Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Lust auf Rollerstrecke

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Es wĂĽrde knapp werden, mit einer Fahrt auf trockener Strasse am Morgen, das war der Wetterprognose anzusehen. Was das positive daran sein könnte, war, dass sich fĂĽr einmal die Wolken nicht gegen Osten verziehen wĂĽrden, sondern gerade umgekehrt, nämlich gegen Westen. FĂĽr meinen Arbeitsweg wĂĽrde das sogar möglicherweise zu einem Ritt aus dem Regen mitten in die Sonne fĂĽhren. War’s das denn auch?

Beim Kaffee am Morgen nieselte es noch. Im Westen war der Himmel schwarz, im Osten bahnte sich ein Sonnenaufgang an. Das würde ja schon mal stimmen. Also habe ich mich vollen Mutes in die Regenklamotten gestürzt. Unten das übliche Regenzeugs, vor allem als Abwehr gegen das erwartete viele Spritzwasser von der Strasse, oben lediglich das gelbe Jäckchen in der Hoffnung, es würde den letzten Regentropfen standhalten.

Die Rechnungen und Hoffnungen gingen ziemlich gut auf. Auch wenn es den halben Weg dauerte, bis endlich das Nieseln aufhörte. Aber dann auf einmal, Sonnenschein pur. Letzte Nebelschwaden drückten sich den Hügeln entlang. Am Himmel kaum mehr Wolken, schon gar nicht mehr schwarze.

Seit ich meine Velofahrten auf dem Arbeitsweg bei Strava und Garminconnect hochlade, habe ich mir auch einen Herzfrequenzzähler und einen Trittfrequenzzähler gekauft. Die Statistik zeigt, dass sowohl die durchschnittliche Herzfrequenz wie auch die durchschnittliche Trittfrequenz leicht abnimmt. Auch beide Maximalwerte gehen laufend etwas zurĂĽck. Nicht viel, bei der durchschnittlichen Trittfrequenz von 79 auf 75 und beim Herz von 130 auf 115. Aus dem Rollentraining im Winter weiss ich, dass sich meine Beine bei einer Trittfrequenz von gut 90 ziemlich wohl fĂĽhlen und lange Zeit durchhalten können. Was darunter ist, empfinde ich oftmals als einen Krampf, als ein GewĂĽrge. Das mag vielleicht Einbildung sein. Aber seit dem ich begonnen habe, fĂĽr einzelne kleine HĂĽgel nicht mehr runterzuschalten, sondern aufzustehen und so den HĂĽgel hinaufzufahren, hat sich mein „gefĂĽhltes“ Fahrverhalten geändert, ich schalte vermutlich weniger oft.

Um dem etwas zu begegnen, machte ich heute Abend wieder einmal einen Selbstversuch. Ich wollte möglichst lange und flach und mit hoher Trittfrequenz dahinrollen. Dazu schien mir der Heimweg genügend Möglichkeiten zu bieten. Habe ich mal die Anhöhe nach Regensdorf-Watt erreicht, geht es vor allem leicht bergab. Das Wehntal hinunter, anschliessend das Surbtal. Nach Döttingen dann die flachere Variante durch das Aaretal leicht ansteigend hinauf, einen kurzen Spurt auf das Villigerfeld und hinter dem Bruggerberg dann nochmals ein paar flache Kilometer.

Womit ich bei der Planung dieser Strecke nicht gerechnet hatte war der Wind. Rundherum erhoben sich Kumuluswolken, längst nicht alle so schön weiss wie auf dem heutigen Bildchen. Ein paar waren schon bedrohlich schwarz. Wohl als Folge dieser Wetterkonstellation hatte ich Winde aus allen Richtungen, ungeschickterweise halt meist Gegenwind. Ich hielt aber an meiner Idee der hohen Trittfrequenz fest, kurbelte fleissig das Tal hinunter, benützte kaum die grosse Scheibe.

Einzig nach 40km, beim kurzen Spurt vom Aaretal auf das Villigerfeld hinauf, da hatte ich es vielleicht ein bisschen übertrieben, die Oberschenkel begannen einen Moment zu übersäuern. Schnell runterschalten und schneller kurbeln bis dieses Gefühl wieder weg war.

Die Auswertung zu Hause zeigte Erstaunliches: Die Trittfrequenz für die 50km war wieder bei 78 auch das Herz war wieder bei 122 (beides Garminconnect). Zudem fühlten sich die Beine nicht so verkrampft an, wie nach den letzten Fahrten auf dem Heimweg. Werde mal weiter versuchen die Trittfrequenz zu erhöhen. Wie ich nämlich ebenfalls im Winter auf der Rolle oftmals festgestellt habe, bin ich mit hoher Trittfrequenz in der Regel auch etwas schneller.

Nicht viel, aber etwas Weniges kann ich fĂĽr den Inferno-Event schon noch gebrauchen.

Fotos vom Arbeitsweg_Nord

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Heute auf dem Rad
am frĂĽhen Morgen
Fahrrad

Rennrad

83.1KM

390 HM
03:06 H

am späten Abend
wechselhaft_teilweise_Regen

13 Grad

einzelne_Wolken

22 Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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