Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

in voller BlĂĽte
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letzte Bodenwelle war zu viel

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Eigentlich war es nicht eine Bodenwelle, sondern eine dieser Verkehrsberuhigungs-Wellen quer über die Strasse. Ich zögerte einen Moment zu lange mit dem Ausweichmanöver, erwischte diese Welle noch seitlich. Diese Schwankungen zusammen mit dem kurvigen Ausweichmanöver reichten offensichtlich, dass sich meine Saccoche am Hinterrad in den Speichen verfing. Fullstop. Bis zum Stillstand. Das Profil am Pneu war weg, die nächste helle Schicht am Pneu schaute hervor.

Das Gestell zu recht gebogen, nach aussen gekrümmt, die Saccoche etwas weiter hinten eingehängt, konnte ich noch nach Hause fahren. Ich wunderte mich, dass es keinen Speichenbruch gegeben hatte.

Zu Hause schaute ich mir die Sache dann genauer und bessser an: Das Gestell hält nur an der Sattelstange, schwebt also frei über dem Rad. Es gibt ein paar Versteifungen daran, dass die Sache dann auch wirklich hält und nicht nach innen, also zum Rad hin, hängt. Eine dieser Versteifungen ist gebrochen, ob das die Ursache des Fullstops war, oder ob sie wegen des Verhedderns mit den Speichen gebrochen ist, kann ich nicht sagen.

So entschloss ich mich, halt doch mit dem Rucksack am RĂĽcken auf dem anderen Rennrad zur Arbeit zu fahren. Dabei machte ich heute eine verwunderliche Entdeckung:

Schon seit längerem war mir aufgefallen, dass ich nicht mehr meine Fahrzeiten von früher einhalten konnte. Klar, die Windverhältnisse, der Verkehr, die Dunkelheit, alles Faktoren, die die Geschwindigkeit beeinflussen können. Irgendwo hatte ich auch gelesen, dass wenn man immer die gleiche Strecke hin und her fährt, der Trainingseffekt abnimmt, man wird langsamer. Der Anreiz für die Muskulatur für neue Höchstleistungen nimmt ab. Einer der Gründe, warum ich seit einiger Zeit auch immer wieder neue Streckenteile auf dem Arbeitsweg befahre. Zufälligerweise(?) fahre ich bei meinen Fahrten am Wochenende in der Regel etwas schneller als auf dem Arbeitsweg.

Heute Morgen, mit dem Rucksack unterwegs, unterbot ich auf Anhieb alle meine Fahrten auf dem Arbeitsweg. Ohne Rückenwind, auch die Verkehrsverhältnisse waren normal. Selber hatte ich nicht das Gefühl, mich besonders angestrengt zu haben.

Ob das Gewicht von Saccochen und dem Gestell, obwohl der gleiche Inhalt wie im Rucksack drin war, tatsächlich so stark gebremst haben? Vielleicht auch die Aerodynamik derart schlechter ist als mit dem Rucksack? Ich vielleicht unbewusst vorsichtiger und damit auch langsamer unterwegs bin? Gerade in Kurven spürt man natürlich die Fliehkraft der Saccochen recht gut.

Einerseits bin ich beruhigt, dass es also höchstwahrscheinlich doch nicht an fehlenden Trainingsanreizen für die Muskulatur liegt, andererseits ist aber der Rucksack auch nicht mein grosser Freund.

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

Ein Kommentar

  1. Hallo Urs,

    am liebsten würde ich auch ohne Rucksack zur Arbeit fahren, aber inzwischen habe ich diesen fast ausgeblendet. Ich nehme auch möglichst nur das nötigste mit. Aerodynamisch und auch gegen Schläge ist der Rucksack dem Sacoche (den Namen kannte ich nicht mal vor Deinem Bericht) überlegen.
    Ich fahre doch auch schon gegen 9 Jahre mit dem Velo zur Arbeit und bin eigentlich überrascht, dass meine Fahrzeiten nicht länger werden, sondern eher schneller werden, obwohl ich älter werde. Vieles hat auch mit der Erfahrung zu tun. 🙂

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