Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Kulisse von Salzburg
Kulisse von Salzburg

Festung und Kirchen

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Nach der Sichtung der Unterlagen aus dem Tourismusbüro, wurden uns schon gestern Abend zwei Sachen schnell klar. Salzburg ist nicht nur Mozart und Salzburg hat viel mehr zu bieten, als das, was wir in unseren kurzen Ferien hier anschauen und einigermassen vertieft auch begreifen könnten. So mussten Schwerpunkte geschaffen werden.

Als erstes haben wir uns die alles ĂĽberragende Festung Hohensalzburg auf den Wunschzettel geschrieben.

Festung Hohensalzburg

Festung Hohensalzburg

Statt wie die meisten Touristen mit der Standseilbahn hinaufzufahren, nahmen wir den Fussweg. Steil und beschwerlich war er. Aber er gab einen ersten Eindruck von der Festung. Wenn nachher während dem Audio-Durchgang behauptet wurde, dass die Festung nie erobert werden konnte, glaubten wir das sofort. Salzburg war in der glücklichen Lage, wegen der grossen Salzvorkommen in der Nähe einen riesigen Reichtum anhäufen zu können. Damit haben dann unter anderem während Jahrhunderten die regierenden Fürst-Erzbischöfe immer wieder an der Festung gebaut, oder diese mindestens erweitert, Wasserzisternen erstellt, usw. So dürfte wohl eine eigentliche, richtige kleine Stadt auf dem Mönchshügel entstanden sein. Auch heute noch sind viele Teile in der Festung benutzbar. Eine recht grosse Kirche befindet sich darin, dann aber auch Museen, ein Restaurant, diverse Sääle.

Abtei St. Peter

Abtei St. Peter

Weil wir schon so viel von Fürsten und Fürst-Erzbischöfen gehört hatten, besuchten wir, wieder unten in der Stadt angekommen, auch gleich noch die Erzabtei St. Peter. Ein Friedhof, um eine vergleichsweise kleine Kirche herum. Dicht gedrängt die Gräber, der Kreuzgang und die Kirchenmauer voll von alten Grabtafeln. Erstaunlicherweise finden aber immer wieder neue Bestattungen statt. Denn des öftern haben wir ganz aktuelle Grabsteine aus dem Jahre 2012 gefunden.

Wir besuchen auch noch die Kirche St. Michael und werfen später einen Blick in den riesigen Dom und verweilen einen Moment lang in der Krypta. Auch hier hängt unter anderem eine ausführliche Dokumentation über die Entstehung dieses Doms, die gefundenen Ausgrabungen, die baulichen Erweiterung über die letzten 1300 Jahre.

Detail aus einem der Prunksäle

Detail aus einem der Prunksäle

Nach dem kirchlichen Teil, wendeten wir uns nochmals den Fürsten zu. In der Residenz zu Salzburg, ist eine ganze Etage den Prunksälen gewidmet. Ein Audioführer geleitete uns durch die verschiedenen Räume, machte uns auf die Bilder in Decken und Wänden aufmerksam, gab Hinweise zu vorhandenen und verloren Möbelstücken, Hinweise zu Stukkaturdecken oder aufgestellten Uhren und Spiegeln fehlten auch nicht. Teilweise waren die Originalmöbilierungen noch vorhanden, teilweise waren sie aber auch verloren. Wieder andere wurden von Wien zur Verfügung gestellt. Die meisten der Säle können heute noch für Konzerte verwendet werden.

man verspricht sich ewige Liebe

man verspricht sich ewige Liebe

Nach soviel EindrĂĽcken zu Kirche und FĂĽrstentum, war mir fĂĽr Abwechslung zu Mute. Das erste Geocache fand ich sehr schnell, es soll ja auch das Meistbesuchte von ganz Salzburg sein. Beim zweiten hatte ich deutlich mehr MĂĽhe, beziehungsweise musste ich die Suche abbrechen.

An einer der Brücken über die Salzach haben wohl Verliebte, sich die ewige Liebe versprochen, das auf einem Schlösschen festgehalten und dieses ans Geländer geschlossen. Tja, man suche. Die Brücke, vielleicht 100 Meter lang, zwei Geländer, die Koordinaten schienen nicht besonders genau zu sein, die Anzahl der Schlösschen, sicher mehrere Hundert wenn nicht sogar mehrere Tausend.

Der einzige Trost: ich war nicht der Einzige der im „Zielgebiet“ suchte. Da waren noch ein paar andere mit GPS-Geräten auf der BrĂĽcke, die mehr oder weniger unauffällig, aber dafĂĽr sehr interessiert sich die einzelnen Schlösschen ansahen und umdrehten. (Es soll ĂĽbrigens dasjenige sein, welches sich nicht mit einem SchlĂĽssel öffnen lässt, sondern mit einem 1-Cent-StĂĽck.)

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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