Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Aare
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Herbstfahrt, dritter Teil (Schluss)

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Der Morgen überraschte mich mit einem wolkenlosen Himmel ohne eine einzige Nebelschwade. Dem zügigen Morgenessen, Verpacken und Auschecken konnte nichts mehr im Wege stehen. Denn ich hatte mir für heute viel vorgenommen. Ich wollte möglichst den ganzen Weg der Radroute Nummer 8, der Aare-Route, folgen. Dies bis nach Hause.

Heimberg, herbstlicher Wald

Heimberg, herbstlicher Wald

Über alles gesehen, war es eine interessante, abwechslungsreiche und farbenfrohe Fahrt. Einige der Laubbäume haben zwar schon kein Laub mehr, doch das, was noch an den Bäumen hing, konnte heute nicht bunter sein. Zudem durfte ich fast den ganzen Tag von einer phantastischen Beleuchtung profitieren, denn ich hatte die Sonne meistens hinter mir im Rücken, also kaum Gegenlicht.

Die Fahrt kann man aber auch nach anderen Gesichtspunkten einteilen. Am Anfang war es sicher das flache Landwirtschaftsgebiet. Haufenweise liegen derzeit ausgegrabene ZuckerrĂĽben zum Abtransport bereit.

Haufenweise RĂĽben

Haufenweise RĂĽben

Dieser erste Teil führt am Flughafen Bern-Belp vorbei. Ein paar Hügel sind zu nehmen. Bald folgt die Stadt Bern. Der Radweg führt mitten hindurch, ist gut ausgeschildert, aber dennoch auf verkehrsarmen Strassen geführt. Ein weiteres Highlight dürfte die Fahrt entlang dem Wohlensee sein. Ein langgezogener, gestauter Teil der Aare. Heute, an diesem noch kühlen Herbstmorgen mag er sogar irgendwie mystisch wirken. Sogar die Schwäne auf dem See, scheinen noch nicht richtig wach zu sein.

am Wohlensee

am Wohlensee

Weniger mystisch, waren die teils heftig steilen Rampen entlang dieses Sees. 

Bei der Staumauer steht ein Elektrizitätswerk. Nochmals ist ein HĂĽgel zu nehmen und ich stehe vor dem Kernkraftwerk MĂĽhleberg. Endlich weiss ich, wo sich dieses befindet. Der Radweg fĂĽhrt denn auch um 3/4-tel dieser Anlage herum. Bald danach beginnt ein weiterer Abschnitt meiner Fahrt. 

am Hagenek-Kanal

am Hagenek-Kanal

In einer riesigen Schlaufe fĂĽhrt der Hagenek-Kanal durch das flache Mittelland. Immer wieder stehen entlang des Kanals grosse Tafeln zum Naturschutzgebiet. Es ist aber auch ein Gebiet, durch das die Aare kontrolliert und korrigiert hindurchgefĂĽhrt wird und dann bei Hagenek in den Bielersee mĂĽndet. Das Gebiet war ursprĂĽnglich ziemlich sumpfig und wurde immer wieder von der Aare ĂĽberschwemmt. Seit dem sie hier in einen Kanal gelegt wurde, konnte das Land darum herum entwässert und fruchtbar gemacht werden. 

Nach dem Bielersee fliesst die Aare in den Nidau-BĂĽren-Kanal.

am Nidau-BĂĽren-Kanal

am Nidau-BĂĽren-Kanal

Auch hier wurde die Aare in Zusammenhang mit der Gewässerkorrektion in einen Kanal gelegt. Dieser Kanal ist aber schiffbar. Verkehrsschiffe der Bielersee-Schiffahrtsgesellschaft können darauf bis nach Solothurn hinunter fahren. Auch hier entdecke ich ab und zu Informationstafeln zum Naturschutzgebiet.

Irgendwo nach Solothurn „verliert“ der Radweg 8 den Kontakt zur Aare. Es geht vorwiegend ĂĽber Kieswege durch die Ebene. Den Radweg 8, von uns zu Hause bis nach Aarwangen kenne ich schon. Er fĂĽhrt ohne viel Sicht auf die Aare ĂĽber viele Kilometer ĂĽber Naturstrassen. Wohl deshalb, mit dieser Aussicht auf die Weiterfahrt, habe ich kurz vor Aarwangen die RĂĽttlerei auf diesem Weg satt. Kurzerhand entschliesse ich mich nach Niederbipp hinauf zu fahren. Es gelingt mir in rekordverdächtiger Zeit und Tempo die Strecke ĂĽber Olten bis nach Aarau zurĂĽckzulegen.

Aare bei Aarau

Aare bei Aarau

Kurz vor Aarau fahre ich dann doch wieder auf den Radweg 8 zurück und verbleibe darauf dann auch fast für den ganzen Rest des Weges bis nach Hause. Die untergehende Sonne zaubert nochmals phantastische Bilder in die Aare. Während der letzten 20 Kilometer komme ich so nochmals in den Genuss eines schönen, recht warmen und vor allem immer noch sehr bunten und farbenfrohen Herbstabends.

FĂĽr mich ein wunderbarer Abschluss einer dreitägigen Fahrt durch einen makellosen Herbst. Seit ich am Samstag-Mittag in Glarus aus dem Zug gestiegen bin, habe ich nun während drei Tagen keine einzige Wolke am Himmel gesehen. Noch schöner und auch wärmer, könnte es kaum sein.  

Herbstfahrt, dritter Teil (Schluss)

Heimberg-Radroute 8 (Aare-Route: Oberwald-Koblenz) (via Thun-Bern-Biel-Olten-Aarau)-Brugg

Weblog am 16.10.

JahrTitel
2017Herbstfahrt, dritter Teil (Schluss)
2016Rundfahrt auf der Suche nach Sonne
2015GemĂĽtlich und sonnig
2014Fritschiwiese
2013Zum ersten Mal trocken diese Woche
2012Der Zeit voraus
2011Nachlese auf 100 Arbeitstage mit dem Fahrrad zur Arbeit
2010Aufgefallen
2009Ausrangiert
2008Das Thema fasziniert
2007Polizeikontrolle im dichten Nebel
2006Abenteuer oder Extremsport?
2005Rätsel gelöst
2004Euroride auf den Spuren von Hannibal?


 

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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