Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Drive by Wire auch am Rennrad

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Die gestrige Kopfzeile bei der NZZ stösst bei mir natürlich auf grosses Interesse. Die Zeitung beschreibt darunter anschliessend die neuesten Trends nicht nur bei den Rennrädern, auch bei den Mountainbikes. Alles Neuigkeiten, gezeigt an der Eurobike, Europas wichtigster Fahrradmesse.

Dass das Rennrad seit Jahren mit immer mehr Elektronik und Elektrik bestückt wird ist ja bekannt. Längst gehört der Kilometerzähler mit analoger Anzeige und aufgeschraubtem Dorn an der Speiche ins Museum. Gefolgt ist ein Kilometerzähler, der auf elektrischen Impuls reagiert und längst viel mehr kann als nur Kilometer zählen. Die Dinger wuchsen langsam zu kleinen Bordcomputern an bis hin zu Pulsmessungen, Trittfrequenzmessungen, Höhenmetermessung. Mindestens mit der Aufzeichnung der aktuellen Fahrt und des Jahres, oftmals sogar downloadbar auf den PC und entsprechend auswertbar.

Seit nun Navigationsgeräte auch outdoorfähig sind, sind auch diese mit der ganzen Elektronik solcher Velocomputer vollgepackt worden. Jedenfalls bietet Garmin dem Velofahrer das Edge 705 an, das wohl bezüglich Bedürfnisse auf dem Fahrrad nichts mehr offen lässt.

Etwas ĂĽberraschend, wenigstens fĂĽr mich, hat sich die Wireless-Schaltung, eben die drahtlose Schaltung des Ritzels und des Kettenblattes nicht durchgesetzt. Sei zu störanfällig und zu schwer. Bewähren soll sich aber die Schaltung, die per Draht den Schaltimpuls vom Lenker an die Stellmotoren fĂĽr Kettenblatt und Ritzel ĂĽberträgt. Zusätzlich sorgt diese Mechanik auch noch fĂĽr ein reibungsloses Einhängen der Kette, so dass das gelegentliche DrĂĽcken der Beine „in die Leere“ wohl der Vergangenheit angehört. Entsprechende Batterien sind im Rahmenrohr untergebracht und sollen, je nach Fahrweise, sprich Häufigkeit der Schaltbewegungen, 1000 bis 2500 Kilometer weit reichen. Selbstverständlich kann auch die aktuelle Stellung der Kette am Velocomputer sichtbar gemacht werden.

An einem anderen Ort, in einem der Ferienheftchen für Rennrad-Fernfahrten, konnte ich feststellen, dass mittlerweile nun Rennräder mit 10 Zahnrädchen am Ritzel angeboten werden. Die kleinste Übersetzung ist zudem so eingerichtet, dass die Kraft genau 1:1 vom kleinsten Kettenblatt auf das grüsste Ritzel übertragen wird. Unter diesen Umständen könnte ich mir sogar vorstellen, meine nächste Fernfahrt mit dem Anhänger, wieder mit dem Renner zu unternehmen.

Nach fĂĽnf Jahren und mittlerweile bald 40’000 Kilometern mit dem gleichen Renner, beginne ich mir Gedanken ĂĽber das Nachfolgemodell zu machen.

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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