Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Gebenstorf – Klignau – Oberbözberg

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Auch wenn wir den ganzen Tag unter einer dicken Nebeldecke ausharren mussten, so habe ich heute auch daran etwas positives, vielleicht sogar etwas schönes entdeckt.

Geht oder fährt man ein bisschen in die Höhe, dort wo der Schnee noch weiss ist, so entdeckt man bald jede Menge schwarz / weiss – Motive fĂĽr den Fotoapparat. Die Obstbäume stehen ganz leer da. Vielleicht bleibt mal eine Krähe oder ein Mäusebussard darauf sitzen. Manche Bäume sehen aus der Ferne aus wie Scherenschnitte, ausgeschnitten von einer zarten Hand. Kommt man dann in die Nähe, ähneln sie schon viel eher dreidimensionalen Skeletten. Manchmal schön symmetrisch, manchmal merkwĂĽrdig einseitig, verdreht, vielleicht auch verkrĂĽppelt.

Die Landschaft ist im Winterschlaf. Alle Geräusche kommen sehr gedämpft ans Ohr. Es scheint die totale Ruhe zu herrschen. Und doch, raschelt es hin und wieder im Unterholz, im dürren Laub unter einer der vielen, ordentlich und fast millimetergenau hingetragenen, hingelegten, zugedeckten, Holzbeigen. Im Schnee dem Strassenrand entlang, sind hin und wieder Spuren von Wild, vielleicht auch von Hasen und Füchsen zu erkennen. Manchmal zwitschert ein Vogel.

Am Anfang der Strecke, habe ich mir ein paar Punkte gemerkt, an denen ich dann, sobald ich wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre, ein Foto mache. Ich möchte ja meinen Arbeitsweg fotographieren. Jeden Tag, einen Kilometer weiter vorne (War eine Idee aus der Silvesternacht!). Da hielt ich es für ratsam, wenigstens die ersten paar Punkte, mal bei Tageslicht anzuschauen. Denn die ersten Fahrten dürften ja noch zu dunkler Stunde absolviert werden.

Der Rest der Fahrt ist dann eher Ausdruck eines Wärme- und Kältespiels: Jedes Mal, wenn die Finger wieder kalt wurden, suchte ich mir möglichst rasch einen Hügel um dort hinaufzufahren. Das gibt warm. Die Wärme reicht dann vielleicht sogar für die anschliessend Abfahrt. So gelangte ich immerhin über den Rotberg, diesmal von Klingnau über Böttstein und Mandach hinauf. Das dürfte die steilste Auffahrt auf den Hügel sein. Anschliessend dann noch die Bürensteig. Bei der Fahrt von Mönthal nach Remigen, wurde mir eben wieder kalt, so dass ich dort noch auf den Oberbözberg hinauffuhr. Ebenfalls eine der steileren Strecken in unserer Gegend. Doch anschliessend ging es dann ziemlich steil und schnell den Hügel hinunter nach Remigen, über die Ebene nach Riniken und definitiv nach Hause.

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Heute auf dem Rad
Fahrrad

Rennrad

47.8KM

829 HM
02:12 H

Nachmittag
Nebel

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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