Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Über dem Lago d'Idro
Über dem Lago d'Idro

Die AbkĂŒrzung

| 2 Kommentare

Der Tag begann heute in Edolo. Die Strassen vom Tonale und Aprica treffen sich hier. Auch in Richtung Mailand scheint ein grösseres Verkehrsaufkommen, wenigstens in den Morgenstunden, zu herrschen. Ich bin davon nicht so sehr betroffen, denn die „MailĂ€nder“ nehmen schon bald die Autostrasse, wĂ€hrend ich natĂŒrlich auf den normalen Hauptstrassen bis Breno hinunterfahre. Etwa 30 Kilometer weitere Talfahrt. Schnell komme ich vorwĂ€rts. Die Temperatur steigt aber auch schnell. Eine Anzeige bei einer Apotheke zeigt bereits um 10 Uhr 37 Grad an. Mein GPS auf dem Lenker ist aber noch nicht ganz so weit und begnĂŒgt sich noch mit knapp 30.

In Breno ist der Einstieg zum Grocedomini sehr hart, sehr steil. Aus der bisherigen Abfahrt heraus, fĂŒhlt sich das wie senkrecht hinauffahren an. Doch bald wird es vernĂŒnftiger steil. WaldstĂŒcke spenden etwas Schatten, Spitzkehren zeigen immer wieder, was man schon erledigt hat. Doch die Kurblerei ist hart, endlos fĂŒhlen sich die 20 Km an, die Höhenmeter wollen nicht recht unter den RĂ€dern durchrollen. An der Sonne ist es sehr heiss. Mein Garmin hat die 30 Grad Grenze schon lĂ€ngst geknackt. Immer wieder wechseln steile StĂŒcke mit etwas Flacheren ab. Ich marschiere, fahre, fahre stehend, wechsle immer wieder ab.

Nach der Mittagszeit ziehen plötzlich Wolken ĂŒber die vermutete Passhöhe. Es wird endlich merklich kĂŒhler. Es knackt immer wieder in der Leitplanke, sofern ĂŒberhaupt eine vorhanden ist. Die FelswĂ€nde scheinen auch trotzdem noch weiter zu glĂŒhen. So kommen bis am Schluss etwa 1500 Höhenmeter am StĂŒck zusammen.

Da Plötzlich, auf etwa 1500 Meter ĂŒber Meer, eine grosse Passtafel, nur der Name Crocedomini drauf, viel zu frĂŒh, aber ich mache mal vorsichtshalber ein Foto.

Crocedomini

Crocedomini

Ich kurble weiter, es wird flacher, ein paar letzte Kurven, dann die richtige Passhöhe. Mit Passtafel, ein eisernes Kreuz, ein Restaurant, eine Übersichtstafel, eigentlich alles, was es fĂŒr eine Passhöhe braucht.

Passhöhe Crocedomini

Passhöhe Crocedomini

Ab hier wollte ich eigentlich rechts weg, ĂŒber eine ganze Serie von 2000er-PĂ€ssen, wie bei quĂ€ldich beschrieben, die meisten davon ohne Passtafel und einige Kilometer auf Schotterstrasse. Ich habe es mir angeschaut. Es kamen gerade zwei MotorrĂ€der die steile Strasse herunter und zogen eine Staubwolke hinter sich her. Autos fuhren im Schritttempo hinauf. Die Schotterpiste wĂ€re wohl eine Freude fĂŒr jedes Mountainbike gewesen. Das wollte ich meinem Rennrad, vor allem dem Hinterrad mit dem aufliegenden AnhĂ€nger doch nicht antun. Ein bisschen schweren Herzens entschloss ich mich, fĂŒr den direkten Weg hinunter an den Lago d’Idro.

Ich bummelte die auch nicht besonders gute, aber wenigstens geteerte Strasse hinunter. Bis ich realisierte, dass doch immerhin fast 30 Kilometer zu fahren waren. Dann liess ich sausen. Mit der Zeit wurde auch die Strasse besser. Unterwegs begegnete ich ein paar Transalp-Fahrern auf der Strecke von Oberstorf an den Gardasee.

Über dem Lago d'Idro

Über dem Lago d’Idro

In Anfo treffe ich auf die KĂŒstenstrasse des Lago d’Idro. Danach geht es noch ein paar Kilometer nordwĂ€rts bis zu meinem heutigen Übernachtungsort in Storo.

Edolo - Lago d'Idro

Edolo – Lago d’Idro

Loading
Karte zentrieren
Verkehr
per Fahrrad
Transit
Print Friendly, PDF & Email
Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Roubaix mit Anhaenger

95.45KM

1840 HM
6:45 H

Nachmittags
einzelne_Wolken

Grad

bewoelkt_mit_einzelnen_Sonnenabschnitten

25 Grad

Autor: Urs

WĂŒrde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher fĂŒr lange AusflĂŒge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein fĂŒr dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmĂ€ssig ĂŒber meine Fahrten.

2 Kommentare

  1. Super Leistung, mir wĂ€re dies definitiv zu anstrengend. 😉
    Coole ist es auch Deine Fahrt live auf dem GPS-Track zu verfolgen.
    Weiterhin viel GlĂŒck und VergnĂŒgen.

    • Danke, das mit dem Livetracker funktioniert leider nicht immer nach Wunsch. Die Netze der italienischen Telefonanbieter hier in Italien, vor allem in den BergtĂ€lern, scheinen sehr löcherig zu sein.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.



ï»ż