Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

4. Tag: Zell am Ziller – Bruck an der Grossglocknerstrasse

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Das feine Morgenessen von gestern im Klosterhotel erhielt heute tatsächlich noch einen oben drauf. Sogar der Kuchen, gleich in mehrfachem Angebot, war da. 100Punkte für das Hotel Bräu und die Küche.

Das Thema Wetter möchte auch heute, allerdings im positiven Sinne, wieder von sich reden. Am Morgen hing ziemlich Nebel in den Hügeln, zudem war es mit knapp 10 Grad doch recht kühl, wenn man bedenkt, dass die Passhöhe etwa 900 Meter höher liegt.

Doch bis ich gegessen, gepackt und ausgecheckt hatte, hatte die Sonne bereits einen Grossteil des Nebels verjagt. Ich traute der Sache aber dennoch nicht richtig und legte das Regenzeugs zuoberst auf die Packung. Über die üblichen Velokleider hatte ich noch das gelbe Jäckchen, das musste für die Passauffahrt genügen.

Die Passstrasse zum Gerlospass steigt schon bald nach Zell am Ziller. Relativ steil, gerade noch fahrbar mit dem Anhänger, schlängelt sie sich den Hügel hinauf. Dazu bietet sie immer wieder schöne Ausblicke ins Zillertal hinunter. Etwa bei gut 1100 Meter über Meer ist dann plötzlich fürtig mit Höhenmeterkurbeln. Auf einer ziemlich flachen Ebene durchquert man das Dörfchen Gerlos. Wahrscheinlich ist da im Sommer und Winter doch einiges los. Jedenfalls gibt es grössere Hotels, mehrere Ski- und Mountainbike-Verleihe, Sessel- und Gondelbahnen. Nach dem Dorf nimmt dann die Passstrasse noch den Rest der fehlenden Höhenmeter. Vorbei an der Staumauer bis hinauf auf die Passhöhe.

Auch hier, wiederum nichts Spektakuläres. Keine Passtafel, ein grosser Parkplatz, eine Imbissbude und eine Aussichtsplattfürm mit Sicht über den Stausee in die nächsten Gebirge. Die umliegenden Bergspitzen zeigen sich in einem leicht verzuckerten Kleid. Vermute mal, dass es in den letzten Tagen bis knapp zur Waldgrenze hinunter geschneit hat.

Da es gerade Mittag ist, verpflege ich mich in der Imbissbude mit Apfelstrudel und Cola.

Wenig später überfahre ich die Grenze von Tirol ins Land Salzburg. Die Strasse macht dann nochmals einen Knick aufwärts und führt über ein Hochmoor, Gerlosplatte. Wenigstens dies ist dann mit einer Tafel und Höhenmeterangabe markiert.

Die Abfahrt, hinunter ins Tal der Salzach ist mautpflichtig. Die Maut kann kombiniert werden mit einer Besichtigung der „Wunder der Wasser Welt“ oder so ähnlich. Nach meiner Einschätzung ist es einfach das Quellgebiet der Salzach, welches hier mit ziemlichem Aufwand vermarktet wird, halt ähnlich wie bei uns der Rheinfall, oder die Aareschlucht, oder der eine oder andere lange Wasserfall in den Alpen.

Den Rest des Nachmittags verbringe ich damit, durch das Tal der Salzach zu kurbeln, und mich am schönen Wetter zu erfreuen. Berge links und rechts der Strasse, wieder einmal ohne Wolken, Täler ohne Regenschauer, da und dort eine Foto schiessen.

Da ich eigentlich immer damit gerechnet hatte, früher oder später mindestens unter bewölktem, vielleicht sogar regnerischem Wetter zu fahren, habe ich es am Morgen unterlassen, Beine und Arme mit Sonnencrème einzuschmieren. Dieses schmierige Gefühl im Regenzeugs schätze ich nämlich nicht so. Die Quittung hat dann die Sonne selber, in Form eines kleinen lokalen Sonnenbrandes, auf das obere Ende der rechten Wade gelegt. Kunststück, wenn man immer gegen Osten fährt und die Sonne fast immer im Nacken hat.

Heute Abend stehe ich am eigentlichen Anfangspunkt meiner Ferienabsicht. Ab jetzt folgen sich Panoramen-, Gletscherstrassen und Pässe über 2000 MüM. Mein Androide macht mir alle Hoffnung auf eine ganz passable Wettersituation. Hoffentlich hat er recht.

Nach dem Nachtessen habe ich heute noch einen Rundgang durch Bruck gemacht. Überall und an jeder Ecke ist das Thema Grossglocknerstrasse präsent. Nimmt mich Wunder, was davon alles Touristik-Werbung ist, und wie ich morgen Abend darüber denke.

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Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Roubaix mit Anhaenger

93.7KM

1340 HM
05:18 H

Nachmittag
einzelne_Wolken

Grad

einzelne_Wolken

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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