Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Schwarzwaldrundfahrt

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Ein wunderbarer Morgen lockte mich heute aus dem Bett. Kein Nebel, keine Wolke, kein LĂĽftchen, warm fast wie im Sommer … was wollte ich da noch mehr. Die Fahrt hatte ich in den letzten Tagen schon etwas geplant. Die Strecke war einigermassen klar, Geocaches waren auch schon bestimmt.

So konnte ich dann nach einem kräftigen Morgenessen bereits kurz nach 08:00 Uhr mit dem Renner in Richtung Waldshut davonfahren. Da das GPS so eingestellt ist, dass es immer noch die kürzeste Strecke sucht, merkte ich bereits im Anstieg nach Böttstein hinauf, dass meine Beine heute ziemlich in Form zu sein scheinen. Da hiess es erst mal aufpassen, denn ich hatte immerhin 160 Kilometer geplant und den schwierigeren Teil erwartete ich erst am Nachmittag.

Doch alles schön der Reihe nach.

Von zu Hause aus nach Koblenz, dann ĂĽber die Grenze zu Deutschland war bald gefahren. Dann rechts weg nach Tiengen und in das Tal der Steina. Wie schon ein paar Mal hier berichtet: das Tal gefällt mir immer wieder. Kilometerlanger sanfter Anstieg, meist durch Wald, auf einer recht guten Strasse, trotzdem kaum Verkehr, viele Kurven und rechts neben der Strasse die Steina, ein kleines Bächlein. Kurz nach Detzeln habe ich dann bereits das erste MoCache gefunden. Mo steht vermutlich fĂĽr Motorrad. Diese Art von Verstecken haben den Vorteil, dass sie meist leicht zu finden sind, und meist in der Nähe der Strasse sind, also auch fĂĽr den Renner „geländemässig“ kein Problem darstellen.

Vor Steinasäge verlasse ich heute die übliche Strasse, die L159, und fahre aussenherum, über Wellendingen nach Bonndorf hinauf. Kaum abgezweigt, schön versteckt hinter den nächsten Bäumen, empfängt mich hier eine Wand von einer Strasse. Glücklicherweise ist sie nicht lang und oben werde ich mit einer schönen Aussicht auf Wellendingen und andere kleinere Dörfer begrüsst, bevor es dann nach Bonndorf geht.

Von Bonndorf geht es dann ziemlich genau westwärts über Lenzkirch nach Bärental. Einigermassen eben, halt so das übliche auf und ab wie in den Voralpen, aber nichts besonders erschreckendes. Schöne Dörfer, einzelne Häuser sind immer wieder mit dichtem Blumenschmuck behangen. Unangenehmer sind die paar Kilometer vom obersten Ende des Titisees nach Bärental. Dort ist nämlich die Strasse zur Zeit wegen Bauarbeiten maschinell aufgeraut. Führt man nun mit dem Renner darüber, so vibriert das so gewaltig, dass sogar die Beine bis fast in die Mitte der Wade einzuschlafen drohen. Alles wird taub.

Doch nach Bärental ist alles wieder in Ordnung. Die letzten paar Kilometer auf den Feldberg hinauf sind auch bald gefahren, bei der Tafel noch die obligate Passfoto und dann ab ins Restaurant zum Mittagessen. Wie auch schon, habe ich das Hotel Feldbergerhof als meinen Verpflegungshalt gewählt.

Nach dem Mittagessen geht es zuerst einmal in zügigem Tempo die gut ausgebaute Strasse vom Feldberg hinunter bis nach Gschwend. Dort verlasse ich die B317 und wechsle auf die wesentlich kleinere L149, im GPS vermerkt als Hochkopfstrasse. Sie führt zuerst nach Präg und dann in Spitzkehren und durch viel Wald hinauf auf den Hochkopf. Unterwegs habe ich auch hier ein MoCache gefunden. Auf dem Hochkopf gibt es leider nichts was nach Passtafel aussehen könnte, obwohl auch er über 1000 Meter hoch ist.

Bei der Abfahrt gelingt mir noch der Fund eines weiteren MoCaches und etwas später auch noch das Geocache „Scharfe Kurve“. Dazu habe ich einen kleinen Film gedreht. Dies um zu zeigen, wie kurvig die Strasse auf diesen Nebenwegen ist. Die Höchstgeschwindigkeit habe ich aber am Feldberg gefahren und diese ist nicht gefilmt. Ebenfalls in dieser Kurve habe ich als Beispiel eines dieser schönen mit vielen Blumen dekorierten Häuser fotographiert.

Kurz nach diesem Zwischenhalt in Todtmoos wurde es anstrengend. Ich wechselte auf die L151 und kletterte ein weiteres Mal auf über 1000 Meter hinauf. Glücklicherweise wieder das Meiste im Wald, aber die Strasse war sehr steil. Oben angekommen hatte ich auch noch das Glück, einen Brunnen mit frischem Wasser, mitten im Wald zu finden. Ab dann konnte ich dann allerdings den grüssten Teil der Strecke bis nach Laufenburg hinunter fahren lassen. Auch hier führte die Strasse wieder an kleinen Ortschaften vorbei. Auch fast kein Verkehr, nicht einmal mehr Motorradfahrer waren in grösserer Anzahl unterwegs. Die Gegend machte auf mich manchmal einen ähnlichen Eindruck wie bei uns der Jura. Auffällig war, an wie vielen Orten heute Holz aus den Wäldern geschleppte wurde, oder bei Bauernhöfen oder anderen Häusern Holz aufgeschichtet wurde. Ebenfalls auffällig an der ganzen Fahrt, waren all die Hinweise auf Festivitäten. Ich glaube man könnte die nächsten paar Wochen die Nordschweiz und Süddeutschland unter ein einziges grosses Festzelt packen. Da gibt es Dorffeste, Hoffeste, Uniformen von Musikgesellschaften werden eingeweiht, sogar ein Güggelifest gibt es irgendwo.

Nach Laufenburg hatte ich dann nur noch die Ampferenhöhe zu bewältigen, doch zuvor gönnte ich mir einen kleinen Zwischenhalt auf einem Bänkchen am Rhein.

Ich habe nun schon ein paar Rundfahrten im Schwarzwald gemacht. Dabei immer wieder neue Wege befahren. Doch die heutige Strecke gefällt mir vorerst am Besten. Kaum längere Passagen auf den grossen „B-Strassen“, Vorwiegend bin ich auf L- und K-Strassen gefahren, doch der Preis dafĂĽr sind mehr Höhenmeter und vor allem auch ein paar recht Steile darunter.



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Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Rennrad

166.5KM

2450 HM
07:29 H

Nachmittag
schoenster_Sonnenschein

Grad

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Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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