Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Wenn Symbole der Freiheit mutieren

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Jahrelang haben wir uns an das Kamel und den Reiter auf dem Pferd gewöhnt. Jahrelang wurde uns das Bild der Freiheit eingehämmert. Hatten schon beinahe das Gefühl, die absolute Freiheit wohl nie erreichen zu können, es sei denn, zusammen mit einem Kamel, oder eben möglichst wild reitend auf einem Pferd, durch Sand und Wasser.

Damit ist nun plötzlich Schluss. Von einem Tag auf den anderen wird das Kamel und der Reiter auf dem Pferd mindestens vom Bahnhof, beziehungsweise vom Zug und den Verkaufsflächen der SBB verdrängt. Ein Stück Freiheit wird entfernt. Das eingehämmerte Bild von Kamel, Pferd und Reiter zerbröckelt und wird langsam zu einem Verbot, zu etwas, das man lieber sein lassen sollte, will man sich dafür nicht Ärger einhandeln. Das Kamel und der Reiter sehen den Zug künftig nur noch von hinten. Damit wir übrigens den Gedanken der Freiheit, doch plötzlich fälschlicherweise nicht auf den Zug übertragen, macht uns die SBB mit einem dezenten Spruch auf diese Sinnesänderung aufmerksam. Notabene dort, wo sonst geschrieben steht, dass das Ausnützen dieser Freiheit schädlich sein könnte.

Aber eigentlich spielt das gar keine Rolle: der eine geht ja meilenweit und der andere, falls sein Kamel mal ermüdet und ermattet zusammenbricht, findet das nächste Kamel ja gerade um die Ecke.

Das Einführen des Rauchverbotes in den Zügen soll anscheinend einen Zusammenhang mit der geplanten Benutzung des Lötschberg-Basistunnels ab dem Jahre 2007 haben. Die SBB mussten dort die Verpflichtung eingehen, aus Sicherheitsgründen, nur noch raucherfreie Züge durchzuschicken. Da aber in der kleinen Schweiz, fast alle Wagen auf fast allen Strecken zirkulieren, kann die SBB nicht garantieren, dass auf gerade dieser Strecke durch den Lötschberg ausschliesslich raucherfreie Wagen verkehren. Und wer will schon nur wegen dieses Verbotes an beiden Enden der Strecke in einen Zug mit ausschliesslich raucherfreien Wagen umsteigen? Und das Durchsetzen eines Rauchverbotes nur gerade auf einer einzigen Strecke, dürfte ja auch wohl kaum machbar sein. Deshalb gilt: ganzes Netz ohne Rauch.

Er geht sonst meilenweit

Ăśbrigens: mir kann es eigentlich gleich sein, bin sowieso Nichtraucher.

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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