Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Tief Alex gr├╝sst Alpenbrevet

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Juniorstrecke Alpenbrevet 2004W├Ąhrend der Hinfahrt konnte ich im Autoradio die Wetterprognosen f├╝r den heutigen Tag ganz genau mitbekommen und vor allem mit der Realit├Ąt vergleichen. Da war fast ausschliesslich vom Tief Alex, irgendwo ├╝ber Norddeutschland, welches sich ausgerechnet heute vor allem in den Alpen herumtummeln soll, die Rede. Die Scheibenwischer des Autos liefen sp├Ątestens seit Rotkreuz ununterbrochen. Je l├Ąnger desto mehr, viel es mir schwerer, auf die Niederschlagserwartung von 10%, des Wetterdienstes von wetter.com zu vertrauen. Doch irgendeinmal musste ich mich f├╝r oder gegen die Teilnahme. am diesj├Ąhrigen Alpenbrevet entscheiden. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht. Einerseits will ich nun mal endlich ├╝ber ein paar P├Ąsse fahren, andererseits aber soll dabei nebst all der M├╝he und Anstrengung auch noch ein klein bisschen Lust und Vergn├╝gen herausschauen.

Kurz vor acht Uhr fahre ich mit dem Auto die Sch├Âllenen hinauf. Immer wieder kommen mir Velofahrer auf Rennern entgegen. Ich rede mir ein: „es kann nicht so schlimm sein, die anderen fahren ja auch.“ Einzelne Fahrer scheinen die Fahrt bereits abgebrochen zu haben. Sie haben gewendet und fahren wieder zur├╝ck, die Sch├Âllenen hinauf. Einzelne flicken bereits schon nach den ersten paar Kehren an den R├Ądern (Plattf├╝ssen?) herum. Eine Gruppe steht um einen verunfallten Fahrer.

In Andermatt angekommen, scheint sich das Wetter tats├Ąchlich zu bessern. Es hat aufgeh├Ârt zu regnen und es scheint sogar irgendwo die Sonne. Diffus zwar nur, aber immerhin, irgendwo gibt es sie.

Ich werde auf einen Parkplatz gewiesen, steige aus. Es bl├Ąst mir ein eiskalter Wind ├╝ber die nackten Beine. Das Thermometer ist mittlerweile knapp unter 10 Grad gesunken. Schaue mich um, wo die Stelle f├╝r die Anmeldung ist. Schon fallen wieder Regentropfen. Ich k├Ąmpfe mit mir, mit meinen Gedanken, mit meiner Vernunft. Andere bleiben noch einen Moment in ihren Autos sitzen. Ein anderer f├Ąhrt mit R├Ądern auf dem Dach und am Heck wieder vom Parkplatz weg. Die Sonne verschwindet wieder. Ich ziehe meinen Pullover aus und will mir das Velotrickot ├╝berziehen.

In diesem Moment f├Ąllt mein Blick auf den grossen Werbeaufdruck auf dem Trickot: „FUN FOR BIKE“. Das ist die Entscheidung! Wo bleibt denn heute das Vergn├╝gen! In der Zwischenzeit ist aus den Regentropfen ein Nieselregen geworden. Das Alpenbrevet 2004 findet ohne mich statt.

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Autor: Urs

W├╝rde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher f├╝r lange Ausfl├╝ge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein f├╝r dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelm├Ąssig ├╝ber meine Fahrten.

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