Nach dem gestrigen Ruhetag stand heute die längste Rundfahrt und erst noch mit den meisten Höhenmetern an. Zu dem wurde vom meteorologischen Dienst eine Wetterwarnung wegen starken Windes ausgegeben.
Wir starteten bei fast völliger Windstille aber doch recht trüber Sicht. Bald ging es ins Landesinnere. Wir kurbelten als erstes den Bedar hinauf. Eine Strecke, etwa zehn Kilometer lang, mit unterschiedlichen, teils recht heftigen Gefällen.
Üblicherweise hat man während der Auffahrt immer wieder den Blick hinunter zum Meer. Doch heute verschwamm der Horizont im Dunst. Dafür fuhren wir durch ein Meer von gelb blühendem Ginster.
Während der Abfahrt an den Fuss des El Pilar, spürten wir erste Windböen. Vielleicht auch noch ein bisschen Rückenwind auf die Höhe des El Pilar hinauf. Es folgt danach wieder eine Abfahrt und gleich anschliessend eine Fahrt hinüber nach Uleila del Campo, an den Fuss des Virgen. Da half der Rückenwind spürbar mit.
Während der Auffahrt auf den Virgen befanden wir uns grösstenteils im Windschatten des Berges. Auch hier die Sicht über die Ebene, über die wir vorher von links nach rechts durchgefahren waren, reichte kaum bis an die parallel verlaufende Sierra Alhamilla hinüber.
Als wir für die letzten Kilometer bis zur Passhöhe hinauf die Seite des Berges wechselten, gab es dann doch noch ein paar weitere Windböen.
Die Passhöhe selber ist recht langgezogen und auch etwas hügelig. Bald können wir es aber gut zehn Kilometer in die Tiefe sausen lassen.
Aber auch diesmal machen wir bei der Sicht auf den Marmorabbau einen Fotohalt.
Nach der Abfahrt hinunter nach Albanchez stärken wir uns mit unseren Sandwiches, Riegeln, Cola und anderen Getränken. Gut die Hälfte der Kilometer sind gefahren und etwa drei Viertel der Höhenmeter haben wir auch schon in den Beinen.
Nichts desto trotz erwartet uns nach dem Aufstehen vom Mittagstisch schon der nächste Hügel, nochmals etwa sieben Kilometer, aber wenigstens nicht mehr sehr steil.
Noch zwei weitere, kleinere Hügel folgen. Ich schiesse ein letztes Foto von der Gegend um La Rambla Aljibe.
Seit dem Mittagessen hatten wir in den Hügeln kaum Wind abbekommen. Erst als wir nach La Rambla Aljibe zur Abfahrt in Richtung mehr abbiegen, da ist der Wind wieder da. Meist als Seitenwind, später als Rückenwind.
Die letzten paar hundert Meter fahren wir noch am Meer entlang. Nicht ganz überraschend überschlagen sich die Wellen am Ufer. Mehrere weissen Linien von Schaumkronen bilden sich entlang dem Ufer. Glück für uns, dürfen wir diese letzten Meter noch mit kräftigem Rückenwind ins Hotel zurückfahren.
Königsetappe über den Virgen
Am Bedar, während der Auffahrt zur Passhöhe
Während der Auffahrt auf den Virgen
Passhöhe Virgen
Marmorabbau während der Abfahrt vom Virgen
Blick nach La Rambla Aljibe


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