Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Rollentraining Winter 09/10 – 34

Wieder einmal eine der seltener gefahrenen Übungen abgeradelt.

Beim fast allabendlichen Umziehen in die Velokleider mache ich mir meist Gedanken darĂŒber, wie lange ich denn heute wohl auf die Rolle sollte. Nicht zu kurz mĂŒsste es sein, aber auch nicht so lange, dass ich dann nach der Fahrerei eine Hetzerei mit dem Duschen vor dem Nachtessen bekomme. Dreiviertel Stunden scheint da meist Ideal zu sein. Übungen mit 44, 57 oder 58 Minuten sind nicht so beliebt. Die enden so kurz vor dem nĂ€chsten Winterpokalpunkt. Doch heute durfte es etwas lĂ€nger sein.

So fiel die Wahl auf eine Strecke ĂŒber 69 Minuten, letztmals gefahren, ganz am Anfang des Winterpokals.

Ich war gut drauf, hatte meine Zielgrösse von 105 Pedalumdrehungen pro Minute bald erreicht, die HĂŒgel tapfer durchgekurbelt, bis mir vor dem letzten HĂŒgel die Idee kam, mal die Sache mit der schnellen Kurblerei und der WĂŒrgerei am Berg auszuprobieren.

Ich kurbelte also mit einer viel zu grossen Übersetzung in den HĂŒgel hinein. Die Trittfrequenz sank auf 40 bis 50 Umdrehungen pro Minute. Ich musste aufstehen, wirklich krĂ€ftig in die Pedale treten, buchstĂ€blich die Pedale runterwĂŒrgen. Die Oberschenkel begannen langsam zu ĂŒbersĂ€uern. Die erste Minute war vorbei. Ich pedale stehend weiter. Die Oberschenkel beginnen zu brennen. Der Schweiss rinnt in Strömen den Armen entlang ĂŒber den Lenker. Noch 10 Sekunden. In den Beinen ist es kaum mehr zum Aushalten.

Geschafft, die zwei Minuten sind vorbei. Ich sitze wieder ab, erhöhe die Trittfrequenz, wĂ€hle eine angenehmere Übersetzung. AnfĂ€nglich habe ich MĂŒhe auf eine Trittfrequenz von ĂŒber 100 zu kommen. Doch mit der Zeit entkrampfen sich die Beine, die ÜbersĂ€uerung scheint tatsĂ€chlich langsam ausgeschwemmt zu werden. Es bleibt noch eine Viertelstunde bis zum Ende der Übung.

Ausgerechnet, oder vielleicht auch glĂŒcklicherweise, in den letzten paar Minuten erklingt so richtig rollender, unheimlich schneller und regelrecht mitreissender Rock ‘n Roll in meinem Ohr. Mit einer Trittfrequenz von weit ĂŒber 110 sause ich den Berg hinunter und ĂŒber das Ziel hinaus.

Als ich wenig spĂ€ter vom Renner steige, fĂŒhlen sich die Beine zwar einen Moment lang etwas weich an, doch die ÜbersĂ€uerung ist tatsĂ€chlich weg, ausgeschwemmt.

Die letzten Fahrten mit dieser Übung (FH-003). Sie dauert 69 Minuten:

  • Streckenbeschreibung
  • Winterpokal 2007/08
  • am 23.01.2008: 37.8 Kilometer
  • am 14.04.2008: 36.6 Kilometer
  • Winterpokal 2008/09
  • am 20.12.2008: 36.9 Kilometer
  • am 04.01.2009: 40.0 Kilometer
  • am 21.01.2009: 38.5 Kilometer; Trittfrequenz: 91 U/Min
  • am 12.02.2009: 39.6 Kilometer; Trittfrequenz: 100 U/Min
  • am 06.03.2009: 38.3 Kilometer; Trittfrequenz: 97 U/Min
  • Winterpokal 2009/10
  • am 08.11.2009: 37.2 Kilometer; Trittfrequenz: 92 U/Min
  • am 25.01.2010: 37.8 Kilometer; Trittfrequenz: 104 U/Min



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Heute auf dem Rad
Fahrrad

Rolle

37.8KM

HM
01:09 H

Autor: Urs

WĂŒrde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher fĂŒr lange AusflĂŒge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein fĂŒr dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmĂ€ssig ĂŒber meine Fahrten.

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