Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Fotoalbum, Statistik und ein paar Gedanken

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Kurz vor der Passhöhe

Kurz vor der Passhöhe

Nun sind auch diese Ferien schon wieder vorbei. Doch bevor der Alltag diese Erlebnisse wieder in den Hintergrund zu drängen beginnt, möchte ich zu dieser Fahrt noch ein paar Gedanken niederschreiben:

Ursprünglich war auch diese Reise über die Pässe, wie in den Jahren zuvor, als Sommerfahrt geplant. Sie verschob sich dann auf Ende des Sommers. Aus jetziger Sicht war das nicht einmal so eine schlechte Idee. Ich bin nicht sicher, ob es während des Sommers überhaupt eine schönere, und vielleicht sogar wärmere Woche gegeben hätte. Über alle Pässe fuhr ich in kurz / kurz. Zur Abfahrt genügte es, das leichte Windjäckchen anzuziehen. Die Ausnahme bildete der Arlberg. Da kam ich im Nieselregen und nur knapp unterhalb der Schneefallgrenze darüber. Das andere Extrem war der höchste Punkt, das Hochtor auf der Grossglocknerstrasse. Auf 2500 Meter mit Föhnwetter noch 15 Grad.

Die zweite Hälfte der Reise, die Heimfahrt von der Grossglocknerstrasse war wettermässig die schönere. Ab und zu brauchte ich vor allem gegen den Abend etwas Glück, fing vielleicht doch noch ein paar Regentropfen ein. Doch die Regenkleider blieben im Anhänger.

Meinem Lebensziel, einmal alle rennradfähigen 2000er-Pässe zwischen Wien und dem Atlantik zu überrollen, bin ich diesmal um zwei Pässe näher gekommen. Der eine, wie könnte es anders sein, die Hochalpenstrasse des Grossglockners und der zweite das Penserjoch. Alle anderen, Staller Sattel, Ofenpass, Forcola di Livigno, Bernina und Flüela habe ich bereits mindestens zum zweiten Mal und nun auch von der anderen Seite überrollt.

Wo meine Strecke durchführte, lässt sich aus den Markierungen der unten stehenden Karte recht gut ablesen. Im Uhrzeigersinn durch die Ostschweiz, über den Arlberg, dann das Inntal hinunter bis nach Wörgl. Über den Griessenpass nach Zell am See, anschliessend ziemlich genau südwärts bis Lienz. Danach dem südlichen Alpenrand entland westwärts, Vinschgau und Münstertal hinauf, über den Ofenpass und Flüelapass, entlang dem Walensee und Zürichsee nach Hause.

Insgesamt hat mein GPS dabei 1201 KM und 15136 Höhenmeter während knapp 65 Stunden Fahrzeit aufgezeichnet. Der höchste Punkt war das Hochtor auf der Hochalpenstrasse Grossglockner mit 2504 Meter über Meer. Der tiefste Punkt mit 310 Metern über Meer fand ich in Bozen. Die längste Etappe war die letzte, der Heimweg von Grüsch (Landquart) nach Hause mit gut 152 km. Die Etappe mit den meisten Höhenmetern war diejenige über die Hochalpenstrasse mit 1951 Höhenmetern.  Dies war zugleich mit 49 Kilometern auch die kürzeste. Die Etappe mit den wenigsten Höhenmetern war die Fahrt von Imst das Inntal hinunter nach Wörgl mit nur 265 Höhenmetern.

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Trotz manchen Kilometern an festgefahrenen Kies- und Sandstrassen, habe ich nur einen einzigen Plattfuss eingefangen. Und diesen erst noch an einem BahnĂĽbergang oder vielleicht an einer scharfen Kante eines Gehsteiges.

All die vielen Kommentare hier im Weblog, dann aber auch bei Strava, Google+, bei Facebook, Instagram, flickr und auf Twitter haben mein sehr schönes Erlebnis dieser Fahrt noch zusätzlich aufpoliert. Ich glaube, ich wurde in all den Jahren, während denen ich schon Sommerferien in diesem Stile machte, noch nie so aufmerksam beobachtet und begleitet. Danke vielmals für Eure Aufmerksamkeit. 🙂

Am Wertvollsten ist aber vielleicht trotz allem der Umstand, dass ich in keinen Unfall verwickelt wurde. Sei es als Selbstverursacher auf den teils recht steilen Abfahrten oder in Zusammenhang mit dem ĂĽbrigen Verkehr.

Zum Schluss noch alle meine Bilder aus der Fahrt.


 

 

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

5 Kommentare

  1. Hallo Urs,

    gestern pĂĽnktlich um 23:30 Uhr vibrierte mein iPhone, wie all die die letzten Tage. Das konntest nur Du sein!

    Es ist fĂĽr mich mittlerweile ein Ritual wie Zeitung lesen, geworden, deine Tagesberichte zu lesen.

    Danke nochmals für den schönen Start in den Tag!

    Nun beginnen fĂĽr dich wieder deine Fahrten zur Arbeit.

    Bei mir ist noch Pause angesagt. Auf der Arbeit haben die das mit den Duschen, nach 2 Monaten, immer noch nicht hinbekommen (Ăśberschwemmung Toiletten und Duschen – trocknen des Estrichs).
    Die Duschalternative ist eigentlich keine Alternative.

    Zur Zeit, um fit zu bleiben, laufe ich sehr viel und mache Freeletics (Krafttraining mit eigenem Körpergewicht).

    So, ruh dich erstmal ein paar Tage aus.

    GruĂź aus MĂĽnchen
    Frank aka radlaufmunich

  2. Hallo Frank,

    jaja, ab Montag geht es wieder los. Der Alltag wird wieder da sein.

    Ich habe frei Freeletics auch schon reingeschaut. Nur Radfahren ist vielleicht etwas einseitig. Schon seit ein paar Jahren mache ich mir Gedanken zu ergänzenden Trainings, vor allem für den Oberkörper und die Arme. Der Winter könnte ja wieder eine gute Gelgenheit sein, damit anzufangen.

    Viele GrĂĽsse
    Urs aus dem Aargau

  3. Hoi Urs
    Ich wollte noch im Nachhinein fĂĽr die wie ĂĽblich tolle Berichterstattung danken und zur gelungenen Ferienfahrt (und der Grossglocknerstrasse) gratulieren!

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