Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Ein Tag auf dem Brienzer Rothorn

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Schon in aller FrĂĽhe sassen wir heute im Schnellzug via Olten – Bern – Interlaken nach Brienz. Dank optimaler Verbindungen und AnschlĂĽssen war das alles kein Problem. Wartezeiten mussten wir erst bei der Talstation der Brienzer Rothorn Bahn in Kauf nehmen. Denn dieser schöne Herbsttag lockte nicht nur uns ins Freie und auf die Berge.

Ab Brienz wurden wir dann mit einer Dampflok auf das Rothorn hinauf geschoben. Während einer Stunde werden so knapp 1700 Höhenmeter bewältigt. Zwischenhalte gibt es vielleicht bei den beiden Kreuzungsstellen wo auf allfällig entgegenkommenden Verkehr gewartet werden muss und in der Mittelstation Planalp. Die Dampfloks nehmen hier eine Portion Wasser auf. Die Strecke ist fürchterlich steil. Beträgt doch die steilste Stelle immerhin 25% und die durchschnittliche Steigung 22.5%. Die gesamte Bahnlänge ist 7.6 Kilometer.

An einem so schönen Herbsttag wie heute, ist es ein besonderer Reiz durch die farbigen Wälder zu fahren und dahinter die Bergkulisse zu beobachten, die je länger desto kantiger und hĂĽgeliger wird, derweil der Brienzersee immer kleiner und ĂĽberschaubarer wird. Besonders heute, da die Bergspitzen bereits ihre erste Portion Schnee erhalten haben, sieht alles nochmals viel schöner und „schweizerischer“ aus. Oben angekommen können wir uns an den Bergspitzen kaum satt sehen.

Während des Mittagessens im Restaurant der Seilbahnstation auf dem Rothorn, können wir ein paar Schneehühner auf dem Schneefeld direkt unter der Seilbahn beobachten. Dank unserem günstigen Sitzplatz während des Mittagessens können wir auch die andere Sicht, die Sicht in Richtung Pilatus, Sörenberg und bis weit ins Mittelland hinaus geniessen.

Im Verlaufe des Nachmittags wird die Sicht dann allerdings immer geringer. Über die Berge legt sich ein eigenartiger Dunstschleier. Wäre es kälter, sähe die ganze Szenerie nach Schneefall aus. Doch heute, bei diesen Temperaturen auf über 2200 Metern über Meer, liegt so etwas gar nicht drin.

Da die Bahngesellschaft kaum mit so einem Ansturm an Ausflüglern gerechnet hat, wird schon längst nicht mehr nach Fahrplan gefahren. Ich wage sogar zu behaupten, dass die heute jede verfügbare Antriebskraft und jeden verfügbaren Wagen auf die Schienen gestellt haben, um all die Ausflügler hinauf und wieder hinunter zu bringen. So kam es denn auch, dass wir bei der Rückfahrt, hinunter ins Tal, halt nicht mehr von einer Dampflok gebremst wurden, sondern von einer Diesellok.

Noch auf dem Heimweg, wieder in den SchnellzĂĽgen der SBB, ist uns klar: das war ein wunderbarer Sonntagsausflug.

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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