Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Monatsfotos 2010

Dezember
RotbergIch muss in meiner Erinnerung schon sehr lange, vermutlich bis in die Kindheit zurĂĽckblättern, um wieder einmal einen so schneereichen und kalten Dezember finden zu können. Was sich viele gewĂĽnscht haben, eine weisse Weihnacht und nun auch noch einen halbwegs weissen Jahreswechsel, wurde uns zwar geschenkt. DafĂĽr nahmen wir viel Kälte, gefrorene Strassen und Gehsteige, und in den letzten Tagen auch wieder die „oben blau und unten grau“-Situation hin. Einige haben den richtigen Moment erwischt und sind bei klirrender Kälte durch tiefverschneite Landschaften gefahren. Da hatte ich weniger GlĂĽck.An einem scheinbar schönen Tag, hat es mich dann doch auf dem Rotberg richtig erwischt. Irgend eine Niederschlagszelle tauchte aus dem Nichts auf, und hĂĽllte die Gegend innert kĂĽrzester Zeit in Nebel, Wind und Schneefall. Ăśbrigens mein einziger Ausflug auf der Strasse. Alle anderen Kilometer und Höhenmeter habe ich auf der Rolle abgespult.


November
Winter an der StaffeleggDiesen Monat war einiges los. Anfang des Monats haben wir die Stadt Bern auf spielerische Art und Weise erkundet. An Hand einer Serie von Geocaches rund um und mitten durch die Altstadt suchten wir ein paar Sehenswürdigkeiten. So waren wir unter anderem auf dem Berner Münster, im Bärengraben, im Mattenquartier, beim Marzilibähnchen, auf der Kornhausbrücke und natürlich auch rund um das Bundeshaus.Der November eignete sich auch wettermässig nochmals gut für die letzten paar Fahrten mit dem Fahrrad auf dem Arbeitsweg. Kaum Nebel und oftmals sogar noch milde Temperaturen ergaben eine gute Kombination. Allerdings wurde diese milde Stimmung ziemlich plötzlich (in der Nacht auf den 26. November) mit anfänglich nur Regen und später dann sogar mit Schnee und richtig kalten Temperaturen regelrecht abgebrochen. Diese erste Kältewelle sei zwar meteorologisch nichts besonderes, doch sei sie schon etwas früh eingetroffen. Jetzt, Anfang Dezember, ist es noch immer unverändert sehr kalt, teilweise mit Temperaturen knapp am zweistelligen Minusbereich.


Oktober
Herbst am KlausenpassNach einer längeren Periode des Nebels ĂĽber dem Mittelland, ergriff ich Anfang Oktober die Chance, bei sogar verhältnismässig warmem Wetter, nochmals ĂĽber die Nebeldecke zu schauen und dabei auch noch einen Pass zu ĂĽberrollen. FĂĽr solche Gelegenheiten, im FrĂĽhling oder im Herbst eignet sich jeweils der Klausen sehr gut, kommt man doch mit dem Ă–V von beiden Seiten sehr nahe an die Passstrasse heran. So kann man fast nach belieben die Länge der Strecke fĂĽr das Rad variieren. Unter der Nebeldecke wurde es dann wie erwartet sehr rasch auch sehr kalt. Womit ich mich dann mit einem 100er zufriedengab und am ZĂĽrichsee wieder in den Ă–V einstieg.Der Monat als ganzes war dann aber doch nicht ganz so schlecht. Dank einigen Fahrten auf dem Arbeitsweg und einigen kurzen AusflĂĽgen in der näheren Umgebung, kamen dann doch noch 1’000 KM und etwas ĂĽber 8’000 Höhenmeter zusammen.


September
FurkapassPrivat und geschäftlich zeichnete sich seit einiger Zeit ab, dass der September einer der intensiveren Monate, sprich mit weniger Möglichkeiten fĂĽr Velofahrten und „Genusstage“ werden könnte. Auf meine Herbstfahrt in den Bergen wollte ich aber dennoch nicht verzichten. So ergriff ich die erste Möglichkeit fĂĽr die Herbstfahrt. Nochmals richtig Höhenmeter erklimmen, und dabei fast durchgehend Sonne pur und erst noch die meisten Kilometer in kurz/kurz, das war wunderbar.Es reichte dann eine Woche später sogar noch fĂĽr eine ausgedehnte Fahrt durch die Westschweiz, so dass ich jetzt bereits ende September das Jahresziel, „alle Kantone in der Schweiz befahren zu haben“ erreicht habe. Die zweite Hälfte des Monats musste ich dann wie erwartet sportlich deutlich kĂĽrzer treten. Es reichte gerade noch fĂĽr ein paar Fahrten zur Arbeit. Immerhin, auch das gibt Kilometer und Höhenmeter.

