Als Aargauer unterwegs

auf schmalen Reifen in Andalusien

Via Verde de Alcoi
Via Verde de Alcoi

Muro de Alcoy – Aspe

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Dass ich heute längere Teile der Strecke auf Via Verdes, auf Trassen von ehemaligen Eisenbahnstrecken, fahren wĂĽrde, habe ich beim Anschauen des Tracks auf GoogleEarth schon bemerkt. Dass es aber gleich zwei Strecken sein wĂĽrden ist mir dabei nicht aufgefallen. Der Einstieg in den ersten Teil war wiederum recht harzig. Auch Teile im Track fehlten. Aber als ich in Alcoi durch eine Art Bahnhofsmauern fuhr, war fĂĽr mich alles klar. Das Tunnel, in seiner charakteristischen Form, bildete denn auch den Abschluss des Bahnhofes. Die Via Verde von Alcoi, war bis jetzt das absolute Highlight dieser Fahrt. 

Via Verde de Alcoi

Via Verde de Alcoi

Wenigstens soweit sie fĂĽr Touristen präpariert wurde. Durchgehend eine Seite der Strecke asphaltiert, die andere nicht. Sämtliche Tunnels beleuchtet und ebenfalls asphaltiert. Das Gefälle durchgehend „Eisenbahntauglich“.

Via Verde de Alcoi

Via Verde de Alcoi

Immer wieder schöne Ausblicke zum Tal hinaus.

Alcoi

Alcoi

Die Bahn schlängelt sich das Tal hinauf. Manchmal im Tunnel, manchmal ĂĽber BrĂĽcken. In einem Fall sogar parallel zur Autobahn, welche etwa die gleiche Strecke zurĂĽcklegt, aber natĂĽrlich in anderen Tunnels und auf anderen BrĂĽcken. 

Einen Moment lang dachte ich an die TeufelsbrĂĽcke. Dass die eisernen Figuren zusammen mit dem Spiel von Licht und Schatten so etwas wie Gesichter erhalten, habe ich erst auf dem Foto gemerkt. Andererseits fĂĽhrt hier ja auch irgendwo die Via Augusta durch. Zufall? Absicht? Es waren keine Hinweise dazu irgendwo ersichtlich.

Zwischen den Tunnels der Via Verde de Alcoi

Zwischen den Tunnels der Via Verde de Alcoi

Wo es keine Parkplätze hat, gibt es auch keine Touristen. Nach einem der sehr langen Tunnels, war das Trasse nicht mehr asphaltiert. Der Weg verkümmerte zuerst zu einem Feldweg, später sogar eher zu einem Schleichpfad mit grobem Gravel, oder wenigstens rutschigem Waldboden und Dornengebüsch links und rechts.

Via Verde de Alcoi

Via Verde de Alcoi

Ab der höchsten Stelle folgte eine Art Zwischenabschnitt. Im Nachhinein ist mir nicht klar, was davon Via Verde war, oder was einfach fĂĽrchterliche Strassen waren. Weniger mit rauhen Steinen, 

Via Verde de Alcoi

Via Verde de Alcoi

viel eher einfach ungepflegt. Eine Fahrt zwischen Abfall, auch zweitweise mit entsprechenden Geruchsemissionen. Oder dann Sumpf und Morast. 

Via Verde de Alcoi

Via Verde de Alcoi

Ich begann auszuweichen. Auf normale Strassen. Nahm dadurch wahrscheinlich ein paar zusätzliche Höhenmeter in Kauf, aber ich kam wenigstens vorwärts und konnte auch mal einen Blick ĂĽber die Gegend schweifen lassen, statt immer nur Spurrillen auf den Wegen zu suchen. 

Unterwegs zwischen den Via Verdes

Unterwegs zwischen den Via Verdes

Mit einem Mal, war mein Track wieder ganz in der Nähe, der von mir benĂĽtzten Strassen. Von unten sah die Via Verde jetzt wieder viel besser unterhalten aus, mit Geländer, baulich irgendwie ergänzt. Ich konnte es nicht sein lassen, machte nochmals einen Versuch. 

