Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Oesterreichs Gletscherstrassen, zweiter Versuch

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Wer hier schon länger mitliest, mag sich vielleicht daran erinnern, dass ich jährlich, meist im Sommer, ein paar Tage mit dem Rennrad unterwegs bin. Ich versuche dann, meine Ferienreise so zu legen, dass ich jeweils ĂĽber ein paar Passstrassen in den Alpen fahre, welche auf ĂĽber 2’000 Meter ĂĽber Meer hinauffĂĽhren. Dies einerseits um meinem langjährigen Ziel, alle Passstrassen zwischen Wien und dem Atlantik, welche ĂĽber 2000 Meter hinauffĂĽhren, mindestens einmal in meinem Leben mit dem Fahrrad befahren zu haben, etwas näher rĂĽcke. Dann aber auch, weil mir die Bergwelt gefällt. Die Täler, mit und ohne Gletscher, tiefe Schluchten, breite Täler, umgeben von Bergriesen. Fein duftende Wiesen und Wälder, manch ĂĽberraschender Einblick in Seitentäler, die Abwechslung von Tal zu Tal, manchmal auch von Spitzkehre zu Spitzkehre. Nach den anstrengenden Bergfahrten folgen auch immer wieder Abfahrten und zwischendurch manchmal ein bilderbuchhafter Ausblick.

Es kommt mir hier niemals auf die Geschwindigkeit einer Bergfahrt an, vielleicht aufs Durchhalten, sicher aber auch, ein paar schöne Eindrücke von der Gegend mitnehmen zu können. Sei dies nun als Foto oder einfach als Erinnerung auf ein besonderes Erlebnis.

Letztes Jahr wollte ich ja all die Gletscherstrassen von Österreich befahren, welche teilweise nur gerade wegen dieser schönen Bergwelt gebaut wurden. Allen voran die Nockalmstrasse und die Grossglockner Hochalpenstrasse. Leider machte mir dabei das Wetter einen eiskalten Strich mit Regen und Schnee, bis hinunter unter die Waldgrenze, durch die Rechnung. Als einzige dieser Gletscher- und Panoramastrassen konnte ich lediglich über die Nockalmstrasse fahren. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

So habe ich mir fĂĽr dieses Jahr nochmals eine interessante Route zusammengestellt. Ich werde dabei versuchen in den „Radfahrer-Himmel“ vorzustossen, auf den höchsten Punkt von Europas Strassen, die noch mit dem Rennrad erreichbar sind (Parkplatz am Ende der Ă–tztaler Gletscherstrasse).

Auch die Grossglockner – Hochalpenstrasse steht auf dem Wunschzettel. Sie verbindet mit einer Länge von 48 km das Salzachtal mit dem Mölltal ĂĽber die beiden Pässe Fuscher Törl und Hochtor. Sie weist Abzweigungen zur Edelweissspitze und zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf. Sie ist die höchstgelegene, befestigte PassstraĂźe in Ă–sterreich. Befährt man alle Abzweigungen nebst dem Hauptkamm ebenfalls, kommt eine stattliche Anzahl von 3’000 Höhenmetern zusammen.

Danach geht es sĂĽdlich der Alpen wieder in Richtung Schweiz zurĂĽck. Gut trainiert (hoffentlich nicht ĂĽbertrainiert), werde ich nach zwei etwas kĂĽrzeren Etappen und einem Ruhetag vor meiner Heimkehr nach Hause noch die 100km am Inferno MĂĽrren fahren.

Ich habe die Strecke mal mit Hilfe von GoogleMap versucht in die Landschaft zu legen.


Ă–sterreicher-Rundfahrt 2012

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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