Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Vom JĂ€ger zum Gejagten

Ich sah ihn nach Neuenhof, auf dieser Strecke ohne Strassenlaternen, weit vorne. Versuchte nĂ€her zu kommen, schaffte das auch. Wir bretterten durch Killwangen, hinunter an die EinmĂŒndungsstrasse vom Bahnhof herkommend. Unsere Strasse ist eine Stoppstrasse. Wenn das nur gut geht, dachte ich noch und nahm schon mal etwas Tempo raus. Mein Vordermann bog plötzlich rechts ab in die Quartiere. Dann halt nicht, dachte liess bis zum Stopp auslaufen.

Nach dem Stopp geht es noch ein paar Meter weiter hinunter. Plötzlich sah ich ihn wieder, diesmal hinter mir aus einer anderen Quartierstrasse herausschiessen. Der hat also nur den Stopp umfahren und hÀngte sich nun hinter mir in den Windschatten.

Ich spĂŒrte den Adrenalinschub kommen. Denn schliesslich habe ich ihn vorhin gejagt. Also bloss keine SchwĂ€che zeigen. Spreitenbach durch die Quartiere, Abzweigungen, Kreisel, Bushaltestelle hinunter auf den Radweg entlang der Hauptstrasse. Dort wo ich letztes Mal ĂŒberholt wurde. Das sollte mir heute nicht mehr passieren. Also nicht nur kurzfristig, sondern eben „nachhaltig“ lange auf dem Gas bleiben. NĂŒtzte aber alles nichts. Seinem Stroboblitz konnte ich nicht entgehen.

Dietikon, die lange Gerade, entlang der stehenden Autokolonne, bei den seitlichen EinmĂŒndungen hatten wir heute GlĂŒck, kaum einer der reindrĂ€ngelte. Erst vorne bei der grossen Kreuzung nahm er einen anderen Weg. Das mögen nun vielleicht knapp 10KM Vollgas gewesen sein. Im Nachhinein verstehe ich nicht wirklich, was das sollte. Aber eben, da muss irgendwo ein Gen vorhanden sein, das in solchen FĂ€llen regelmĂ€ssig auf Vollgas stellt.

Am Abend im Velokeller, bin ich mir nicht ganz sicher, ob dieses Rad vom Morgen tatsĂ€chlich auch hier auf seinen Besitzer warten muss. Orangefarbene RĂ€der dĂŒrften ja nicht allzuhĂ€ufig vorkommen.

Auf dem Heimweg schlich dann ein E-Bike an mir vorbei. Da habe ich dann allerdings auf das Überholen verzichtet. Habe mich nur in den Windschatten gestellt. Ist noch angenehm hinter einem E-Bike. Kein LĂ€rm, kein Gestank wie bei einem Töffli / Mofa. Und bergauf mögen die ja auch etwa im gleichen VerhĂ€ltnis weniger schnell hinauf, wie „nicht elektrische FahrrĂ€der“ eben auch. Schade, bog er so frĂŒh weg. Das Tempo hĂ€tte nicht schlecht gestimmt. Nicht zu sehr herausfordernd jedenfalls.

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Heute auf dem Rad
am frĂŒhen Morgen
Fahrrad

Rennrad

69.52KM

395 HM
2:35 H

am spÀten Nachmittag / Nachts
Nacht_mit_wenig_Wolken

9 Grad

bewoelkte_Nacht

15 Grad

Autor: Urs

WĂŒrde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher fĂŒr lange AusflĂŒge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein fĂŒr dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmĂ€ssig ĂŒber meine Fahrten.

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