Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Frostiger Geissberg

Es dauerte lange, bis sich heute die Sonne tatsächlich ein Loch durch den Nebel brennen konnte. Doch das Zeichen genĂĽgte, um mich noch einmal in diesem Jahr auf das Bike zu locken. Als Ziel hatte ich mir das Geocache “Sportskanöndli” auf dem Geissberg ausgesucht. Und Sport, beziehungsweise ein bisschen Ausdauer war gefragt. Denn von Villigen (365 MĂĽM) bis zum Sendemasten auf dem Geissberg (712 MĂĽM) sind es zwar 4,3 Kilometer, zeitweise allerdings mit einer Steigung von ĂĽber 15%.

Schon bald waren die Bäume ringsherum vom Frost behangen. Möglicherweise verlief hier gestern Nacht die Nebelgrenze. Weiter oben auf dem Berg, waren sogar die untersten Sträucher und der Boden mit diesem knisternden Weiss bedeckt. Die durch den Nebel und das weisse Gehölz durchschimmernde Sonne verlieh der ganzen Szene etwas Gespenstisches.

Im “Zielgebiet” angekommen fing ich mit dem Suchen an. Grösse drei mĂĽsste eigentlich eine recht handliche BĂĽchse sein und die zusätzlichen Angaben liessen auf einen der BaumstrĂĽnke schliessen. Doch schon bald merkte ich, dass die kalten Tage der letzten Zeit, hier alles festgefroren haben. Ausser Laub und ein paar wenigen Steinen liess kaum etwas bewegen. Selbst Moos war so angefroren, dass sich nur kleine StĂĽcke abreissen liessen. Ich denke, so macht man mehr kaputt, als wirklich Freude daran zu haben. Deshalb stocherte ich noch ein bisschen hier und dort, hoffte auf hohl klingende Reaktionen. Aber nichts dergleichen.

Da es schon bald wieder dunkel wurde, der weitere Weg ziemlich rutschig und steil war, machte ich mich unverrichteter Dinge zum Rotberg hinüber auf den Heimweg. Die Abfahrt vom Rotberg auf der geteerten Strasse wurde heute zur Qual. Es dauerte nicht lange, da fühlte sich das Gesicht als eingefrorene Masse an. Ich wechselte deshalb hinüber auf den deutlich langsameren Feldweg. Doch da mussten die Finger dauernd an den Bremshebeln ziehen, so dass auch die schon bald in Eiseskälte erstarrten.

In Villigen unten angekommen nahm ich deshalb den leicht hügeligen Weg, nördlich um den Bruggerberg herum, nach Hause. Ich sparte überhaupt nicht mit kräftezehrendem Kurbeln. Grosse Gänge und Gewürge an der Kurbel liessen meine eingefrorenen Finger schon bald wieder zu Leben erwachen. Die Wärme reichte gerade von Riniken nach Umiken hinunter und über das Aaretal bis vor die Haustüre.

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Heute auf dem Rad
Fahrrad

Mountainbike

26.6KM

695 HM
02:11 H

Nachmittag
dunstig

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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