Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Durch das Vinschgau in Reichweite des Ofenpasses

| 3 Kommentare

Radweg entlang dem Adige

Radweg entlang dem Adige

Eine Etappe, bei der alles anders kam als erwartet. Geplant hatte ich, ĂŒber die Vinschgauer Höhenstrasse, also etwas oberhalb des Talbodens, zurĂŒck in die Schweiz zu fahren. Wegen der zu erwartenden Höhenmeter plante ich fĂŒr die Etappe auch nicht zu viele Kilometer. Einfach mal bis in die Schweiz.

Vor Jahren bin ich schon einmal das Vinschgau hinuntergefahren. Ich fuhr damals auf der Hauptstrasse. Einzelne Abstecher auf Radwege hinaus, endeten meist in einem Schotterbett. Da hat sich jetzt vieles geÀndert.

Apfelplantagen fast ohne Ende

Apfelplantagen fast ohne Ende

Schon gestern nach Meran, fuhr ich grösstenteils auf einem wirklich schönen und durchgehend geteerten Radweg. So bog ich denn heute rasch wieder von der stark befahrenen Hauptstrasse auf die Fortsetzung des gestrigen Radweges. Er fĂŒhrte oft in der NĂ€he des Flusses Adige am Talboden in die Höhe, durchfuhr Ortschaften meist nur am Rande. DafĂŒr mitten durch kilometerlange Obstplantagen. Ab und zu Abzweiger zu einer der zahlreichen Schlossruinen, Museen oder auch Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten.

Überreste einer römischen Wasserleitung?

Überreste einer römischen Wasserleitung?

Hin und wieder wechselte ich zurĂŒck auf die Hauptverkehrsstrasse, nur um nicht meinen violetten Strich auf dem NavigationsgerĂ€t ganz aus den Augen zu verlieren, denn ich wollte ja „oben durch“. Der Verkehr auf der grossen Strasse war ganz ordentlich. Nach einer Baustelle fuhr ich wieder zurĂŒck auf den Radweg. Das muss wohl der Moment gewesen sein, in dem ich meinen Navigationspfad verloren habe. Der Radweg bog ab, auf die linke Talseite, ĂŒber den Adige, in den Wald. Eine Warntafel machte auf eine folgende „Schotterstrecke“ aufmerksam. Es war nicht so schlimm, hatte ich im Inntal auch schon. Hartgefahrene Sandpiste mit Kies und ein paar Wasserlachen vom gestrigen Gewitter.  Eine einzige steile Rampe, das Hinterrad drehte trotz der Belastung des AnhĂ€ngers kurz durch. Danach war es wieder eben und geteert.

Wie die Welt doch klein ist, Brugg mitten im Vinschgau

Wie die Welt doch klein ist, Brugg mitten im Vinschgau

Mit einem Mal gab es nur noch einzelne Obstplantagen, dafĂŒr schien jetzt die Fischzucht der Erwerbszweig zu sein. Der Radweg war ein hin und her zwischen Bahngleisen, FussgĂ€ngersteigen, HolzbrĂŒckchen. Eine dieser Kanten hat dann wohl das Leben des Schlauches im schmalen Reifen des Rennrades gekostet. Es war ein Schleicher. Ich spĂŒrte, dass ich jetzt wohl etwas GlĂŒck gebraucht hĂ€tte. Doch schon bald fing das Hinterrad zu wippen und zu schwimmen an. Ich hatte gerade noch Zeit, mir ein schattiges PlĂ€tzchen fĂŒr das Mittagessen und den Schlauchwechsel zu suchen.

Plattfuss flicken und Mittagessen aus dem AnhÀnger

Plattfuss flicken und Mittagessen aus dem AnhÀnger

Nach der Reparatur und dem Mittagessen aus den NotvorrĂ€ten im AnhĂ€nger, war es nicht mehr weit bis zur Abzweigung links ins MĂŒnstertal rechts auf den Reschenpass. Ich nahm die letzte Steigung fĂŒr heute zur Schweizer Grenze hinauf. Über dem Gebiet Umbrailpass und Stilfserjoch, zogen sich Regenwolken zusammen. Der eine Schauer erreichte nur knapp nach mir das Hotel in MĂŒstair.

Wo es morgen weiter geht

Wo es morgen weiter geht

Einigermassen ĂŒberrascht stellte ich fest, dass trotz der gefĂŒhlten flachen Fahrt, ausser dem letzten Anstieg in die Schweiz, 800 Höhenmeter zusammengekommen sind.

Nun sind es noch zwei PĂ€sse, bevor ich dann eine lange, ziemlich flache Fahrt bis nach Hause haben werde. Da ich genĂŒgend Zeit habe, werde ich wohl Morgen den Ofenpass und am Mittwoch den FlĂŒelapass fahren.

Rabland(I/SĂŒdtirol) nach MĂŒstair (CH/GR)

Rabland(I/SĂŒdtirol) nach MĂŒstair (CH/GR)

Loading
Karte zentrieren
Verkehr
per Fahrrad
Transit


 

Print Friendly, PDF & Email
Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Roubaix mit Anhaenger

57.03KM

806 HM
3:27 H

Nachmittags
schoenster_Sonnenschein

Grad

gewitterhaft_teilweise_Sonne

20 Grad

Autor: Urs

WĂŒrde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher fĂŒr lange AusflĂŒge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein fĂŒr dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmĂ€ssig ĂŒber meine Fahrten.

3 Kommentare

  1. Ramon Clifford Grau

    Nimm no en Öpfel…. Die sind Hammer dete 😉

  2. Urs Himmelrich

    ich han aber au de traktor gseh mit den sprĂŒtzmittel 🙁

  3. Ist doch alles Bio oder ;-),
    Bin auch öfters mal im Vinschgau am Biken,super Gegend,der Radweg durch das ganze Tal ist wirklich hervorragend gemacht,es empfiehlt sich diesen nicht zu verlassen,die Einheimischen sehen es auch nicht gerne wenn man Ihnen auf der Extrem stark befahrenen Hauptstrasse auch noch im weg ist,da diese teilweise nicht gerade breit ist und stĂ€ndig Gegenverkehr herrscht kann man da fast nicht Überholen.
    WĂŒnsche weiterhin gute Fahrt.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


ï»ż