Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Versuch einer Blustfahrt

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In der Nacht regnete und windete es ziemlich heftig in unserer Gegend. Die böigen Winde flachten langsam zu einem regelmässigen, aber immer noch relativ starken Wind ab. Im Verlaufe des späteren Morgens zeigte sich der Himmel immer öfter und so viel es mir nicht mehr schwer, nach dem Mittagessen den Renner auf die Strasse zu stellen. Vielleicht liess sich ja irgendwo etwas schönes, frühlingshaftes, blühendes fotografieren.

So fĂĽhrte denn meine Fahrt an den Hallwilersee und damit etwas in Richtung Alpen.

Schon bald nach der Abfahrt, musste ich aber feststellen, dass ich den Wind unterschätzt hatte. Zwar fuhr ich anfänglich eher in südlicher Richtung, hatte aber dennoch oft den Wind von rechts und von rechts vorne. Es gab Stellen auf der Strecke zum Hallwilersee, da musste ich aus dem Sattel, um überhaupt noch mit einigermassen vernünftigen Gängen fahren zu können. Andererseits genoss ich es natürlich, wenn der Wind kräftig von hinten schob.

Dank der föhnigen Wettersituation war die Luft heute ziemlich klar und die Berge schienen tatsächlich viel näher, als man sich das sonst gewohnt ist. Mit der Blust an den Obstbäumen wollte es noch nicht so richtig klappen. Ausser vielleicht den Kirschbäumen, blühte auf dem offenen Feld noch nicht so viel anderes. Hingegen zeigten sich viele Felder schon in einem leuchtend, frühlingshaften Grün, geziert von unzähligen Löwenzahnblumen.

Beim Kantonswechsel zwischen Aargau und Luzern fand ich auf Anhieb das Geocache Kantonsgrenze. Das Eintragen im Gästebuch war schnell erledigt und die Fahrt konnte schon nach ein paar wenigen Minuten wieder weitergehen. Bis ans südliche Ende des Hallwilersees, dann hinüber nach Mosen und dem See entlang zurück bis nach Seon.



In Seon entschloss ich mich noch mindestens einen der näheren Hügel, zum Beispiel die Staffelegg, zu erklimmen. Dazu musste ich ein paar Kilometer ziemlich genau in westlicher Richtung, also auch ziemlich genau in den Wind fahren. Die Strecke bis nach Aarau dehnte sich. Es war richtig kräftezehrend. Glücklicherweise keine Böen mehr, einfach nur Wind.

Von Aarau dann auf die Staffelegg hinauf. Der Wind blies nun teilweise von hinten zusätzlich spürte ich nun aber auch noch die Wärme der Sonne auf den Rücken brennen. Ich war zu warm angezogen. Die Bekleidung in der Übergangszeit zwischen den Jahreszeiten ist sowieso ein schwieriges Thema. In der Ebene, zeigte das Thermometer fast konstant 14, vielleicht mal 16 Grad. Aber hier, an der sonnenbeschienen Flanke der Staffelegg, kletterte die Anzeige bis auf 24 Grad. Das auch noch in einer ziemlich langen Steigung.

Oben angekommen genoss ich einen Moment lang die gute Fernsicht ĂĽber das Aaretal und lies mich dann vom Wind regelrecht aus dem Schenkenbergertal hinaus, bis fast nach Hause blasen.

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Nachmittag
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Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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