Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Sportstracker-Erfahrung, Teil 3

Der elektronische Coach als eine weitere Möglichkeit der Sportstracker-Applikation auf meinem Androiden.

In einem wünschbaren Rhythmus von Zeit oder Kilometern, kann einem zum Beispiel die aktuelle Geschwindigkeit, die aktuelle Durchschnittsgeschwindigkeit, die Kilometer seit Start, die Zeit seit Start, Feedback zur Höchstgeschwindigkeit und die verbrannten Kalorien angesagt werden. Im Falle von neuen Bestleistungen werden die zwischendurch auch noch angesagt.

Ich hatte fĂĽr den heutigen Versuch den Coach mal auf einen 10 Minuten – Rhythmus der Ansagen, plus Bestleistungen, eingestellt.

Kurz nach der Abfahrt beginnt der Coach, es ist Übrigens eine Sie, bereits mit der Ansage der nächst höheren Höchstgeschwindigkeit. Da es nach meiner Wegfahrt bald einmal einen rechten Stutz hinunter geht, ich dort meist sehr nahe an die Höchstgeschwindigkeit herankomme, sind diese Mitteilungen über diese Art von Höchstleistungen schon bald einmal beendet.

In der Regel kommen also nur noch die anderen Angaben ins Ohr. Hier interessiert naturgemäss die aktuelle Durchschnittsgeschwindigkeit. Der Zufall wollte es, dass ich ausgerechnet heute Morgen, eine fast durchgehende grüne Welle gefahren bin. Die Durchschnittsgeschwindigkeit stieg denn auch unaufhörlich, was nach längerer Zeit zu immer neuen Rekordzeiten und Höchstgeschwindigkeiten führte.

Es war wie in einer Spirale: Der Coach gibt die neue Durchschnittsgeschwindigkeit durch – ich meine, da mĂĽsste noch etwas drinliegen, gebe den Beinen noch einen drauf – Coach gibt wiederum die neue Durchschnittsgeschwindigkeit durch – ich meine, da mĂĽsste schon noch etwas kommen, gebe den Beinen noch mehr Schub ?. Usw

Tatsache war, dass ich nach etwa 30 Kilometern Fahrt an meinem letzten Fixpunkt des Arbeitsweges, eingangs Zürich, der Kreisel beim Farbhof, mit über zwei Minuten Vorsprung auf meine üblicherweise erwartete Sommerzeit (bei guten Strassenverhältnissen und nicht in der Dunkelheit), förmlich vorbeigeflogen bin.

Für diese Fräserei durfte ich dann allerdings 8 persönliche Bestleistungen abholen, soviel wie noch nie in diese Richtung auf dieser Strecke.

Fazit: für die Fahrten durch die Dunkelheit, dann wenn man auf dem GPS oder dem Velocompter die Werte kaum richtig ablesen kann, die Fahrt einem Blindflug gleicht, da könnte so ein Coach eine Hilfe sein. Aber nach meinem Empfinden für unseren Strassenverkehr eben doch viel zu gefährlich. Sie, der Coach, lenkt ab. Man beginnt sich auf die Durchsagen zu konzentrieren, man strampelt förmlich der nächsten Durchsage entgegen. Ausgeblendet wird der ganze Verkehr, vergessen gehen Sonnenaufgänge und allfällige andere erwähnenswerte Begebenheiten links und rechts des Weges. Die Konzentration fokussiert sich immer stärker ausschliesslich auf das Tempo.

Es ist dies das erste Mal, dass ich mit Stöpseln im Ohr gefahren bin. Erst heute fiel mir auf, wie stark, wie oft ich mit dem Gehör auf den Verkehr hinter mir achte. Das fehlte mir heute ganz klar, des öftern war es notwendig, mehr und länger als sonst den Kopf zu drehen und nach hinten zu schauen. Und damit natürlich den Blick nach vorne zu verlieren. Kommt erschwerend dazu, dass sich das Meiste in der Dunkelheit abgespielt hat.

Es dürfte wohl das letzte Mal gewesen sein, dass ich mich auf der Strasse mit dem Coach im Ohr bewegt habe. Das ist mir nun definitiv zu gefährlich. Eine Fahrt, auch wenn sie etwas langsamer abläuft, in einen schönen Sonnenaufgang, und dabei den eigenen Gedanken, Ideen und Problemen nachhängen, ist mir doch noch viel lieber.

FĂĽr den abendlichen Heimweg versuchte ich noch die Live-Ăśbertragung vom Handy auf die Homepage von Sportstracklive. Soweit ich das ĂĽberprĂĽfen kann, hat auch das ausgezeichnet geklappt. Schade, dass es auf dieser Fahrt keine weiteren „Persönlichen Bestleistungen“ gegeben hat. Die hätten nämlich ebenfalls realtime getwittert werden sollen.

Ich glaube im Moment allerdings, dass nach der Fräserei von gestern Abend und heute Morgen, entsprechend meinem Trainingsstand, vorerst wohl meine meisten Möglichkeiten für hohe Tempi auf dieser Strecke ausgeschöpft sind.

Da müsste ja vielleicht wieder einmal ein E-Bike oder der Mountainbiker von gestern nachhelfen. Man weiss ja nie. 🙂

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Heute auf dem Rad
am frĂĽhen Morgen
Fahrrad

Rennrad

68.1KM

334 HM
02:24 H

am späten Abend
dunstige_Nacht

Grad

bewoelkte_Nacht

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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