Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Hallwilersee – Baldeggersee – Sempachersee

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Mit knapp 15 Grad, wolkenlosem Himmel und Windstille hatten wir heute super Voraussetzungen fĂĽr eine etwas längere Fahrt. An den Schuhen waren die Fusssohlen-Heizungen schnell entfernt, auch die etwas weniger warmen Kleider waren schnell angezogen, so dass ich schon bald fĂĽr die erste FrĂĽhlingsfahrt bereit war. So mussten noch viele andere empfunden haben, denn an der Strecke rund um den Hallwilersee hatten sich viele Velofahrer, Renner und MTB’ler eingefunden und spulten da ihre Kilometer einzeln oder in Gruppen ab.

Ich selber fuhr meine Standardstrecke an den Hallwilersee. Birrfeld – Othmarsingen – Hendschiken – Ammerswil – Egliswil – Seengen. Zwei kleinere HĂĽgel waren zu bewältigen bevor sich der Blick auf den Hallwilersee öffnete. Er lag heute ruhig und glatt wie ein Spiegel da. Das gegenĂĽberliegende Ufer spiegelte sich im Wasser und in sĂĽdlicher Richtung konnte man die Alpenkette erkennen. Undeutlich zwar, aber ich fuhr ja mal schon in diese Richtung.

Dann in Aesch zwischen dem Hallwilersee und dem Baldeggersee hindurch und hinüber nach Mosen, und in Richtung Ermensee der westlichen Seite des Baldeggersees entlang bis etwa auf die Höhe von Hochdorf. Auf dieser Seite hat es deutlich weniger Verkehr als auf der andersufrigen, relativ schmalen Strasse. Zudem schätze ich es nicht so besonders, direkt neben dem Trassee der SBB zu fahren. Auch dieser See lag in aller Ruhe da. Keine Welle, wie ein Spiegel. Der Alpenkamm war jetzt schon deutlich besser sichtbar, auch wenn sich da in der Bodengegend noch etwas Nebel oder Dunst befand.

Am Ende des Sees, ging es dann ĂĽber den fĂĽr heute einzigen nennenswerten HĂĽgel nach Hildisrieden hinauf. Dort sah man dann auch endlich bei einigermassen klarer Luft in die Alpen. Von Hildisrieden durch die Gegend der Schlacht bei Sempach an den Sempachersee hinunter.

Auch der Sempachersee hatte heute keine Wellen zu zeigen, auch er wie ein Spiegel. Meine Fahrt führte um Sempach herum, dem See entlang, um Sursee herum nach Geuensee. Im Suhretal mit einem ständigen leichten auf und ab über Triengen, Kirchleerau, Ober Muhen, um Unterentfelden herum nach Aarau. Während der Fahrt im Suhretal sah man in der Ferne immer wieder die Dampffahne von Gösgen. Kerzengerade stand sie da. Die Hügel dazwischen im für diese Jahreszeit üblichen braunen Kleid. Vereinzelt hatten die Bauern ihre Kühe heute auf das Feld gestellt. Gestellt deshalb, denn die Tiere wussten allem Anschein nach nichts gescheites mit dem vielen braunen Gras anzufangen. Scheint nicht zu schmecken. Dass der Frühling dennoch vor der Türe steht, bemerkt man nicht nur an den vielen offenen Cabrios und den vereinzelt anzutreffenden kurzärmligen und kurzbeinigen Velofahrern, sondern vielleicht auch daran, dass hier und dort die Gärtenbepflanzung geschnitten wird.

Ab Aarau fuhr ich dann wieder standardmässig ĂĽber Rohr – Rupperswil – Wildegg nach Hause.

Ausser der Passage zwischen dem Baldeggersee und dem Sempachersee, wo es tatsächlich bis etwa 700 Meter hinauf geht, weist die Strecke keine besonderes anstrengenden HĂĽgel auf. Im Gegenteil, es lässt sich gut „rollen“, viele der Strassen sind kaum befahren und manche Strecken haben Radstreifen. Ausser durch Aarau, aber diese Stadt könnte auch problemlos umfahren werden. Etwas verwundert war ich allerdings dann doch, dass ich meinen ersten Hunderter in diesem Jahr mit einem Durchschnitt von knapp 28 km/h gefahren bin. Ob das ein Erfolg der Fahrerei am Winterpokal ist?

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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