Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Reise ans Ende der Welt 4. Tag

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Puijon Torni Aussicht ĂĽber die Saima Seenplatte Nach dem Morgenessen und einer kleinen improvisierten Stadtrundfahrt durch Jyväskyä machten wir uns wieder auf den Weg. Ein paar Kilometer zurĂĽck unter die Wolkendecke und in den Regen. Wir wollten in Kuopio den weitherum höchsten HĂĽgel (232 MĂĽM) hinauffahren und dann erst noch seinen Aussichtssturm, weitere 75 Meter, erklimmen. Erwartet hätte uns eine Rundum-Aussicht ĂĽber 45’000 KM2 finnische Seen- und Waldlandschaft. Leider machte uns der Nebel und die Wolkendecke einen Strich durch die Rechnung. Doch das bisschen von der Aussicht, das noch ĂĽbrig blieb, reichte mal fĂĽr eine erste Ahnung. GlĂĽcklicherweise regnete es in der Zwischenzeit nicht mehr.

Den Rest des Tages verbrachten wir bis auf „Boxenstopps“ und das Mittagessen, im Bus. Zeit genĂĽgend, um sich mit der vorbeihuschenden Landschaft zu beschäftigen.

Seit gestern Nachmittag fahren wir grösstenteils nicht mehr auf Autobahnen. Das ist auch gar nicht notwendig, denn über weite Strecken, waren schon die Autobahnen menschenleer und je mehr wir nach Norden kommen, sind auch die Strassen leer. Ab und zu ein Reisecar, ein Lastwagen, vielleicht etwas Lokalverkehr, ein paar Touristen. Autobahnen wären übertrieben.

unterwegs zwischen Wald und See Im Schweden und im Süden von Finnland durchfuhren wir grösstenteils Tännenwälder, wie wir sie bei uns auch kennen. Grosse, schlanke Tannen, manchmal mit dichtem Gebüsch entland des Waldrandes, manchmal durchsetzt mit Laubbäumen. Doch spätestens seit heute Mittag (Mittelfinnland), verändert sich dieses Bild mehr und mehr. Die Tannenwälder werden kleiner, wachsen nicht mehr so hoch, sind deutlich stärker mit Birken durchsetzt, machen ganz allgemein einen viel lichteren Eindruck. Der Boden im Wald ist jetzt fast durchgehend begrünt. Eine Zeitlang vor allem aus Gras, seit den letzten Stunden eher mit Flechten. Sah man bis zum Mittag immer wieder sehr viele Lupinien, so sind die jetzt rar und selten geworden.

Wechselte sich früher Wasser und Wald fast nahtlos ab, so gibt es ebenfalls etwa seit dem mittleren Teil von Finnland vermehrt Grünflächen. Vor allem Gras, Wiesen und frisch angesähtes Getreide. Da wundere ich mich zwar, dass das überhaupt noch zur Reife kommen kann. Denn auf den ungemähten Wiesen steckt der Löwenzahn mitten in der Umwandlung zur Pusteblume.

Auffällig ist auch, dass wir derzeit durch ziemlich feuchte Gebiete fahren, denn in vielen Wiesen sind nun auch Wasserkanäle gezogen. Ganz selten können Kuhherden und Schafherden beobachtet werden. Einzelne Pferde standen auch schon auf den Wiesen herum.

Gegen Abend treffen wir in Uolo, fast am obersten Ende der Ostsee, ein. Gerade noch rechtzeitig um nach dem Bezug des Hotelzimmers die örtliche Kauppahalli (Markthalle) und den täglichen Markt zu stürmen.

Wasserspiele in Uolo Nach dem Nachtessen begeben wir uns auf den abendlichen Spaziergang. Bei schönstem Wetter und einem Sonnenstand, wie vielleicht fünf Uhr nachmittags. Zum Beispiel das Foto von den Wasserspielen vor Uolo habe ich Abends nach acht Uhr (MESZ) aufgenommen, dieses Postings schreibe ich nun nach 23:00 osteuropäische Zeit (=22.00 MESZ), sitzend auf der Schattenseite des Hotels, in einem Zimmer und brauche kein Licht dazu. Geplanter Sonnenuntergang gemäss den Angaben meines Androiden, 25 Minuten nach Mitternacht und Sonnenaufgang morgen früh, etwa 2 Stunden später.

Wir werden morgen den Polarkreis überfahren, dann wird der Tag nochmals länger, beziehungsweise die Nacht noch kürzer, falls es überhaupt noch einen Sonnenuntergang gibt.

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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