Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Rundfahrt: Mettauertal und Bezirk Bad Zurzach

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Um die Mittagszeit konnte man dem Wetter und der Sonne soweit vertrauen, dass wohl eine nachmittägliche Fahrt ohne Regen drinliegen könnte. Ich entschloss mich für eine Fahrt durch Gemeinden im nördlichen Aargau. Ich wollte dort meine Sujets für das Gemeindeporträt (Gemeindehaus, Kirche, Brunnen und ein Restaurant) zusammensuchen.

Ich startete um den Bruggerberg herum, hinauf auf das Villigerfeld bis nach Remigen. Dort war schon der erste Fotohalt. Anschliessend ĂĽber die BĂĽrersteig ins Mettauertal hinunter. Am 1. Januar 2010 haben sich dort von den sechs Gemeinden deren fĂĽnf zur „Gemeinde Mettauertal“ zusammengeschlossen. Von den Gemeinden Gansingen, Etzgen, Mettau, Oberhofen, Hottwil und Wil AG, schloss sich nur Gansingen dieser neuen Gemeinde nicht an.

GansingenGansingen befindet sich im Mettauertal zuoberst. Ob es deshalb dieses Jahr die Ehre hat, als Etappenort bei der Tour de Suisse auf sich aufmerksam zu machen? Vermutlich als Nebeneffekt dieses Ereignisses vom 13.06.12, waren bereits heute alle Dörfer an der Durchgangsstrasse festlich geschmĂĽckt, die Tafeln fĂĽr die Umleitung des Verkehrs lagen auch schon bereit. Sämtliche Baustellen waren entfernt, die Strassen blitzblanksauber. Das ganze Tal machte einen sehr freundlich gestimmten Eindruck, eine richtige „sonnige“ Stimmung, wie es das Wappenbild des Mettauertales schon ausstrahlt.

Strassenkreisel am Eingang ins MettauertalNach dem Mettauertal fuhr ich wieder einmal dem Rhein entlang hinauf über Koblenz und Bad Zurzach. Zwei kurze Fotoaufenthalte in Schwaderloch und Leibstadt zur Ergänzung meiner Fotoserie unterbrachen die Fahrt.

Milchzentrale in BaldingenBald nach Bad Zurzach, genauer in Rekingen, biegt die Strasse rechts weg und gewinnt schon bald an Höhe. Es ist eine jener Strassen, die gegen den Schluss immer steiler wird. Bei Baldingen habe ich ein kleines Dorf erwartet. War dann aber ziemlich ĂĽberrascht, zuerst am „Unterdorf“, später am „Mitteldorf“ und zum Schluss auch noch am „Oberdorf“ vorbeizufahren. Doch kommt man zuoberst an, hat man eine wunderbare Aussicht ĂĽber das Aaretal und hinunter auf das Rheintal. Etwas gestaunt habe ich, ĂĽber die Grösse der Kirche in Baldingen.

Anschliessend fuhr ich noch hinüber nach Böbikon. Ganz anders als Baldingen, liegt diese Gemeinde eher versteckt in einem Tal, umgeben von Wald und Hügeln. Was natürlich zur Folge hatte, dass es nur einen Weg, den Weg über den nächsten Hügel gibt. So treffe ich dann nach einer weiteren steilen Steigung mit anschliessender Schussfahrt hinunter in Lengnau, meiner für heute letzten Gemeinde, ein.

Lengnau und das in der Nähe liegende Endingen sind insofern interessant, als dass sich dort in frĂĽher Zeit eine grössere jĂĽdische Bevölkerung zusammengefunden hat. So fand ich zum Beispiel in der Dorfgeschichte folgendes Zitat: „… Mit knapp 600 Einwohnern erreichte die jĂĽdische Bevölkerung gegen Mitte des letzten Jahrhunderts ihren Höchststand. Nachdem im Jahre 1986 die letzte in Lengnau gebĂĽrtigte und wohnhafte JĂĽdin verstarb, ging damit die fast 350jährige jĂĽdische Asylzeit zu Ende. ZurĂĽck bleiben heute als Wahrzeichen die auf dem Dorfplatz stehende Synagoge (erbaut 1846 – 48), der älteste jĂĽdische Friedhof der Schweiz zwischen Endingen und Lengnau und das heute noch aus der ganzen Schweiz belegte jĂĽdische Altersheim…“

Anschliessend machte ich mich auf den Heimweg, via Endingen und WĂĽrenlingen.

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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