Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Riedensee
Riedensee

Zum Riedensee

Die heutige Wanderung startet vom Hotel weg an den Strand hinunter, dann alles mehr oder weniger in GriffnĂ€he zur KĂŒste nach Westen.

Am Ostseestrand

Am Ostseestrand

Etwa die HĂ€lfte des Weges können wir auf befestigten Wegen marschieren, den Rest bewĂ€ltigen wir direkt auf dem Sand. Die Ostsee hat fast keine Gezeiten. Der Rand zwischen dem Meer und dem ganz feinen Sand ist ziemlich schmal. Wenigstens solange der Sandstrand noch gesĂ€ubert ist, fĂ€llt das Wandern in diesem ganz feinen Sand ziemlich schwer. Danach gibt es einen schmalen Streifen von angeschwemmten Muscheln, kleinen Steinen und Algen. Da hat man dann wenigstens einen einigermassen guten Tritt. 

An der OstseekĂŒste

An der OstseekĂŒste

So kommen wir unter anderem am Riedensee vorbei. Einem grösseren Becken, das anscheinend seit der Eiszeit von den sich zurĂŒckziehenden Gletschern zurĂŒckgelassen wurde. Zur Info: es waren dies die Gletscher vom heutigen Skandinavien herunter. Denn im Stadtpark von KĂŒhlungsborn gibt es einen Lehrpfad zu den gefundenen Findlingen. Die allermeisten stammen aus Mittel- und SĂŒdschweden.

Riedersee

Riedersee

Dieser “Binnensee” weist aber trotzdem einen kleinen Salzgehalt auf. Denn bei gelegentlichen Sturmfluten oder heftiger See, kann durchaus auch mal eine Welle ĂŒber die SanddĂŒne in den See hinĂŒber schwappen. 

Anschliessend an die Wanderung unter der heutigen, wiederum brennend heissen Sonne, steht fĂŒr uns ein kleiner Apero bereit. 

Apero in den DĂŒnen

Apero in den DĂŒnen

ZurĂŒck zum Hotel geht es heute gezogen vom Traktor, den Pferden sei es zu heiss draussen, meinte der Bauer.

Traktor statt Pferde

Traktor statt Pferde

Nach dem Mittagessen, in einem der feinen Restaurants entlang der Ostsee-Promenade, geniessen wir den freien Nachmittag, unter anderem mit einer Stadtrundfahrt im BĂ€derexpress. 

Wir fahren an einer ganzen Reihe von Hotels vorbei. Alle nach der Wiedervereinigung schön zurecht gemacht. 

KĂŒhlungsborn Stadtrundfahrt

KĂŒhlungsborn Stadtrundfahrt

Wir erfahren dabei einiges ĂŒber die Entstehung der BĂ€derkultur an der Ostsee. Diese begann erst in den Jahren ab 1880. Damals noch getrennt nach MĂ€nnchen und Weibchen. Die Frauen badeten in der Regel in langen Kleidern. In der Anfangszeit wurden die GĂ€ste in PrivathĂ€usern untergebracht, man zĂ€hlte sie noch “im Dutzend”. Um 1890 entstand das erste Hotel, die Anzahl der GĂ€ste nahm langsam zu, man begann “in Hunderten” zu zĂ€hlen. 

Erster und zweiter Weltkrieg haben auch der BĂ€derkultur schwer zugesetzt, beziehungsweise ĂŒberhaupt ganz zum Erliegen gebracht. Viele der Hotels wurden zu Lazaretten umgebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Badebetrieb wieder aufgenommen. Im Jahre 1953 werden die meisten Hotels enteignet und unter staatliche Kontrolle gesetzt. Ein Ferienprogramm bringt dann aber viele GĂ€ste, meist FunktionĂ€re, in die Hotels. Viele der HĂ€user werden aber auch zu Pflegeheime fĂŒr Jugendliche und Schulen umgebaut.

KĂŒhlungsborn, BĂ€derkultur

KĂŒhlungsborn, BĂ€derkultur

1967 wird erstmals die Zahl von 100’000 BadegĂ€sten ĂŒberschritten. 

Nach der Wiedervereinigung gelingt es, viele der Umbauten wieder rĂŒckgĂ€ngig zu machen und die Architektur um 1900 herum wieder herzustellen. 

KĂŒhlungsborn, BĂ€derkultur

KĂŒhlungsborn, BĂ€derkultur

Zur Zeit werden in KĂŒhlungsborn eine gute Million Übernachtungen pro Jahr gezĂ€hlt.

Der heutige abendliche Spaziergang fÀllt beinahe einem heftigen Wind zum Opfer. Er peitscht das Meer ziemlich heftig auf, und blÀst den feinen Sand vor sich her. Schwarze Wolken verhindern den Blick auf einen schönen Sonnenuntergang. Dies, nachdem das Meer den ganzen Tag in völliger Ruhe unter einem stahlblauen, wolkenlosen Himmel da lag.

Weblog am 26.06.

JahrTitel
2020Ins Luzernische
2019Zum Riedensee
2017Runde am Abend
2016Rocky Mountains Tour, Tag 7, Paonia - Aspen
2015Sommerliche Stimmung
2014Wieder einmal durch das Furttal
2013Festung und Kirchen
2012Reise ans Ende der Welt 5. Tag
2011Rundfahrt um den Sempachersee
2010Passo Giau und drei weitere
20098 Tage, 5 Stunden und 45 Minuten
2008Mit RĂŒckenwind wieder aufgeholt
2007Lamastre - Die: ĂŒber die Rhone
2006verspieltes Velo
2005zu heiss
2004Wohl das hÀrteste Rennen der Welt


 

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Autor: Urs

WĂŒrde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher fĂŒr lange AusflĂŒge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein fĂŒr dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmĂ€ssig ĂŒber meine Fahrten.

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