Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Montbrison – Lamastre: ins Zentralmassiv

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Die Wolken vom nächtlichen Gewitter hingen immer noch herum, als wir uns nach dem üblichen Morgenessen und dem Einpacken auf den weiteren Weg machten. Es sollte heute sehr hügelig werden, mit vielen Höhenmetern, acht Pässen und zur Belohnung eine lange Abfahrt hinunter nach Lamastre.

Die ersten paar Kilometer waren ziemlich langweilig. Mein GPS zeichnete in der Zusammenfassung eine schnurgerade Strasse von 10,2 Kilometer auf. Das ist seit meinen GPS-Aufzeichnungen die längste gerade Strecke überhaupt. Dazu kam, dass die Strassen fast durchgehend ziemlich nass waren, aber glücklicherweise doch nicht so stark, dass es dauernd spritzte. Ab und zu drückte auch die Sonne durch die Wolken. Etwa nach dem ersten Aufstieg erlaubten wir uns einen kleinen Abstecher zu einem alten Schloss, nur weil man von dort über weite Teile der Loire-Ebene blicken konnte. Denn heute würden wir diesen Fluss zum letzten Mal überqueren, bevor wir uns dem Rhonetal zuwenden werden.

Die anschliessende Abfahrt zur Loire hinunter und durch den regenfeuchten Wald war ein Genuss. Die Tiefe Rinne, worin die Loire ihren Lauf nimmt liess bei mir Erinnerungen an den Loreleifelsen wachen werden. Die Loire überquerten wir bei Unieux. Anschliessend ging es sehr hügelig und teilweise auch sehr steil, hinauf bis auf den Col de Rouvey (1244 MüM). Mittagessen unterwegs in Dunières, wo wir uns einen Teller Nudeln vor dem letzten grossen Anstieg aufbereiten liessen. Die Fahrt zum höchsten Punkt dieses Tages führt unter ständigem leichten Nieselregen fast ausschliesslich durch Wälder.

Dann die Abfahrt, etwas vom Feinsten: Während fast 30 Kilometer, gut 700 Höhenmeter vernichten, fast ohne Gegensteigung und teilweise einem wunderbaren Ausblick in die weiten, grünen Talschaften. Leider führte eine längere Strecke auch durch einen ehemaligen Waldbrand hindurch. Der Boden und das bodennahe Gestrüpp scheint sich vom Feuer wieder erholt zu haben. Hingegen standen immer noch viele schwarze Bäume wie Skelette am Hügel. Selbst auf der Strasse waren deutlichen Spuren der Hitze noch sichtbar.

Gegen Abend erreichten wir dann Lamastre gerade noch rechtzeitig vor einem Regenguss.

Von den acht Pässen, habe ich nur gerade eine Tafel fotographieren können. Eine weitere ist bei der Abfahrt nach Lamastre hinunter, in einer der kleinen Gegensteigungen, „vorbeigeflitzt“. Doch die restlichen sechs Pässe dĂĽrften nicht beschriftet gewesen sein.

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Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Rennrad

123.1KM

1685 HM
05:41 H

Nachmittag
bewoelkt_mit_einzelnen_Sonnenabschnitten

Grad

wechselhaft_teilweise_Regen

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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