Via Verde de el Maigmo

Via Verde de el Maigmo

Fast so toll gemacht wie die erste Via Verde. Ausser auf den BrĂĽcken lag aber ĂĽberall Kies. Wenigstens Kies den ich einigermassen gefahrlos befahren konnte und nicht immer Angst vor aufgeschlitzten Pneus haben musste. 

Via Verde de El Maigmo

Via Verde de El Maigmo

Es folgten etwa 16 Kilometer Kiesweg. Meist recht zĂĽgig, aber mit voller Konzentration, gefahren. Von der Umgebung habe ich nicht wirklich viel mitbekommen. Ab und zu huschten Olivenbäume vorbei, es wurde je länger desto flacher. 

Via Verde de El Maigmo

Via Verde de El Maigmo

Die zweite Via Verde hier in der Ăśbersicht. Ich bin zwischen dem 3. und dem 4. Tunnel von oben dazugestossen. 16 KM etwa die Strecke. In Agost endete auch der Track der Euroveloroute 8. Das waren dann also etwa 400 KM Radweg, Fernroute, Euroveloroute 8. Ich erlebte viel Abwechslung auf diesen Kilometern. Ich musste aber auch sehr viel improvisieren. Es gibt sicher ein paar interessante Streckenabschnitte. Aber ich denke, wenn man die Euroveloroute 8, Abschnitt Valencia, einem breiteren Publikum zur VerfĂĽgung stellen möchte, muss noch sehr viel getan werden. Nur einfach schwach befahrene Strassen benĂĽtzen lassen, genĂĽgt bei weitem nicht. Wegweiser, Ăśbersichtstafeln, GPS-Tracks die stimmen und durchgehend sind, Kartenmaterial,  das sind meiner Meinung nach die Mindestvoraussetzungen. Ich denke fĂĽr meinen Heimweg, werde ich kaum die Pilgerroute fĂĽr Radfahrer nach Santiago de Compostela benĂĽtzen. Ist mir einfach zu zeitraubend, zu unsicher, zu wenig stimmig.

Nach den beiden Via Verde ging es noch etwa 20 Kilometern auf wieder schönen Strassen weiter in Richtung SĂĽden. Mir ist nicht ganz klar, wie weit ich schon in die Region Alicante hineingefahren bin. Die „Grenze“ zwischen Valencia und Alicante scheint wohl ziemlich zackig zu sein. Auf der Karte betrachtet befinde ich mich jetzt wenig sĂĽdlich von Alicante. 

FĂĽr die heutige Etappe dĂĽrften die gefahrenen Kilometer deutlich zu tief sein. Unter den vielen Tunnels der Via Verde de Alcoi waren ein paar sehr lange, S-förmige, darunter. Da bleibt dann jeweils die Aufzeichnung meines GPS halt stehen. 

Das Wetter war den ganzen Tag sehr schön. In der Höhe, immerhin etwas über 800 Metern über Meer, aber noch recht kühl. Auch blies der Wind heute ziemlich heftig. Wobei es sich nur um thermische Winde gehandelt haben dürfte.

Muro de Alcoy - Aspe

Muro de Alcoy-Cocentaina-Alcoi-Ibi-Castalla-Agost-Monforte del Cid-Aspe

Relive ‚Muro de Alcoy – Aspe‘


Weblog am 03.04.

JahrTitel
2019Muro de Alcoy - Aspe
2018Via Verde und Cement-Trail
2017Farbiges Andalusien
2015Eine Runde vor dem nächsten Regen
2014TrĂĽb und grau
2013Fast wie eine Kopie
2011Ein Sonntag am Alpenrand
2009Feierabendrunde ĂĽber die HĂĽgel
2008Zum Abbau der Kalorien eine Feierabendrunde
2007Im Stadtgarten
2007Wie Schrauben
2006Lok mit Erinnerung
2005Die grossen Radrennen 2005 auf einen Blick
2004Ă„nderungen an der Homepage


 

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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