Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Nizza: Nice to see you

… dieses Wortspiel scheint das Motto von Nizza / Nice zu sein. Jedenfalls findet man es häufig in dieser Stadt. Und dieser Slogan ist auch unbedingt notwendig, denn zur Zeit scheint Nizza eine einzige Baustelle zu sein. Offensichtlich ist man daran eine grössere autofreie Zone um den Place MassĂ©na zu bauen. Dieser Platz scheint fertig zu sein. Tramschienen sind verlegt. Da allerdings sämtliche Vorbereitungen fĂĽr die Oberleitung des Trams fehlen, wird es wohl etwas ganz besonderes geben. Den Plakaten nach zu schliessen, soll der Platz und die umgebenden Häuser wie 1930 hergerichtet werden. Damals fuhr ja vielleicht noch das Rösslitram (!?)

Gewohnt vom frühen Aufstehen, habe ich mich heute morgen noch in der Kühle auf die Beine gemacht, den örtlichen Markt in der Altstadt unter dem Schlosshügel besucht. Viele Früchte, Brote, Blumen, allerlei aus der Agrikultur, auffällig viel Knoblauch und noch viel mehr Olivensorten wurden angeboten. Ein Gedränge von Touristen die sich den Markt anschauten und Einheimischen die offensichtlich genau wussten, was sie wo einkaufen wollten, herrschte.

Später dann eine Stadtrundfahrt mit einem der bekannten Rundfahrten-Traktor-ZĂĽglein. Wieder ĂĽber den Markt, ĂĽber den Garibaldi – Platz, beim Gericht vorbei, am Bahnhof am Theater und der Oper von Nizza vorbei hinauf zum Botanischen Garten und zum SchlosshĂĽgel. Anschliessend eine Kurve zum Hafen beim Soldatendenkmal ĂĽber einen kleinen Teil des Quai Anglais wieder zurĂĽck zum Ausgangspunkt beim Jardin Albert 1er.

Für 6.50 € habe ich so einen ungefähren Eindruck der Stadt erhalten. Mit den Jahreszahlen, die die sonore Stimme aus dem Lautsprecher runterplapperte möchte ich mich nicht auf die Äste rauslassen. Aber in der Entstehungsgeschichte von Nizza, müssen kriegerische Handlungen von Italienern, Griechen, Sarden und natürlich der Franzosen an der Tagesordnung gewesen sein. Allerdings haben die Kriegsfürsten und weitere Einflussreiche der Geschichte auch den Baustil mindestens der Altstadt massgeblich beeinflusst. Der Garibaldi-Platz zum Beispiel würde auch in irgend eine Grossstadt Italiens ganz gut hineinpassen.

FĂĽr das Mittagessen finde ich irgendwo in der verwinkelten Altstadt ein kleines Restaurant, wo Lasagne, zubereitet im Holzofen, angeboten wird. Leider muss dem Holzofen das Feuer ausgegangen sein. Ich versuchte es beim Dessert dann nochmals mit einer „Tarte aux pommes“ vom Holzofen und flambiert mit Rhum. Also gebrannt hat sie eine ganze Weile lang, doch das mit dem Holzofen war heute wohl nichts.

Beim Zurückschlendern ins Hotel, habe ich noch das Geschäftsviertel entdeckt. Es ist grösstenteils Fussgängerzone, Restaurant, Kleider-, Schmuck-, Geschäfte für den täglichen Kleinkram, Banken und Versicherungen reihen sich in wilder Reihenfolge aneinander.

Bei irgendeinem der vielen GlacĂ©stände kaufte ich mir noch eine „Double“, wovon die eine Kugel mit dem vielsagenden Aroma „nicoise“. Was es wirklich war? Keine Ahnung, geschmeckt und gekĂĽhlt hat sie auch so.

Blumen am Place Masséna Ruinen auf dem Schlosshügel
Häuserschluchten und Palmen Verkehrsproblem: Autobahn, Eisenbahn und Stadtverkehr

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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