Übrigens ist auch das Jahresziel der 50 Fahrten auf dem Arbeitsweg erreicht. Bereits im September, das könnte ja vielleicht noch für eine nächste Jubiläumsfahrt (75ste) reichen.


August
unteres ZürichseebeckenNach zwei Monaten (Juni und Juli) mit vielen Höhenmeter und Kilometern, nahm ich es diesen Monat etwas gemütlicher. Ausser ein paar Fahrten auf dem Arbeitsweg und einer längeren Ausfahrt rund um den Zürichsee, blieben die Räder des Renners und des Mountainbikes vorwiegend im Keller stehen. Dennoch war es mit einigen Nordic Walking Runden am Klingnauer Stausee und den Wanderferien im Tirol ein interessanter und sportlicher Monat.


Juli
Heimweg_07Dieser Monat dĂĽrfte wohl in die GeschichtsbĂĽcher eingehen. 20 mal habe ich den Arbeitsweg abgeradelt. Alleine fĂĽr den Arbeitsweg ĂĽber 1’400 Km abgespult. Manche Fahrt konnte ich unter schönster und wärmster Sonne fahren. Gegen Ende des Monats waren dann allerdings doch noch ein paar Regenfahrten dabei.Trotzdem hatte ich auch noch Lust auf AusflĂĽge. So unter anderem, vielleicht sogar am heissesten Tag im Monat, zu einer Rundfahrt nach Delsberg / DelĂ©mont, vor allem deshalb, um auch im Kanton Jura im Verlaufe meines Velojahres mal ein paar Kilometer abzuradeln. Dabei habe ich wieder einmal festgestellt, dass ich den Jura noch gar nicht richtig kenne. Vielleicht sollte ich mir noch ein paar weitere AusflĂĽge in die Grenzregion Schweiz/Frankreich organisieren.


Juni
Misurina-See und Drei ZinnenFrüher als in anderen Jahren ?blich, genoss ich dieses Jahr meine Radferien bereits im Juni. Nach dem ich mich schon ein paar Mal im Grossraum französische / italienische Alpen aufgehalten habe, ergriff ich dieses Jahr die Gelegenheit von geführten Ferien in den Dolomiten, Südtirol. Nach einem Start durch einen Wintereinbruch, wurde es dann tatsächlich in kürzester Zeit sehr heiss. So kam ich in den Genuss, die Dolomiten einerseits tief verschneit zu sehen, andererseits aber auch den Dolomiten-Sommer zu geniessen.Das Foto zeigt eine der schönsten Ecken in den Dolomiten. Der Misurina-See vor dem Hintergrund der Drei Zinnen. Die drei Zinnen in der Schweiz aus dieser (südlichen) Perspektive vielleicht nicht ganz so bekannt, wie von der nördlichen Seite her.

Die Drei Zinnen haben aber fĂĽr mich auch noch einen anderen Sinn. Auf der gefĂĽhrten Tour, war es eigentlich nicht vorgesehen in das Refugio hinaufzufahren. Waren dort doch teilweise knapp 20% Gefälle zu bewältigen, zu dem an einem Tag, der ohnehin der Höhenmeterreichste sein sollte. Aber die Aussicht auf diesem Refugio, direkt an der untersten Kante der Felswand, eben dort wo es gerade noch geteert ist und auch dort, wo sogar ein Giro d’Italia noch ein Etappenziel aufstellen kann, war schlichtweg phänomenal.


