Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Probefahrt Savoyen, ein Erfahrungsbericht

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Ich stehe ja immer noch vor dem Entscheid, ob ich meine Savoyen-Rundfahrt mit dem Renner oder dem Mountainbike fahren soll. Dazu habe ich vor kurzem hier mal versucht, eine rein rechnerische Herleitung zu einem Entscheid zu finden.

Heute gings nun um die Praxis. Ich fuhr die selbe Strecke wie vor Wochenfrist, also 55 Kilometer, und etwas ĂĽber 1’000 Höhenmeter, diesmal aber mit dem Mountainbike, dem Monoporter (Anhänger), beladen mit ziemlich genau 28 Kilogramm nutzlosem Zeugs Gepäck.

Wie üblich nach dem Mittagessen, stellte ich diesmal halt das Mountainbike mit dem beladenen Monoporter auf die Strasse. Nebenbei an einem wunderschönen Tag, und ziemlicher Wärme. Die Strecke habe ich das letzte Mal schon detailliert beschrieben. Es sind insgesamt sechs Hügel zu bewältigen. Die Steigungsprozente sind in der Regel zwischen 5 und 10% in Einzelfällen auch leicht darüber, also durchaus vergleichbar mit dem was mich in den Savoyen auch erwartet. Nur eben halt viel kürzer, dafür aber immer wieder.

Mit den 28 Kilo im Gepäck hatte ich sicherlich gut gepackt. Auf der Rundfahrt werde ich schauen, nicht mehr als 15 bis höchstens 20 Kilo mitnehmen zu müssen. Auch hat das Mountainbike vorläufig noch Stollenpneus. Diese werde ich höchstwahrscheinlich noch mit Strassenpneus auswechseln.

Auf der Strecke bin ich im Grossen und Ganzen gut durchgekommen. Anfänglich musste ich mich natürlich wieder an das neue Gleichgewichtsgefühl gewöhnen. Auch verrutschte die Ladung leicht, so dass das ganze Gefährt manchmal etwas nach links zog.

Am ersten HĂĽgel hatte ich noch das GefĂĽhl, das gleiche Tempo wie mit dem Renner einhalten zu können, musste ja dazu nur schneller kurbeln. Doch da geht die Rechnung irgendwie nicht auf, beziehungsweise meine Kondition lässt so etwas nicht beliebig lange zu. So setzte ich dann die Priorität bald einmal auf „Durchkommen“ statt auf eine Zeitlimite. Von da an ging alles viel besser.

Die „Angstkurve“ im Mönthal gegen die Ampferenhöhe, wo ich mit dem Renner jeweils aus dem Sattel gehen, konnte ich sitzend durchfahren. Es geht sowieso nicht gut, mit dem Anhänger und bei tiefen Geschwindigkeiten aus dem Sattel zu gehen. Zu schnell kommt die ganze Sache ins Schwanken. Da muss ich wahrscheinlich wieder lernen, einen Wiegetritt hinzukriegen, ohne dass sich das ganze Gefährt jeweils seitlich „hinauslehnt“.

Ein weiterer Abschnitt befindet sich an der Staffelegg. Eine ganz bestimmte Kurve ausgangs DensbĂĽren, die sicherlich weit ĂĽber 10% ist, konnte ich, zwar im kleinsten Gang, durchkurbeln. Ebenfalls zur Habsburg hinauf, etwa bei Kilometerstand 51, ein letzter sehr steiler, aber kurzer Abschnitt.

Insgesamt komme ich nach dieser Probefahrt zum Schluss, dass die Rechnung ungefähr stimmt. Anstrengungsmässig ist es vielleicht ein bisschen mehr als mit dem Renner, die berechneten 40% weniger zurĂĽckgelegte Zentimeter pro Kurbelumdrehung gehen voll in die Zeit. Bei meiner ersten Fahrt mit dem Renner legte ich die Strecke in 158 Minuten zurĂĽck. Heute benötigte ich 225 Minuten, also gut 40% mehr. Unerwarteterweise habe ich allerdings mit dem Mountainbike heute eine Höchstgeschwindigkeit von 66.5 hingelegt, während vor einer Woche mit dem Renner das GPS „nur“ 64.7 gemessen hatte. FĂĽr mich bedeutet dies, dass ich geradeaus und bergab mit dem Mountainbike ungefähr gleich schnell unterwegs bin.

So komme ich nun zum definitiven Entscheid: Savoyen fahre ich mit dem Mountainbike

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Heute auf dem Rad
Fahrrad

Mountainbike mit Anhaenger

55KM

1102 HM
03:45 H

Nachmittag
schoenster_Sonnenschein

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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