam hatte ich von früheren Gelegenheiten als kleine, schmale, Verbindung zwischen Bonaduz und Ilanz in Erinnerung. Da wurde in den letzten Jahren kräftig gebaut. Viele KM sind ausgebaut, die Autos können ohne Probleme kreuzen. Aber es gibt schon noch kurze Teile mit der alten Strasse.

caption id=““ align=“aligncenter“ width=“800″In der Rheinschlucht In der Rheinschlucht/caption

Mein Weg ging nach Bonaduz. Auch da weiter auf kleinen und teils schmalen Weglein über Land, hinauf nach Tamins. Es war der Moment, als der Gegenwind einsetzte. Er blieb mir bis am Abend, hier in St. Margrethen, erhalten. Auch davor wurde ich ja im Routenbeschrieb gewarnt.

Teilweise war es eine zähe Sache. Kurz vor Landquart, als der Weg hinauf in die Rebberge abbog, habe ich ihn für einen Moment verloren. Die dunkle Wolke über den Bergen und die Regentropfen, erdrückten sämtliche Lust in mir, ein paar Kilometer zurück zu fahren. Ich fand den Weg später gerade noch rechtzeitig um in der Gegend von Maienfeld, doch noch ein paar Rebstöcke verpixeln zu können.

caption id=““ align=“aligncenter“ width=“800″Rebenstöcke Rebenstöcke/caption

Die Trauben sind aber noch sehr klein. Da müssen noch manche Stunde Sonnenschein darauf brennen und der warme Wind nachhelfen. 

Langsam bog der Rhein nach Norden. Der Radweg verlief ab jetzt meist auf dem Damm. Meist schnurgerade, vielleicht mit einer leichten Rechtskurve. 

Ich war deshalb um ein bisschen Abwechslung froh, als der Weg in Buchs über die Ebene, weg vom Rhein führte. Das gab auch endlich einmal ein paar Minuten Rückenwind. Danach ging es aber wieder auf den Damm zurück, und weiter in Richtung Norden.

caption id=““ align=“aligncenter“ width=“800″Blick nach Liechtenstein Blick nach Liechtenstein/caption

Die einzige Abwechslung ab jetzt war lediglich noch die Strecke mit der Kiesstrasse. Endlos lange kam sie mir vor. Ab und zu mal eine Brücke, ein Grenzübergang über den Rhein. Ich näherte mich langsam St. Margrethen.

caption id=““ align=“aligncenter“ width=“800″Die Brücken über den Rhein werden imposanter Die Brücken über den Rhein werden imposanter/caption

Übrigens hat es ab und zu auch andere Radler mit Gepäck unterwegs. Schon bei der Fahrt entlang der Rhone ist mir aufgefallen, dass Tandems mit Kinder-Anhänger in Mode kommen könnten. Wobei der Anhänger vermutlich nicht für den Kindertransport mitgezogen wird, sondern viel eher für das Gepäck. Wobei mir solche Gefährte „merkwürdigerweise“ immer nur auf den schönen, asphaltierten, Strecken entgegenkommen. Das war schon an der Rhone so.

caption id=““ align=“aligncenter“ width=“800″Rheinroute, Teil 2 Disentis-Surrein-Truns-Tavanasa-Ilanz-Kästris-Valendas-Versam-Bonaduz-Campagna-Tamins-Felsberg-Chur-Zizers-Igis-Landquart-Maienfeld-Fläsch-Buchs-Grabs-Frümsen-St. Margrethen/caption

table id=299 /

subscribe2