Mai
GlaubenbergDieser Monat geht ja vielleicht in die Geschichte ein. Viel zu kalt und viel zu nass, wenigstens habe ich das so gefĂĽhlt. GlĂĽcklicherweise traf es sich dann aber doch so, dass wenigstens der eine Tag vom Wochenende jeweils ein schöner Tag war. So konnte ich wenigstens kleinere AusflĂĽge in der Gegend abradeln. PĂĽnktlich auf den Pfingsttermin schickte uns Petrus eine volle Ladung Sonne. Ich ergriff die Chance und konnte bei schönstem und warmem Wetter wieder einmal eine etwas längere Fahrt realisieren. Mit der Strecke ĂĽber den Glaubenberg habe ich dann auch gleich noch zwei Halbkantone (Ober- und Nidwalden) durchradelt.Etwa eine Woche später, habe ich mit einer Fahrt an den Rheinfall bei Schaffhausen, auch noch diesen Kanton fĂĽr dieses Jahr mit einem Besuch „abgehakt“.

Trotz des schlechten und kalten Monatsanfanges, ĂĽbertraf ich diesen Monat erstmals meine durchschnittlich zu fahrenden Kilometer, um das Jahresziel von 10’000 zu erreichen. Bei den Höhenmetern will es nach wie vor noch nicht recht gelingen.


April
IbergereggEin ausserordentlich trockener, warmer und sonniger April verlockte zu einigen Fahrten mit dem Renner zur Arbeit. Hätte ich mir Anfang des Monats, bei einer der noch kühleren Fahrten nicht einen Hexenschuss geholt, wäre Kilometer- und Höhenmetermässig wohl noch einiges mehr drin gelegen. So aber musste ich etwas kürzer treten und mich auf später gedulden.Gegen Ende des Monats konnte ich dann aber glücklicherweise doch nochmals richtig in die Pedale treten. An einem schönen, warmen und sonnigen Frühlingstag gelang mir eine Superfahrt entlang von Zuger- Ägeri- und Vierwaldstättersee. Raten und Ibergeregg waren am selben Tag die vorerst höchsten Punkte in diesem Jahr.


März
SchneevogelNach der viel versprechenden zweiten Februarhälfte wurde es anfangs März nochmals rasch ziemlich kalt und feucht. Des ?Ă–fteren fiel auch noch Schnee. Nur gerade am ersten und am zwölften März waren mir längere Fahrten bei angenehmen Temperaturen gegönnt. Gegen Ende des Monats stiegen dann die Temperaturen wieder. Bei teils unsicherer Wetterlage konnte ich dann aber doch ein paar Mal mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren und damit auch die Dokumentation mit den Kilometer-Fotos des Arbeitsweges weiterpflegen.Die Fahrerei auf der Rolle, „riss“ diesen Monat buchstäblich ab. Weil ich mir ein paar Ferientage genommen hatte, Nordic-Walkten wir insbesondere während den kalten Tagen sehr oft durch unsere Gegend. So hielt sich wenigstens der Schaden an Winterpokal-Punkten in Grenzen.

Dennoch: der lange Winter, und die immer wieder kalten und nassen Perioden beginnen in meiner Statistik von Kilometern und Höhenmetern Spuren zu hinterlassen.


Februar
Hallwilersee am AlpenkammUngefähr ab Mitte Februar wurde es spürbar wärmer. Die Eistage wurden seltener. Der Föhn begann die Szenerie zu beherrschen, wie hier zum Beispiel am Hallwilersee. Dennoch war man nie ganz sicher, wie lange sich das Wetter von seiner schönen Seite präsentieren würde. Meine erste Fahrt mit dem Renner in diesem Jahr zur Arbeit, konnte ich bei schon fast frühlingshaften Temperaturen durchführen. Auf dem Heimweg wurde ich in der zweiten Hälfte, dann aber doch noch verregnet. Die zweite Monatshälfte hatte dieses Jahr eine gewisse Ähnlichkeit mit dem was man sonst im April erwarten würde.


Januar
Passhöhe StaffeleggDer Monat begann zwar kalt, aber schön. Bereits am 2. Januar konnte ich mit meinem Renner, auf einer vom Streusalz weissen Strasse über einen ersten Pass fahren. Anschliessend jedoch traf es sich in der Regel so, dass die Wochentage ziemlich verregnet und verschneit waren, während das Wochenende ganz passabel war. Doch gibt es auch hier eine Ausnahme: Am letzten Samstag im Januar wurde ich von einem regelrechten Schneesturm auf dem Zurzacherberg überrascht. Die Heimfahrt (mit dem Renner) auf verschneiter Strasse wurde dann immer mehr zu einer Schlitterpartie. Zu Hause, nach vielen langsamen Kilometern, schien dann wieder die Sonne.

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.