Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Sportstracker-Erfahrung, Teil 4

Ich habe mich hier ja vor ein paar Tagen, ziemlich begeistert über die Androiden-Applikation Sportstracker geäussert. Ich habe sie auch unter reellen Bedingungen auf dem Fahrrad ausprobiert, bis hin zu einer Liveaufzeichnung und dem elektronischen Coach im Ohr.

Um es vorweg zu nehmen: ich bin immer noch davon begeistert und werde sie höchstwahrscheinlich auch in Zukunft für sportliche Fahrten auf dem Arbeitsweg weiter nutzen. Möchte deshalb hier meine Einschätzung zur Applikation abgeben:

Die Applikation und die Aufzeichnungen und Auswertungen bei Sportstracklive:

  • … sind ganz klar geeignet und ausgelegt fĂĽr Training. Nach meinem Empfinden zeichnet das Gerät zwar genauer auf als mein Garmin (GPSmap60csx), aber wegen der sportlichen Fahrerei natĂĽrlichauch viel mehr Merkpunkte und Daten. FĂĽr normale Ausflugsfahrten ohne sportliche Ambitionen, dĂĽrfte die Applikation daher deutlich „ĂĽberausgerĂĽstet / overengineered“ sein.
  • … lassen sehr gut eine Analyse der Strecke und des eigenen Fahrverhaltens zu. Ich, der ich während den Tests immer die gleiche Strecke hin- und hergefahren bin, weiss jetzt ziemlich genau, wo auf der Strecke noch etwas mehr drinliegen könnte.
  • … unterstĂĽtzen mit ihrer Fähgikeit, die letzten Rekorde auf GoogleMaps darzustellen, auch die Suche nach neuen „persönlichen Rekordmöglichkeiten“.
  • … können durch die geeignete Auswahl von Tags auch mehrere Fahrer miteinander vergleichen. Ein Feature, das sicherlich von Radsportvereinen genutzt werden kann, Womit ich aber als „Alleinfahrer“ nichts anfangen konnte.
  • … berechnen eine ganze Anzahl von persönlichen Bestleistungen. Die einen abhängig von den schnellsten gefahrenen Metern und Kilometern, die anderen abhängig von schnellsten gefahrenen Minuten und Stunden. Mindestens in der Anfangsphase eines Trainings liegt so immer ein motivierendes Ergebnis drin. Mit der Zeit, werden diese positiven Erlebnisse dann halt naturgemäss etwas dĂĽnner gesäht. Die aktuelle Fahrt, wird immer mit den vorhergehenden persönlichen Bestleistungen verglichen. Man kennt also dauernd seine eigene Leistung im Vergleich zur Höchstleistung.
  • … bieten einen Live-Coach an, eine freundliche, jung klingende Damenstimme: Abhängig von Parametern der Zeit und Distanz, sowie der persönlichen Bestleistungen, kann sie einem direkt ins Ohr flĂĽstern, wie schnell und wie lange man schon unterwegs ist. Je nach Einstellung gibt sie auch an, welches die nächst beste Bestleistung ist, falls man diese noch nicht erreicht hat. Wirkt jedenfalls unheimlich motivierend.
  • … unterstĂĽtzen auch die Livefunktionen. Statt nur im Androiden aufzuzeichnen und nach dem Ende der sportlichen Tätigkeit hochzuladen, kann bei Beginn der Fahrt auch der Live-Modus eingeschaltet werden. Damit werden dann alle Merkpunkte sofort hochgeladen und interpretiert. Startzeitpunkt, Bestleistungen und Endzeitpunkt sind sofort sichtbar und können je nach Einstellung auch sofort auf Twitter und Facebook veröffentlicht werden. Funktioniert tadellos. Wenigstens in meinem Testgelände im Limmattal und dem unteren Aaretal wo sich genĂĽgend Swisscom-Antennen befinden. Getestet während der ĂĽblichen Rushhour des Abendverkehrs
  • … schonen, oder ĂĽberfordert wenigstens den Akku des Androiden nicht. Gut 80 Minuten Fahrt mit Offline-Aufzeichnung und anschliessendem Upload der Daten, liessen den angezeigten Akkustand um 10% sinken. Die Applikation lässt aber auch zu, dass sie im Aufzeichnungsmodus, also ohne Live-Verbindung, im Flugzeugmodus des Androiden betrieben werden kann und damit den Akku noch besser schont.
  • … archivieren 10 Fahrten auf dem Androiden. Bei Sportstracker ist nicht ersichtlich, wie lange archiviert wird.

Die Applikation überzeugte mich mit ihrer Präzision und den vielen Möglichkeiten derart, dass ich mir jetzt auch noch den dazupassenden Pulsgurt bestellt habe. Dann würden nämlich einerseits während der Fahrt auch noch die Herzfrequenz aufgezeichnet und damit ist dann auch ein Indoor-Training (Spinning) möglich. Kann mir auch vorstellen, dass die Berechnung der verbrauchten Kalorien etwas genauer wird. Diese Berechnung beruht jetzt lediglich auf meinem Gewicht, Alter und der Dauer der sportlichen Tätigkeit. Die gleiche Strecke immer schneller gefahren, braucht so gesehen, immer wenige Kalorien. 🙂

Ăśbrigens funktioniert die Applikation nicht nur fĂĽr das Radfahren. Alles was irgendwie mit Bewegung draussen gemacht werden kann, kann aufgezeichnet werden. Wandern, Skifahren, Mountainbiken, sogar Autofahren, Kanufahren, Windsurfen usw.

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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