Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Rundfahrt zum Schluchsee

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Schluchsee, manchmal auch der Feldberg im Schwarzwald, sind für mich alljährlich zwei bis dreimal wiederkehrende Ausflüge. Vom Rhein gibt es fast unzählige Möglichkeiten hinaufzufahren und auf anderen Strassen wieder hinunter nach Hause.

FĂĽr heute klickte ich mir den Weg wieder mit dem Tourenplaner von quaeldich.de zusammen und importierte ihn auf mein Garmin Edge 810. Dort, oder vor allem mit Basecamp, reicherte ich die Runde dann noch mit ein paar Geocaches an, so wie ich es ja fĂĽr meine geplante Rundfahrt ab Mitte August auch machen werde.

Nach dem Morgenessen machte ich mich auf den Weg. Je näher ich der Grenze zu Deutschland kam, um so düsterer wurde es am Himmel. Ich begann dem Wetter zu misstrauen, schaute nochmals das Niederschlagsradar an. Eigentlich müssten sich die schwach vorhandenen Regenzellen jetzt, knapp vor meinem Standort auflösen. Da konnte ja schon mal nichts mehr passieren.

Ich fuhr bei Koblenz über den Rhein, weiter Richtung Tiengen. Die Navigation führte mich zwar an etwas merkwürdigen Orten, wie Quartierstrassen und ein Parkplatz eines Einkaufzentrums vorbei, aber immerhin alles fahrbar, keine Fahrverbote und dergleichen. Schon bald bog ich ins Tal der Schlücht ein. Ich liebe diese Täler, meist zwar etwas eng, aber immer viel Wald, meist entlang eines kleinen Bächleins, meist auch recht guter Strassenbelag. Doch meinem GPS schien es in diesem engen Tal nicht wohl zu sein. Dauernd kamen Fehlermeldungen, dass ich von der Route abgewichen sei. Der aufgezeichnete Track kann sich denn auch kaum sehen lassen. Führt er doch konstant irgendwo im Bachbett oder gar auf der anderen Talseite entlang. Ich erwische dann aber doch die Abzweigung nach Berau hinauf.

Gewitterregen

Gewitterregen

Hier komme ich nun auch wieder aus dem Wald. Nach der Spitzkehre Talauswärts ist nun aller blauer Himmel verschwunden. Es bleibt auch ausserhalb des Waldes jetzt ziemlich dunkel. Bald fallen die ersten Regentropfen. Ich komme gerade noch in den Schutz eines Bushäuschens, bevor das Gewitter richtig loslegt. Und was für eines: Es muss sich wohl direkt über meinem Kopf entladen haben. Blitz und Donner folgten sind in Bruchteilen von Sekunden. Manchmal sogar mehrere Blitze miteinander.

Bierwagen Rothaus

Bierwagen Rothaus

Eine knappe Stunde, dann lässt der Regen wieder nach, auch das Donnergrollen verzieht sich langsam. Ich mache mich auf klatschnassen Strassen weiter in Richtung Rothaus. Die Ortschaft mit der wohl bekanntesten Bierbrauerei im Schwarzwald. Ab da geht es dann auf weiterhin nassen Strassen hinüber zum Schluchsee.

Aeulemer Kreuz

Aeulemer Kreuz

Erstmals erscheint nun auch wieder die Sonne, die Strassen beginnen abzutrocknen. Das Gewitter hat wohl alle Badegäste vertrieben, denn die sonst gut gefüllten Park- und Abstellplätze, sind fast alle leer. Am Ende des Schluchsees biege ich links ab auf die Äulemer Höhe hinauf. So richtig viel, ausser ein paar bewaldeten Hügeln, gibt es hier nicht zu sehen. So fahre ich schon bald hinunter nach Menzenschwand, über eine kleine Anhöhe und weiter der Alb entlang nach St Blasien.

St. Blasien

St. Blasien

Kurzer Blick auf den Dom von St. Blasien. Da scheint irgend ein Event im Gange zu sein, denn durch Lautsprecher werden die anwesenden Leute mit Instruktionen und Abläufen zu irgendetwas vorbereitet, derweil sich hinter mir zwei Hunde fast umbringen. Die beiden Hundebesitzer scheinen ihre Viecher nicht wirklich im Griff zu haben. Etwas überrascht bin ich, wie braun heute die Alb daherfliesst. Ich meine auch, dass sie einen sehr hohen Wasserstand hat. Ob das die Folgen des heutigen Gewitters sind?

Ich fahre weiter das Albtal hinunter. Wiederum sind die Strassen ganz nass. An manchen Orten dampfen sie richtig vor sich hin. Auch hier dürfte erst vor kurzem ein kräftiger Regenguss vorbeigekommen sein. Zudem liegt überall abgeschlagenes Holz und Blätter auf der Strasse herum.

Ich nähere mich der Schlucht mit der Alb. Kurz nach Niedermühle wird es eng und sehr waldig. Schon bald meldet das GPS wieder Kursabweichungen. Etwa in der Mitte des Tales erwische ich aber doch den Aufstieg nach Unteralpfen. Mein GPS dreht jetzt definitiv durch. Keine Satelliten mehr, die Meldung, dass die Route nicht zu den vorhanden Karten passe, ob die Tour neu berechnet werden soll? Doch dann ist Schluss. Das GPS stellt einfach ab. Nach dem Start dauert es eine ganze Weile, bis die Frage kommt, ob es doch nach Satelliten suchen soll, obwohl es noch gar keine gefunden habe. Minuten später, dann die Meldung, es stelle Bewegungen fest, ob ich wohl vergessen hätte, den Startknopf zu drücken? Elektronik und ihre Tücken 🙂

Rhein / GrenzĂĽbergang

Rhein / GrenzĂĽbergang

Der Rest der Fahrt verläuft dann ziemlich reibungslos. Für den Grenzübergang habe ich, dank der Tourenplanung von quaeldich.de sogar eine neue Möglichkeit gefunden. Ein ganz schmaler Steg, nur für Personen und Fahrräder.

Fazit aus der heutigen Fahrt: Im Prinzip funktioniert das Vorgehen, Touren bei quaeldich zu planen und dann in Basecamp/Garmin Edge 810 einzulesen. Auch das Anreichern mit Geocaches und weiteren Hinweisen funktioniert, beziehungsweise die Punkte werden während der Navigation auch angezeigt. Das Edge810 scheint mir ein bisschen schwach, bezĂĽglich der Ortung der Satelliten zu sein. Mit meinem alten GPSmap60csx hatte ich jedenfalls diese Probleme an diesen Stellen nicht. Nicht funktioniert hat das Geocachen ohne Papier. Nicht einmal eine Anmeldung brachte die App auf meinem Androiden zuwege. Im weiteren war auch das Einchecken mit foursquare nur sehr langsam möglich, beziehungsweise funktionierte meistens ĂĽberhaupt nicht. Das einzige, was halbwegs zuverlässig zu funktionieren scheint, ist das Absetzen von Meldungen bei Twitter, aber auch nur die, die ohne Positionsmeldungen und ohne Bilder „getweetet“ werden.

Ich weiss ja nicht, wie stark allenfalls die heftigen Gewitter die ganze Kommunikationsfähgikeit eingeschränkt haben. Ich weiss auch nicht, wie hinderlich das ganze Roaming der Telekomm-Gesellschaften für einen flüssigen Ablauf sind und zu guter letzt, weiss ich auch nicht, wie gut die Abdeckung mit den Funknetzen ist. Ich denke aber, beim Geocachen in Frankreich und Italien, werde ich wohl doch be

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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